Zurückgeblättert | Blätter für deutsche und internationale Politik

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7/2017: Die Initialzündung der außerparlamentarischen Opposition

Die Initialzündung der außerparlamentarischen Opposition, die Ermordung Benno Ohnesorgs am 2. Juni 1967, analysierten die »Blätter« in der folgenden Juli-Ausgabe gleich zweifach: durch den Studentenführer Knut Nevermann und die kritische Stimme des RIAS, die Journalistin Marianne Regensburger.

 Knut Nevermann
 »Zum Selbstverständnis der Studentenvertretung«
in: »Blätter«, 7/1967, S. 708-719

Marianne Regensburger
»Der Berlinische Unwille«
in: »Blätter«, 7/1967, S. 703-708

6/2017: Die Wiederkehr des Franz Josef Strauß

Vor 50 Jahren beschrieb der Publizist Kurt Nelhiebel, alias Conrad Taler, der im Juni seinen 90. Geburtstag feiert, minutiös die lange betriebene Rückkehr von Franz Josef Strauß nach der »Spiegel«-Affäre in die erste Reihe der deutschen Politik, nämlich in die erste Große Koalition:

Die Wiederkehr des Franz Josef Strauß
in: »Blätter«, 6/1967, S. 569-589

5/2017: Der Niedergang der amerikanischen Politik

Vor zehn Jahren, zu Hochzeiten der Regierung von George Bush jun., schrieb der US-amerikanische Diplomat und Autor Chas W. Freeman einen Text, der heute aktueller ist denn je:

Empire ohne Diplomatie
Der Niedergang der amerikanischen Politik

in: »Blätter«, 5/2007, S. 551-561

4/2017: Politische Aspekte der Reformation

Vor 50 Jahren, anlässlich des 450. Reformationsjubiläums, beschäftigte sich der Kirchenhistoriker Karl Kupisch mit der Lage des Protestantismus:

Protestantismus und Zeitverständnis
Politische Aspekte der Reformation

in: »Blätter«, 4/1967, S. 355-361

3/2017: Zur Lage der intellektuellen Neuen Rechten

Vor 30 Jahren schrieb der Soziologe Arno Klönne eine bestechende Analyse zur Lage der intellektuellen Neuen Rechten am Ende der Bonner Republik:

Arno Klönne:
Bundestagswahl, Historiker-Debatte
und Kulturrevolution von rechts

in: »Blätter«, 3/1987, S. 285-296

2/2017: Der Weg eines westdeutschen Lesers

Anfang des Jahres starb im Alter von 88 Jahren der bekannte Anwalt Heinrich Senfft. Wir erinnern an den engagierten Verteidiger des Rechtsstaats, der den »Blättern« als langjähriger Autor eng verbunden war, mit seiner schonungslosen Abrechnung mit dem Prozess der Wiedervereinigung:

Heinrich Senfft
Über die Schwierigkeiten, des »Phänomens« DDR Herr zu werden

Der Weg eines westdeutschen Lesers zur ostdeutschen Sammlungsbewegung
in: »Blätter«, 9/1992, S. 1101-1112

1/2017: Die große Liberale Hildegard Hamm-Brücher

Am 7. Dezember starb im Alter von 95 Jahren die große Liberale Hildegard Hamm-Brücher. Ihr kraftvolles Plädoyer aus dem Jahre 1997 gegen den »Mantel der Gleichgültigkeit« (Sophie Scholl) ist nicht nur ein Vermächtnis der Widerstandsgruppe »Weiße Rose«, deren Mitglieder sie persönlich kannte, sondern auch ihres eigenen unbeirrbaren Wirkens für Freiheit und Demokratie.

Deutsche Exempel
Das Vermächtnis der Weißen Rose

in: »Blätter«, 5/1997, S. 542-553

12/2016: Der Verfall der US-Demokratie

Nichts könnte die aktuelle Krise, ja den Verfall der US-amerikanischen Demokratie deutlicher zum Ausdruck bringen als die Analyse von Hermann Rauschning nach der zweiten Eisenhower-Wahl 1956, erschienen in der zweiten Ausgabe unserer Zeitschrift:

Außenpolitik und öffentliche Meinung in den USA
in: »Blätter«, 12/1956, S. 34-39

11/2016: 60 Jahre »Blätter«

»Die zweite Hälfte unseres Jahrhunderts wird im Zeichen der Koexistenz stehen«, lautete der visionäre erste Satz des zweiten Textes (»Koexistenz, ihr Werden und Wesen« von Franz Paul Schneider) in der ersten Ausgabe der »Blätter« vom November 1956. Das Heft können Sie hier herunterladen:

»Blätter für deutsche und internationale Politik«, 1/1956

10/2016: Multikultur und Minderheit

Am 10. September starb im Alter von 82 Jahren die ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts und Berliner Justizsenatorin Jutta Limbach. Wir erinnern an die große Juristin und SPD-Politikerin mit ihrem hochaktuellen Text:

Multikultur und Minderheit
Das Toleranzgebot des Grundgesetzes 

in: »Blätter«, 10/2005, Seite 1221-1229

9/2016: Wie Europa zu Tode gespart wird

Am 14. August starb mit 76 Jahren der Ökonomie-Professor, Publizist und Politiker Herbert Schui. Der Mitbegründer der Memorandum-Gruppe alternativer Ökonomen schrieb viele Jahre lang für die »Blätter«. Wir erinnern in Dankbarkeit an ihn mit seinem letzten Text in unserer Zeitschrift:

Methode Merkozy:
Wie Europa zu Tode gespart wird

in: »Blätter«, 1/2012, S. 66-74

8/2016: »Generationenwechsel«

Vor 50 Jahren nahm der große Historiker Sebastian Haffner den neuen Begriff des »Generationenwechsels« kritisch unter die Lupe – und dabei den 68er-Slogan »Traue keinem über 30!« seiner Bedeutung nach vorweg.

»Generationenwechsel«
In: »Blätter«, 8/1966, S. 730-734

7/2016: »Wie Politik Integration verweigert«

Zum Gedenken an Rupert Neudeck (1939-2016), den großen Menschenrechtsaktivisten und Journalisten, der bis zu seinem plötzlichen Tod am 31. Mai immer wieder in die politischen Debatten intervenierte, erinnern wir an seine letzte Rezension für diese Zeitschrift, die an Aktualität bis heute nichts verloren hat.

»Wie Politik Integration verweigert«
in: »Blätter«, 5/2013, S. 121-123

6/2016: Euro-Islam und muslimische Renaissance

Vor zehn Jahren hielt Tariq Ramadan sein bis heute brennend aktuelles Plädoyer für die Unterscheidung von Kultur und Religion und für einen Dialog zwischen den Bürgern aller Religionsgemeinschaften in Deutschland und Europa.

»Ihr bekommt die Muslime, die Ihr verdient«
Euro-Islam und muslimische Renaissance

in: »Blätter«, 6/2006, S. 673-685

5/2016: Der Kampf um ein demokratisches und soziales Recht

Am 2. Mai 1906 wurde Wolfgang Abendroth geboren. Vor zehn Jahren erinnerten Andreas Fischer-Lescano und Oliver Eberl an den großen Juristen und politischen Denker der Bonner Republik, der die »Marburger Schule« prägte und bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat.

Andreas Fischer-Lescano und Oliver Eberl
Der Kampf um ein demokratisches und soziales Recht

Zum 100. Geburtstag von Wolfgang Abendroth
in: »Blätter«, 5/2006, S. 577-585

4/2016: Sonne versus Atom

An das Reaktorunglück in Tschernobyl am 26. April vor 30 Jahren erinnern wir mit dem wegweisenden Text von Hermann Scheer.

Hermann Scheer
Sonne oder Atom – Der Grundkonflikt des 21. Jahrhunderts

in: »Blätter«, 4/2006, S. 449-455

3/2016: Rechtsrutsch der Bundesrepublik

Schon vor 50 Jahren gab es die Sorge vor einem Rechtsrutsch der Bundesrepublik. Intellektueller Hauptgegner der Pläne für eine »formierte Gesellschaft« war der »Blätter«-Autor Reinhard Opitz. Exemplarisch dafür ist dessen Aufsatz:

Reinhard Opitz
Elf Feststellungen zur Formierten Gesellschaft

in: »Blätter«, 3/1966, S. 190-197

2/2016: Literatur – human, sozial

Vor 50 Jahren schrieb der spätere Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll in den »Blättern« über die Verantwortung des Schriftstellers im westlichen Teil der Welt, in dem »eine selbstmörderische Verleugnung des Humanen und Sozialen praktiziert und propagiert« werde.

Heinrich Böll:
Literatur – human, sozial

in: »Blätter«, 9/1985, S. 1117-1123

1/2016: Die Widersprüche des technischen Fortschritts

Am 7. November 2015 starb überraschend der Soziologe und langjährige »Blätter«-Autor Volker Gransow. Wir erinnern an zwei seiner nach wie vor hochaktuellen Beiträge zu den Widersprüchen des technischen Fortschritts:

Der autistische Walkman – Unterhaltungselektronik, Öffentlichkeit und Freizeit

in: »Blätter«, 8/1984, S. 963-973
sowie
Ambivalenter Fortschritt, umgebaute Lebensweise und radikale Bedürfnisse
in: »Blätter«, 9/1985, S. 1117-1123

12/2015: Die demokratische Frage

In diesem Monat müssen wir gleich zweier großer Intellektueller und »Blätter«-Autoren gedenken: Am 3. November starb 69jährig der Soziologe Helmut Dubiel, Autor maßgebender Studien zum Populismus und zur Zukunft der Demokratie. Und nur zwei Tage später, exakt an seinem 85. Geburtstag, verschied der Historiker Hans Mommsen, wichtigster deutscher NS-Forscher und streitbarer Teilnehmer an allen großen Geschichtsdebatten.

Helmut Dubiel:
Die demokratische Frage

in: »Blätter«, 4/1990, S. 409-418

Hans Mommsen
Fest, Hildebrand, Hillgruber, Nolte, Stürmer und die Entsorgung der NS-Vergangenheit

in: »Blätter«, 10/1986, S. 1198-1213

Barbarei aus Gefälligkeit?
Streitgespräch zwischen Goetz Aly, Hans Mommsen, Hans-Ulrich Wehler und Micha Brumlik

in: »Blätter«, 7/2005, S. Seite 796-810

11/2015: Swetlana Alexijewitsch

Für »ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und dem Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt« erhielt Swetlana Alexijewitsch den diesjährigen Nobelpreis für Literatur. Wir erinnern an ihre beeindruckende Rede zum Erhalt des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels im Jahr 2013 und an ihr Buch »Secondhand-Zeit«.

Swetlana Alexijewitsch
Warum bin ich in die Hölle hinabgestiegen?

in: »Blätter«, 11/2013, S. 89-96

Achim Engelberg
Das Beil überlebt seinen Herrn
in: »Blätter«, 10/2013, S. 121-123

10/2015: Das Toleranzgebot des Grundgesetzes

Bereits vor genau zehn Jahren forderte Jutta Limbach, ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts und des Goethe-Instituts, »Tatkraft im Alltag als auch in der großen Politik«, um Einwanderer und Flüchtlinge in der bundesrepublikanischen Gesellschaft willkommen zu heißen und ein gemeinsames Miteinander zu gestalten.

Jutta Limbach
Multikultur und Minderheit
Das Toleranzgebot des Grundgesetzes

in: »Blätter«, 10/2005, S. 1221-1229

9/2015: Demokratie oder Kapitalismus?

Im September erhält »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas gemeinsam mit Charles Taylor den renommierten Kluge-Preis für sein Lebenswerk. Wir gratulieren herzlich zum »Nobelpreis für Philosophie« und erinnern an Habermas‘ leidenschaftliches Plädoyer für ein politisches Europa.

Jürgen Habermas
Demokratie oder Kapitalismus?

Vom Elend der nationalstaatlichen Fragmentierung in einer kapitalistisch integrierten Weltgesellschaft
in »Blätter«, 5/2013, S. 59-70

8/2015: Die Verteidigung des Pazifismus

Am 13. Juli starb, 90jährig, der linke Grenzgänger Gerhard Zwerenz. Als Bloch-Schüler und anarchischer Geist von der SED geächtet, blieb er auch in der Bundesrepublik als Schriftsteller und Publizist stets ein scharfer Kritiker der herrschenden Verhältnisse. Im Jahr der 70. Wiederkehr des Kriegsendes und der Bombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki erinnern wir an seine frühe Verteidigung des Pazifismus, gegen die Aufrüstung in West und Ost.

Gerhard Zwerenz
Germania das große Kind

in: »Blätter«, 4/1963, S. 293-296

7/2015: Die Jugend meint es ernst

Am 4. Juni starb im Alter von 84 Jahren der Soziologe und Politikwissenschaftler Arno Klönne. Als treuer Begleiter unserer Zeitschrift positionierte er sich fast 60 Jahre immer wieder kritisch zum Zustand der Linken, speziell der SPD, und zu seinem Spezialthema, der deutschen Jugendbewegung. Dem galt sein erster (»Die Jugend meint es ernst«, »Blätter«, 5/1958) und auch sein letzter großer Beitrag: »Grassierende Gedächtnisschwächen« – zur 100. Wiederkehr des Treffens auf dem Hohen Meißner und zu dessen fatalen Folgen (»Blätter«, 10/2013). Wir werden Arno Klönnes kluge Interventionen sehr vermissen.

Arno Klönne:
Die Jugend meint es ernst
in: »Blätter«, 5/1958, S. 350-352

Grassierende Gedächtnisschwächen
in: »Blätter«, 10/2013, S. 89-98

6/2015: Schrittmacher der Menschheit

Am 30. April starb im Alter von 86 Jahren der große Journalist und Kenner der internationalen Politik William Pfaff. Seit 1995 war er Kolumnist der »Blätter«. Wir erinnern an seine bis heute hoch aktuellen Analysen der US-amerikanischen Außenpolitik (»Die Verselbständigung des Militärischen in der amerikanischen Politik«, »Blätter«, 2/2001, und »Schrittmacher der Menschheit. Zu den geistigen Grundlagen der amerikanischen Außenpolitik«, »Blätter«, 6/2002). Sein letzter Text im deutschen Sprachraum, der zu seinem politischen Vermächtnis wurde, erschien in der Mai-Ausgabe der »Blätter«: »Arabisches Inferno«, 5/2015, S. 97-105.

William Pfaff:
Schrittmacher der Menschheit
Zu den geistigen Grundlagen der amerikanischen Außenpolitik

in: »Blätter«, 2/2001, S. 177-188

Arabisches Inferno
Der Westen und der Mittlere Osten

in: »Blätter«, 5/2015, S. 97-105

5/2015: Die Schwäche Europas zwischen den Supermächten

Vor dreißig Jahren bilanzierte SPD-Stratege Egon Bahr 40 Jahre Kalter Krieg, 15 Jahre Moskauer Verträge und, bis heute unverändert aktuell, die Schwäche Europas zwischen den Supermächten. 

Egon Bahr:
Europa – 40 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs
in: »Blätter«, 5/1985, S. 578-586

4/2015: Die Verteidigung der Demokratie

»Blätter«-Mitherausgeber Claus Leggewie feierte am 27. März seinen 65. Geburtstag – und zwar mit einem neuen Buch, seiner Autobiographie, »Politische Zeiten. Beobachtungen von der Seitenlinie«. Wir gratulieren deshalb gleich aus diesem doppelten Anlass ganz herzlich und erinnern zugleich an seine bis heute hoch aktuellen »Maßstäbe für die Verteidigung der Demokratie«.

Claus Leggewie:
»Maßstäbe für die Verteidigung der Demokratie«
in: »Blätter«, 4/1995, S. 470-475

3/2015: Der 8. Mai – historische Katastrophe oder Befreiung?

Vor 30 Jahren hielt der soeben im Alter von 94 Jahren verstorbene Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker seine bedeutendste Rede, in der er den 8. Mai 1945 als »Tag der Befreiung« definierte. Die Debatte wurde jedoch bereits zuvor geführt, u.a. in den »Blättern« – mit 21 pointierten Stellungnahmen.

Der 8. Mai: Historische Katastrophe oder Befreiung?
Das Primat der Entspannung
in: »Blätter«, 3/1985, S. 307-340

2/2015: Das Primat der Entspannung

Während heute West und Ost wieder aufeinanderprallen, begann vor 50 Jahren, zwei Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs, die Brandtsche Ost-Politik, unterstützend begleitet von »Blätter«-Redakteur Achim von Borries:

Achim von Borries:
Das Primat der Entspannung
in: »Blätter«, 2/1965, S. 103-108

1/2015: Das Scheitern der neokonservativen Utopie

Zwei Jahre nach Beginn des Irakkriegs – und vor den »ersten freien Wahlen« am 30. Januar 2005 – zog die US-amerikanische Publizistin Naomi Klein eine verheerende Bilanz: Bagdad im Jahr Null. Das Scheitern der neokonservativen Utopie, in: »Blätter«, 1/2005, S. 33-54.

Naomi Klein:
Bagdad im Jahr Null
Das Scheitern der neokonservativen Utopie

in: »Blätter«, 1/2005, S. 33-54

12/2014: Die Revolte der Eliten

Exakt 20 Jahre vor Barack Obamas Pleite erlebte mit Bill Clinton ein anderer Demokrat seine verheerende Niederlage bei den Zwischenwahlen zum Kongress. Der große Historiker und Soziologe Christopher Lasch legte kurz vor seinem Tod die eigentliche Ursache für diese Wende bloß, die da lautete: »Die Revolte der Eliten oder: Verrat an der Demokratie«.

Christopher Lasch:
»Die Revolte der Eliten oder: Verrat an der Demokratie«
in: »Blätter«, 12/1994, S. 1437-1448

11/2014: Ideologisch anfällig: Der DFB vor 1933

Am 14. November feiert Arthur Heinrich, von 1987 bis 2001 Redakteur der »Blätter«, seinen 60. Geburtstag, zu dem wir ihm ganz herzlich gratulieren. Arthur Heinrich gehört zu den profiliertesten Kennern der deutschen Fußballgeschichte und des globalen Fußballgeschehens, siehe dazu sein neues Buch, Als Jude im deutschen Fußball, sowie:

Arthur Heinrich:
Ideologisch anfällig: Der DFB vor 1933

in: »Blätter«, 6/2006, Seite 742-754

10/2014: Demontage der Demokratie

Vor 50 Jahren zeichnete der Politologe Ossip K. Flechtheim von der Freien Universität Berlin ein verheerendes Bild der Adenauer-Erhardschen Kanzlerdemokratie. Aufgrund einer chancenlosen und weithin ununterscheidbaren SPD-Opposition erlebe man den Niedergang der Demokratie durch politische Alternativlosigkeit.

Ossip K. Flechtheim
1949-1964: Demontage der Demokratie in Westdeutschland?

in: »Blätter«, 10/1964, S. 787-794

9/2014: Anderssein, ein Menschenrecht?

Vor 20 Jahren beschäftigte sich der Philosoph Karl-Otto Apel in den »Blättern« mit einem gerade heute, angesichts der dramatischen kulturellen Konflikte in der Außen- wie in der Innenpolitik, hoch aktuellen Thema, nämlich dem Recht auf Andersartigkeit.

Karl-Otto Apel
Anderssein, ein Menschenrecht?
Über die Vereinbarkeit universaler Normen mit kultureller und ethnischer Vielfalt

in: »Blätter«, 9/1994, S. 1062 - 1067

8/2014: Das deutsche Jahrhundertverbrechen

Vor 50 Jahren, ein halbes Jahr nach Beginn des Auschwitzprozesses, beschäftigte sich die österreichische Schriftstellerin Elisabeth Freundlich mit dem deutschen Jahrhundertverbrechen und seinem Nachwirken in der jungen Bundesrepublik.

Elisabeth Freundlich
»Von den Schwierigkeiten, das Gesetz des Dschungels zu zerschlagen«

in: »Blätter«, 8/1964, S. 629-639

7/2014: Vom Rechtsstaat zum Verfassungsstaat

Vor zehn Jahren gratulierte »Blätter«-Mitherausgeberin Ingeborg Maus dem langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Helmut Ridder (18. Juli 1919 – 15. April 2007) zu seinem 85. Geburtstag mit einem Text zu seinem und ihrem Lebensthema, der Ermöglichung oder Verhinderung von Demokratie durch das Recht.

Ingeborg Maus
»
Vom Rechtsstaat zum Verfassungsstaat. Zur Kritik juridischer Demokratieverhinderung«
in: »Blätter«, 7/2004, S. 835-850

6/2014: Hans-Peter Dürr (1929-2014)

Am 18. Mai starb im Alter von 84 Jahren der große Physiker, Friedensforscher und Träger des Alternativen Nobelpreises Hans-Peter Dürr. Wir erinnern, aus aktuellem Anlass, an den unermüdlichen Vermittler zwischen Ost und West mit seinem letzten Beitrag in den »Blättern«: »Schwächen der Machtfixierung«  und an den Kämpfer für das Überleben des Planeten mit seinem »Blätter«-Vermächtnis: »Kooperation statt Konfrontation. Plädoyer für ein ›Global Challenges Network‹«.

Hans-Peter Dürr
»Schwächen der Machtfixierung«

in: »Blätter«, 11/2002, S. 1347-1348

Hans-Peter Dürr
»Kooperation statt Konfrontation. Plädoyer für ein ›Global Challenges Network‹«

in: »Blätter«, 8/1987, S. 1029-1042

5/2014: Rede an die Deutschen in der DDR

Vor zehn Jahren, am 14. Mai 2004, starb der Journalist und Publizist, der, mit einem Wort Alexander Kluges, »Öffentlichkeitsmacher« Günter Gaus. Wir erinnern an den langjährigen »Blätter«-Herausgeber mit seiner bald 25 Jahre alten »Rede an die Deutschen in der DDR« aus dem Dezember 1989, die aber nicht weniger eine Rede an die Deutschen in der alten Bundesrepublik ist.

Günter Gaus
Rede an die Deutschen in der DDR

in: »Blätter«, 3/1990, S. 310-318

4/2014: Im Hause des Henkers

Fast 20 Jahre nach dem Holocaust fand in Frankfurt a. M. der erste Auschwitz-Prozess statt. Warum erst so spät, fragte Heinz Abosch, deutsch-jüdischer Schriftsteller und Mitglied der Résistance (Auschwitz, in: »Blätter«, 4/1964). 40 Jahre später würdigte »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik den Initiator der Prozesse in seinem Beitrag: Im Hause des Henkers. Fritz Bauer und die Selbstaufklärung der Republik (»Blätter«, 4/2004).

Heinz Abosch
Ausschwitz

in: »Blätter«, 4/1964, S. 298-301

Micha Brumlik
Im Hause des Henkers. Fritz Bauer und die Selbstaufklärung der Republik
in: »Blätter«, 4/2004, S. 491-497

3/2014: Die Revolution ist tot – lebt die Demokratie?

Am 26. März feiert unser Mitherausgeber Jens Reich seinen 75. Geburtstag, zu dem wir ganz herzlich gratulieren, indem wir an seine weiterhin aktuelle kritische Bilanzierung der Wende erinnern: »Die osteuropäische politische Bürgerbewegung von 1989 hat ein gescheitertes Gesellschaftsmodell abgeschafft, hat einen historischen Erfolg erkämpft. Aber mehr Basisdemokratie und mehr Demokratie in der Wirtschaft hat sie nicht erreicht.«

Jens Reich
Die Revolution ist tot – lebt die Demokratie?

20 Jahre demo- kratische Revolution in Osteuropa
in: »Blätter«, 9/2009, S. 58-63

2/2014: Staatsschutz im Rechtsstaat

Angesichts der NSA-Affäre und der Debatte über das Recht zum Whistle- blowing wie über die Begrenzung der Geheimdienste ist der 50 Jahre alte Beitrag des Strafrechtlers und späteren Bundesinnenministers Werner Maihofer (FDP) hochaktuell: Staatsschutz im Rechtsstaat, in: »Blätter«, 1/1964

Werner Maihofer
Staatsschutz im Rechtsstaat
in: »Blätter«, 1/1964, S. 123-132

1/2014: Apartheid am Ende

Vor 20 Jahren, kurz vor Beginn der Präsidentschaft Nelson Mandelas, bilanzierte der Verfassungsrechtler Norman Paech die schwierige Übergangsperiode in Südafrika.

Norman Paech
Apartheid am Ende. Die Kempton-Park-Verfassung für Südafrika
in: „Blätter“, 1/1994, S. 77-83

12/2013: Der versagende Hegemon

Am 2. Dezember feiert Karl D. Bredthauer, langjähriger Redakteur und Chefredakteur der »Blätter« seinen 70. Geburtstag, zu dem wir ganz herzlich gratulieren. Aus gegebenem Anlass, dem anhaltenden NSA-Skandal, erinnern wir an seine Warnung zu Hochzeiten des Irakkrieges vor zehn Jahren.

Karl D. Bredthauer
Der versagende Hegemon
in: »Blätter«, 9/2003, S. 1031-1034

11/2013: Erweiterte Sicherheit und militärische Entgrenzung

Im November feiert die Vorsitzende des »Blätter«-Fördervereins, die Friedensforscherin Corinna Hauswedell, ihren 60. Geburtstag, zu dem wir ganz herzlich gratulieren. Bald ein Vierteljahrhundert nach Ende des Kalten Krieges erinnern wir an ihre Bilanzierung des außenpolitischen Paradigmenwechsels seit dem 9. November 1989.

Corinna Hauswedell
Erweiterte Sicherheit und militärische Entgrenzung
in: „Blätter“, 6/2006, S. 723-732

10/2013: »Europa braucht einen magnetischen Kern«

Vor zehn Jahren, nach dem Beginn des Irakkriegs, befand sich das transatlantische Verhältnis in einer hoch angespannten Lage. Karl Lamers, MdB der CDU und Erfinder der Kerneuropa-Idee, entwickelte im Gespräch mit den »Blättern« hellsichtige Gedanken über die Zukunft Europas und der US-amerikanischen Hegemonialmacht.

Karl Lamers
»Europa braucht einen magnetischen Kern«
in: „Blätter“, 10/2003, S. 1197-1208

9/2013: Wozu noch Gewerkschaften?

Am 13. September begeht unser langjähriger Herausgeber Detlef Hensche seinen 75. Geburtstag. Wir bedanken uns ganz herzlich für seinen großen Einsatz für das gemeinsame Projekt und dokumentieren einen von vielen starken Texten aus seiner Feder. Vor exakt zehn Jahren, auf dem Höhepunkt der Agenda-Agitation, fragte der damalige Vorsitzende der IG Medien: Wozu noch Gewerkschaften?

Detlef Hensche
Wozu noch Gewerkschaften?
in: „Blätter“, 8/2003, S. 903-906

8/2013: Der Streit um die Beutekunst

Mitte Juni eröffnete Angela Merkel mit Wladimir Putin in St. Petersburg die Ausstellung »Bronzezeit – Europa ohne Grenzen«. Zuvor traten die divergierenden Rechtsverständnisse um die »Beutkunst« beider Seiten wieder einmal offen zutage. Den Streit darüber analysierte bereits vor fast 20 Jahren der »Blätter«-Mitherausgeber Gerhard Stuby (, in: »Blätter«, 5/1995, S. 528-532).

Gerhard Stuby
Lucas Cranach und der 8. Mai
in: „Blätter“, 5/1995, S. 528-532

7/2013: Nach Kennedys Besuch

Fast auf den Tag 50 Jahre vor dem Besuch Barack Obamas unternahm sein Vorgänger John F. Kennedy seine legendäre Deutschland-Reise. Seine dort propagierte neue Idee einer „atlantischen Partnerschaft“ analysierte „Blätter“-Redakteur Johannes Weidenfeld.

Johannes Weidenheim
Nach Kennedys Besuch
in: „Blätter“, 7/1963, S. 503-512

6/2013: Katholische Kirche und Nationalsozialismus

Vor 50 Jahre ereignete sich der größte Theaterskandal der Bundesrepublik, die Urauf- führung des »Stellvertreters« von Rolf Hochhuth. Dessen Kernthese, die Verstrickung des Papstes in den Nationalsozialismus, analysierte hintergründig der Soziologe und Politikwissenschaftler Arno Klönne.

Arno Klönne
Katholische Kirche und Nationalsozialismus 

Teil I, in: „Blätter“, 6/1963, S. 442-446 
Teil II, in: „Blätter“, 8/1963, S. 618-623

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