Artikel zum Thema Wissenschaft | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Wissenschaft

Von der Verflüchtigung einer bangen Hypothese

Theorie und Praxis: Jürgen Habermas zum 80.

von Claus Offe (6/2009)

Von Sprachtalenten wird die Erfahrung berichtet, dass mit der Zahl der Sprachen, die sie bereits beherrschen, die Zeit und die Anstrengung steil abnimmt, die sie zum Erwerb einer weiteren Sprache benötigen. Demnach wäre das Sprachenlernen selbst lernbar. […]

Der politische Intellektuelle

Theorie und Praxis: Jürgen Habermas zum 80.

von Oskar Negt (6/2009)

Am 18. Juni begeht mit Jürgen Habermas der wichtigste deutsche Philosoph der Gegenwart seinen 80. Geburtstag. Sämtliche internationale “Rankings” weisen ihn als einen der weltweit meistzitierten Intellektuellen aus. […]

Das gescheiterte Projekt

von Manfred Lauermann (4/2009)

Dem historischen Gesetz, dass die Geschichte stets von den Siegern geschrieben wird, setzte Stefan Zweig in seinem Werk „Sternstunden der Menschheit“ Portraits von Verlierern entgegen – oder er erfand Entscheidungssituationen, in denen die Geschichte auch ganz anders hätten verlaufen können, wäre die Kontingenz gnädiger gestimmt gewesen. […]

Verdrängt und Vergessen

Der Philosoph und Publizist Theodor Lessing

von Joachim Perels (11/2008)

„Prof. Lessing ermordet. Revolveranschlag in Marienbad. Schuss durchs Fenster.“ Mit dieser Überschrift erschien am 31. August 1933 das „Prager Tageblatt“. […]

Ein Traum der Vernunft

Das weiße Eutopia des James Watson

von Wulf D. Hund (11/2008)

Vor 55 Jahren veröffentlichten Francis Crick und James Watson ihre folgenreiche Arbeit über die Struktur der DNA; 1962 erhielten sie dafür den Nobelpreis für Medizin. Vor einem Jahr wurde Watson wegen rassistischer Äußerungen seiner Funktionen am Cold Spring Harbor Laboratory in Long Island, New York, enthoben. […]

Deutschland im Bildungstief

von Annett Mängel (10/2008)

Während die Bundeskanzlerin durch die Lande tourte, um sich ein Bild von der deutschen Bildungslandschaft zu machen, erteilte der jährlich erscheinende Bildungsbericht der OECD der Republik abermals schlechte Noten. […]

68 - Theorie als Realität

von Manfred Lauermann (7/2008)

Wahr sind nur die Gedanken, die sich selber nicht verstehen. Theodor W. Adorno […]

Studienhonorar statt Studiengebühren

von Andreas Keller (5/2008)

Sieben von 16 Bundesländern haben im vergangenen Jahr allgemeine Studiengebühren eingeführt. Aber ob diese Entwicklung ein vorübergehendes Strohfeuer bleibt oder zu einem bundesweiten Flächenbrand führt, ist immer noch offen. Denn nicht nur im Hessischen Landtag, sondern auch im Bundestag gibt es eine rechnerische Mehrheit für ein gebührenfreies Hochschulstudium. […]

Comeback der liberal tradition?

Die USA nach Bush

von Albert Scharenberg (3/2008)

„Change“ – nur selten hat der Wunsch nach einem politischen Wechsel die Primaries zur Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten so sehr beherrscht wie in diesem Jahr. Angesichts der – nach sieben Jahren George W. […]

Akademikersteuer statt Studiengebühren

von Stefan Welzk (2/2008)

Lange Zeit war das Studium in der Bundesrepublik gebührenfrei, manchenorts ist es das noch immer. Für Krippen und Kindergärten werden dagegen weithin noch immer Beiträge kassiert. Die Reaktion der Politik besteht bekanntlich nicht in der überfälligen Kostenbefreiung von Kitas, sondern in der Durchsetzung von Studiengebühren. […]

Elitäre Exzellenz

von Annett Mängel (12/2007)

Der Jubel war groß bei den sechs Universitäten, die in der jüngsten Exzellenzrunde reüssieren konnten und nun im Volksmund „Eliteuni“ heißen. […]

Für die Freiheit der Wissenschaft

Offener Brief an den Präsidenten der FU Berlin die Berufung Albert Scharenbergs als Juniorprofessor betreffend vom 14. Oktober 2007 (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (11/2007)

>>to the English version […]

Unternehmen Universität

Vom Elfenbeinturm zum Eventmarketing

von Heiner Keupp (10/2007)

„Event-Kultur pur“ – immer öfter werben auch die Hochschulen mit diesem Begriff für sich. Haben wir es hier bloß mit dem sprachlichen Fehlgriff eines Pressereferenten zu tun? […]

Abenteuerliche Anklage

Offener Brief an die Generalbundesanwältin beim Bundesgerichtshof Monika Harms vom 9. August 2007 (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (9/2007)

Nachdem bereits das Vorgehen der Sicherheitsbehörden anlässlich des G8-Gipfels in Heiligendamm im Juni d.J. […]

Der neue Technikpopulismus: Technokratie oder Demokratie?

von Manfred Mai (9/2007)

In den 80er Jahren schien die Technokratie-Debatte durch die Annahme der prinzipiellen Gestaltbarkeit technischer Systeme eigentlich erledigt. Heute zeigt sich, dass trotz einer breiten Demokratisierung der Technikgestaltung die Dominanz technischer Systeme und Infrastrukturen nicht geringer geworden ist. […]

Israel, oh Israel

Die Kontroverse über die Israel-Lobby in den Vereinigten Staaten

von Norman Birnbaum (5/2007)

Wie viele Amerikaner Juden sind, ist in der jüdischen Community selbst umstritten. Auch die Demographen sind sich nicht einig. Und die Tatsache, dass die Ausgangsfrage, nämlich wer Jude ist, sich in unserer bunt gemischten und säkularen Gesellschaft schwer beantworten lässt, erleichtert die Ermittlung einer exakten Zahl auch nicht gerade. […]

Studiengebühren contra Föderalismusreform

von Regina Viotto (5/2007)

Nach langen Verhandlungen trat im September vergangenen Jahres die erste Stufe der Föderalismusreform in Kraft. Bekanntlich war die Föderalismus- Kommission im Dezember 2004 zunächst gescheitert, weil über die Neuordnung der Bildungskompetenzen zwischen Bund und Ländern keine Einigung erzielt werden konnte. […]

Kampfschauplatz Armut

Der Unterschichtendiskurs in den Vereinigten Staaten

von Albert Scharenberg (2/2007)

Bereits Schulkinder lernen im Sozialkundeunterricht, dass die bundesdeutsche Gesellschaft ein Oben und Unten hat, dass es nach dem bekannten „Zwiebelmodell“ der Sozialstruktur neben einer breiten Mittelschicht auch eine schmale Ober- und eine nicht ganz so schmale Unterschicht gibt. In der Politik hingegen gilt mitunter, dass etwas nicht sein kann, was nicht sein darf. […]

Vermarktung des Geistes

Anmerkungen zur Hochschulreform

von Martin Kutscha und Olaf Winkel (11/2006)

Nicht selten ist die anfängliche Reformbegeisterung bei den Verwaltungsmitarbeitern sogar in Resignation und Abwehr umgeschlagen: Die im öffentlichen Dienst Beschäftigten haben den Eindruck gewonnen, dass die neuen Belastungen ungleich verteilt sind, dass sie selbst zu den Innovationsverlierern zählen oder dass dem betriebenen Aufwand kein adäquater Nutzen gegenübe […]

Glaube, Vernunft und Universität

Rede von Papst Benedikt XVI. an der Universität Regensburg vom 12.9.2006 (Auszüge)

Dokumente zum Zeitgeschehen (10/2006)

Für eine knappe Woche, vom 9. bis 14. September d.J., besuchte Papst Benedikt XVI. seine bayerische Heimat. Obwohl in erster Linie als privater Abschiedsbesuch annonciert, stand die Reise unter dem päpstlichen Postulat einer Rückkehr zu Gott und zum christlichen Glauben. […]

Studium als Humankapitalinvestition

von Anne Neuendorf und Friederike Boll (8/2006)

In den letzten Wochen erlangte, trotz übermächtiger Präsenz der Fußball- WM, eine neue Protestbewegung aus den Hochschulen öffentliche Aufmerksamkeit. Vorausgegangen war die seit Jahren rumorende Auseinandersetzung über die Einführung von Studiengebühren sowie andere Formen der Privatisierung des Bildungssektors. […]

Sprache, Macht und Politik

von Jutta Limbach (7/2006)

Sprache ist ein Politikum. Sie steht im Dienst der Macht und ist zugleich ein Gegenstand politischen Ehrgeizes. In Gesetzen, in der parlamentarischen Debatte oder in dem Befehl des Polizisten leiht die Sprache ihre Dienste. Ihre Aufgabe erschöpft sich nicht darin, Verständigungsmittel politischer Herrschaft zu sein. […]

Wozu noch Gesellschaftskritik?

von Lothar Peter (5/2006)

Gesellschaftskritik ist in der deutschen Soziologie aus der Mode gekommen. Sie gilt heute als etwas Antiquiertes, obwohl man angesichts der massiven gesellschaftlichen Krisenerscheinungen eigentlich etwas anderes erwarten sollte. Das Problem beginnt schon mit dem Begriff „Gesellschaft“ selbst, der immer häufiger in Frage gestellt oder stillschweigend aufgegeben wird. […]

Der Kampf um ein demokratisches und soziales Recht

Zum 100. Geburtstag von Wolfgang Abendroth

von Andreas Fischer-Lescano und Oliver Eberl (5/2006)

Als „Partisanenprofessor im Land der Mitläufer“ hat Jürgen Habermas einst Wolfgang Abendroth beschrieben, der ihn 1961 mit der Schrift „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ habilitierte. […]

White Australia oder der Krieg der Historiker

von Wulf D. Hund (3/2006)

Als im Dezember 2005 rassistische Unruhen am Strand von Sydney Schlagzeilen machten, hatte der Begriff „Rasse“ in den australischen Medien Hochkonjunktur. „Rassengewalt“ und „Rassenkrieg“ wurden für die wachsende Angst vor „Rassenunruhen“ verantwortlich gemacht. Stimmen, die diese Begriffswahl kritisierten, waren in der Minderheit. […]

Die Wissens-Optimierer

von Michael Schlieben und Saskia Richter (1/2006)

An die freudlose McKinsey-Sprache hat man sich in der Hochschulpolitik ja bereits gewöhnen müssen. Schon seit einigen Jahren werben Wissenschaftsminister und Hochschulrektoren für eine „Optimierung“ und „Effizienzsteigerung“ des Studienangebotes. […]

Demographie und Demagogie

Wissenschaft und Interesse bei Herwig Birg und Charlotte Höhn

von Dieter Oberndörfer (12/2005)

Spätestens seit Frank Schirrmachers alarmistischem Bestseller1 ist die demographische Entwicklung der bundesdeutschen Gesellschaft in aller Munde. Dabei wurde sie von Politik und Öffentlichkeit lange Zeit überhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder, sofern dies doch geschah, bagatellisiert. […]

Die Menschheit selbst ist gefährdet

Pariser Appell zu den Gesundheitsgefahren durch Chemikalien vom 7. Mai 2004 (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (11/2005)

Die Gefahren für Mensch und Umwelt, die von den zehntausenden freigesetzten chemischen Substanzen ausgehen, sind bislang wenig erforscht, und der gesetzliche Schutz ist, vorsichtig formuliert, lückenhaft. In der Branche scheint man immer noch nach der Maßgabe zu verfahren, dass die chemische Industrie im Wesentlichen risikolos arbeitet. […]

Weltfrieden durch Weltregierung?

Albert Einsteins Vision vom Atomzeitalter

von Frank Niess (11/2005)

Es war, als hätten sie telepathische Fähigkeiten: die Atomphysiker und Ingenieure, die an den verschiedenen Standorten das „Manhattan-Projekt“ vorantrieben, aus Sorge, das nationalsozialistische Deutschland könne bald über eine Atombombe verfügen und damit die Weltherrschaft anstreben. Die Entwicklung und der Bau der ersten Atombomben geschah unter strengster Geheimhaltung. […]

Studieren gegen Gebühr

von Andreas Keller (3/2005)

Selten ist eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) so herbeigeredet worden wie das Karlsruher Urteil gegen das Studiengebührenverbot im Hochschulrahmengesetz (HRG). […]

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