Zurückgeblättert | Blätter für deutsche und internationale Politik

LoginWarenkorb

Zurückgeblättert

1/2016: Die Widersprüche des technischen Fortschritts

Am 7. November 2015 starb überraschend der Soziologe und langjährige »Blätter«-Autor Volker Gransow. Wir erinnern an zwei seiner nach wie vor hochaktuellen Beiträge zu den Widersprüchen des technischen Fortschritts:

Der autistische Walkman – Unterhaltungselektronik, Öffentlichkeit und Freizeit

in: »Blätter«, 8/1984, S. 963-973
sowie
Ambivalenter Fortschritt, umgebaute Lebensweise und radikale Bedürfnisse
in: »Blätter«, 9/1985, S. 1117-1123

12/2015: Die demokratische Frage

In diesem Monat müssen wir gleich zweier großer Intellektueller und »Blätter«-Autoren gedenken: Am 3. November starb 69jährig der Soziologe Helmut Dubiel, Autor maßgebender Studien zum Populismus und zur Zukunft der Demokratie. Und nur zwei Tage später, exakt an seinem 85. Geburtstag, verschied der Historiker Hans Mommsen, wichtigster deutscher NS-Historiker und streitbarer Teilnehmer an allen großen Geschichtsdebatten.

Helmut Dubiel:
Die demokratische Frage

in: »Blätter«, 4/1990, S. 409-418

Hans Mommsen
Fest, Hildebrand, Hillgruber, Nolte, Stürmer und die Entsorgung der NS-Vergangenheit

in: »Blätter«, 10/1986, S. 1198-1213

Barbarei aus Gefälligkeit?
Streitgespräch zwischen Goetz Aly, Hans Mommsen, Hans-Ulrich Wehler und Micha Brumlik

in: »Blätter«, 7/2005, S. Seite 796-810

11/2015: Swetlana Alexijewitsch

Für »ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und dem Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt« erhielt Swetlana Alexijewitsch den diesjährigen Nobelpreis für Literatur. Wir erinnern an ihre beeindruckende Rede zum Erhalt des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels im Jahr 2013 und an ihr Buch »Secondhand-Zeit«.

Swetlana Alexijewitsch
Warum bin ich in die Hölle hinabgestiegen?

in: »Blätter«, 11/2013, S. 89-96

Achim Engelberg
Das Beil überlebt seinen Herrn
in: »Blätter«, 10/2013, S. 121-123

10/2015: Das Toleranzgebot des Grundgesetzes

Bereits vor genau zehn Jahren forderte Jutta Limbach, ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts und des Goethe-Instituts, »Tatkraft im Alltag als auch in der großen Politik«, um Einwanderer und Flüchtlinge in der bundesrepublikanischen Gesellschaft willkommen zu heißen und ein gemeinsames Miteinander zu gestalten.

Jutta Limbach
Multikultur und Minderheit
Das Toleranzgebot des Grundgesetzes

in: »Blätter«, 10/2005, S. 1221-1229

9/2015: Demokratie oder Kapitalismus?

Im September erhält »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas gemeinsam mit Charles Taylor den renommierten Kluge-Preis für sein Lebenswerk. Wir gratulieren herzlich zum »Nobelpreis für Philosophie« und erinnern an Habermas‘ leidenschaftliches Plädoyer für ein politisches Europa.

Jürgen Habermas
Demokratie oder Kapitalismus?

Vom Elend der nationalstaatlichen Fragmentierung in einer kapitalistisch integrierten Weltgesellschaft
in »Blätter«, 5/2013, S. 59-70

8/2015: Die Verteidigung des Pazifismus

Am 13. Juli starb, 90jährig, der linke Grenzgänger Gerhard Zwerenz. Als Bloch-Schüler und anarchischer Geist von der SED geächtet, blieb er auch in der Bundesrepublik als Schriftsteller und Publizist stets ein scharfer Kritiker der herrschenden Verhältnisse. Im Jahr der 70. Wiederkehr des Kriegsendes und der Bombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki erinnern wir an seine frühe Verteidigung des Pazifismus, gegen die Aufrüstung in West und Ost.

Gerhard Zwerenz
Germania das große Kind

in: »Blätter«, 4/1963, S. 293-296

7/2015: Die Jugend meint es ernst

Am 4. Juni starb im Alter von 84 Jahren der Soziologe und Politikwissenschaftler Arno Klönne. Als treuer Begleiter unserer Zeitschrift positionierte er sich fast 60 Jahre immer wieder kritisch zum Zustand der Linken, speziell der SPD, und zu seinem Spezialthema, der deutschen Jugendbewegung. Dem galt sein erster (»Die Jugend meint es ernst«, »Blätter«, 5/1958) und auch sein letzter großer Beitrag: »Grassierende Gedächtnisschwächen« – zur 100. Wiederkehr des Treffens auf dem Hohen Meißner und zu dessen fatalen Folgen (»Blätter«, 10/2013). Wir werden Arno Klönnes kluge Interventionen sehr vermissen.

Arno Klönne:
Die Jugend meint es ernst
in: »Blätter«, 5/1958, S. 350-352

Grassierende Gedächtnisschwächen
in: »Blätter«, 10/2013, S. 89-98

6/2015: Schrittmacher der Menschheit

Am 30. April starb im Alter von 86 Jahren der große Journalist und Kenner der internationalen Politik William Pfaff. Seit 1995 war er Kolumnist der »Blätter«. Wir erinnern an seine bis heute hoch aktuellen Analysen der US-amerikanischen Außenpolitik (»Die Verselbständigung des Militärischen in der amerikanischen Politik«, »Blätter«, 2/2001, und »Schrittmacher der Menschheit. Zu den geistigen Grundlagen der amerikanischen Außenpolitik«, »Blätter«, 6/2002). Sein letzter Text im deutschen Sprachraum, der zu seinem politischen Vermächtnis wurde, erschien in der Mai-Ausgabe der »Blätter«: »Arabisches Inferno«, 5/2015, S. 97-105.

William Pfaff:
Schrittmacher der Menschheit
Zu den geistigen Grundlagen der amerikanischen Außenpolitik

in: »Blätter«, 2/2001, S. 177-188

Arabisches Inferno
Der Westen und der Mittlere Osten

in: »Blätter«, 5/2015, S. 97-105

5/2015: Die Schwäche Europas zwischen den Supermächten

Vor dreißig Jahren bilanzierte SPD-Stratege Egon Bahr 40 Jahre Kalter Krieg, 15 Jahre Moskauer Verträge und, bis heute unverändert aktuell, die Schwäche Europas zwischen den Supermächten. 

Egon Bahr:
Europa – 40 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs
in: »Blätter«, 5/1985, S. 578-586

4/2015: Die Verteidigung der Demokratie

»Blätter«-Mitherausgeber Claus Leggewie feierte am 27. März seinen 65. Geburtstag – und zwar mit einem neuen Buch, seiner Autobiographie, »Politische Zeiten. Beobachtungen von der Seitenlinie«. Wir gratulieren deshalb gleich aus diesem doppelten Anlass ganz herzlich und erinnern zugleich an seine bis heute hoch aktuellen »Maßstäbe für die Verteidigung der Demokratie«.

Claus Leggewie:
»Maßstäbe für die Verteidigung der Demokratie«
in: »Blätter«, 4/1995, S. 470-475

3/2015: Der 8. Mai – historische Katastrophe oder Befreiung?

Vor 30 Jahren hielt der soeben im Alter von 94 Jahren verstorbene Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker seine bedeutendste Rede, in der er den 8. Mai 1945 als »Tag der Befreiung« definierte. Die Debatte wurde jedoch bereits zuvor geführt, u.a. in den »Blättern« – mit 21 pointierten Stellungnahmen.

Der 8. Mai: Historische Katastrophe oder Befreiung?
Das Primat der Entspannung
in: »Blätter«, 3/1985, S. 307-340

2/2015: Das Primat der Entspannung

Während heute West und Ost wieder aufeinanderprallen, begann vor 50 Jahren, zwei Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs, die Brandtsche Ost-Politik, unterstützend begleitet von »Blätter«-Redakteur Achim von Borries:

Achim von Borries:
Das Primat der Entspannung
in: »Blätter«, 2/1965, S. 103-108

1/2015: Das Scheitern der neokonservativen Utopie

Zwei Jahre nach Beginn des Irakkriegs – und vor den »ersten freien Wahlen« am 30. Januar 2005 – zog die US-amerikanische Publizistin Naomi Klein eine verheerende Bilanz: Bagdad im Jahr Null. Das Scheitern der neokonservativen Utopie, in: »Blätter«, 1/2005, S. 33-54.

Naomi Klein:
Bagdad im Jahr Null
Das Scheitern der neokonservativen Utopie

in: »Blätter«, 1/2005, S. 33-54

12/2014: Die Revolte der Eliten

Exakt 20 Jahre vor Barack Obamas Pleite erlebte mit Bill Clinton ein anderer Demokrat seine verheerende Niederlage bei den Zwischenwahlen zum Kongress. Der große Historiker und Soziologe Christopher Lasch legte kurz vor seinem Tod die eigentliche Ursache für diese Wende bloß, die da lautete: »Die Revolte der Eliten oder: Verrat an der Demokratie«.

Christopher Lasch:
»Die Revolte der Eliten oder: Verrat an der Demokratie«
in: »Blätter«, 12/1994, S. 1437-1448

11/2014: Ideologisch anfällig: Der DFB vor 1933

Am 14. November feiert Arthur Heinrich, von 1987 bis 2001 Redakteur der »Blätter«, seinen 60. Geburtstag, zu dem wir ihm ganz herzlich gratulieren. Arthur Heinrich gehört zu den profiliertesten Kennern der deutschen Fußballgeschichte und des globalen Fußballgeschehens, siehe dazu sein neues Buch, Als Jude im deutschen Fußball, sowie:

Arthur Heinrich:
Ideologisch anfällig: Der DFB vor 1933

in: »Blätter«, 6/2006, Seite 742-754

10/2014: Demontage der Demokratie

Vor 50 Jahren zeichnete der Politologe Ossip K. Flechtheim von der Freien Universität Berlin ein verheerendes Bild der Adenauer-Erhardschen Kanzlerdemokratie. Aufgrund einer chancenlosen und weithin ununterscheidbaren SPD-Opposition erlebe man den Niedergang der Demokratie durch politische Alternativlosigkeit.

Ossip K. Flechtheim
1949-1964: Demontage der Demokratie in Westdeutschland?

in: »Blätter«, 10/1964, S. 787-794

9/2014: Anderssein, ein Menschenrecht?

Vor 20 Jahren beschäftigte sich der Philosoph Karl-Otto Apel in den »Blättern« mit einem gerade heute, angesichts der dramatischen kulturellen Konflikte in der Außen- wie in der Innenpolitik, hoch aktuellen Thema, nämlich dem Recht auf Andersartigkeit.

Karl-Otto Apel
Anderssein, ein Menschenrecht?
Über die Vereinbarkeit universaler Normen mit kultureller und ethnischer Vielfalt

in: »Blätter«, 9/1994, S. 1062 - 1067

8/2014: Das deutsche Jahrhundertverbrechen

Vor 50 Jahren, ein halbes Jahr nach Beginn des Auschwitzprozesses, beschäftigte sich die österreichische Schriftstellerin Elisabeth Freundlich mit dem deutschen Jahrhundertverbrechen und seinem Nachwirken in der jungen Bundesrepublik.

Elisabeth Freundlich
»Von den Schwierigkeiten, das Gesetz des Dschungels zu zerschlagen«

in: »Blätter«, 8/1964, S. 629-639

7/2014: Vom Rechtsstaat zum Verfassungsstaat

Vor zehn Jahren gratulierte »Blätter«-Mitherausgeberin Ingeborg Maus dem langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Helmut Ridder (18. Juli 1919 – 15. April 2007) zu seinem 85. Geburtstag mit einem Text zu seinem und ihrem Lebensthema, der Ermöglichung oder Verhinderung von Demokratie durch das Recht.

Ingeborg Maus
»
Vom Rechtsstaat zum Verfassungsstaat. Zur Kritik juridischer Demokratieverhinderung«
in: »Blätter«, 7/2004, S. 835-850

6/2014: Hans-Peter Dürr (1929-2014)

Am 18. Mai starb im Alter von 84 Jahren der große Physiker, Friedensforscher und Träger des Alternativen Nobelpreises Hans-Peter Dürr. Wir erinnern, aus aktuellem Anlass, an den unermüdlichen Vermittler zwischen Ost und West mit seinem letzten Beitrag in den »Blättern«: »Schwächen der Machtfixierung«  und an den Kämpfer für das Überleben des Planeten mit seinem »Blätter«-Vermächtnis: »Kooperation statt Konfrontation. Plädoyer für ein ›Global Challenges Network‹«.

Hans-Peter Dürr
»Schwächen der Machtfixierung«

in: »Blätter«, 11/2002, S. 1347-1348

Hans-Peter Dürr
»Kooperation statt Konfrontation. Plädoyer für ein ›Global Challenges Network‹«

in: »Blätter«, 8/1987, S. 1029-1042

5/2014: Rede an die Deutschen in der DDR

Vor zehn Jahren, am 14. Mai 2004, starb der Journalist und Publizist, der, mit einem Wort Alexander Kluges, »Öffentlichkeitsmacher« Günter Gaus. Wir erinnern an den langjährigen »Blätter«-Herausgeber mit seiner bald 25 Jahre alten »Rede an die Deutschen in der DDR« aus dem Dezember 1989, die aber nicht weniger eine Rede an die Deutschen in der alten Bundesrepublik ist.

Günter Gaus
Rede an die Deutschen in der DDR

in: »Blätter«, 3/1990, S. 310-318

4/2014: Im Hause des Henkers

Fast 20 Jahre nach dem Holocaust fand in Frankfurt a. M. der erste Auschwitz-Prozess statt. Warum erst so spät, fragte Heinz Abosch, deutsch-jüdischer Schriftsteller und Mitglied der Résistance (Auschwitz, in: »Blätter«, 4/1964). 40 Jahre später würdigte »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik den Initiator der Prozesse in seinem Beitrag: Im Hause des Henkers. Fritz Bauer und die Selbstaufklärung der Republik (»Blätter«, 4/2004).

Heinz Abosch
Ausschwitz

in: »Blätter«, 4/1964, S. 298-301

Micha Brumlik
Im Hause des Henkers. Fritz Bauer und die Selbstaufklärung der Republik
in: »Blätter«, 4/2004, S. 491-497

3/2014: Die Revolution ist tot – lebt die Demokratie?

Am 26. März feiert unser Mitherausgeber Jens Reich seinen 75. Geburtstag, zu dem wir ganz herzlich gratulieren, indem wir an seine weiterhin aktuelle kritische Bilanzierung der Wende erinnern: »Die osteuropäische politische Bürgerbewegung von 1989 hat ein gescheitertes Gesellschaftsmodell abgeschafft, hat einen historischen Erfolg erkämpft. Aber mehr Basisdemokratie und mehr Demokratie in der Wirtschaft hat sie nicht erreicht.«

Jens Reich
Die Revolution ist tot – lebt die Demokratie?

20 Jahre demo- kratische Revolution in Osteuropa
in: »Blätter«, 9/2009, S. 58-63

2/2014: Staatsschutz im Rechtsstaat

Angesichts der NSA-Affäre und der Debatte über das Recht zum Whistle- blowing wie über die Begrenzung der Geheimdienste ist der 50 Jahre alte Beitrag des Strafrechtlers und späteren Bundesinnenministers Werner Maihofer (FDP) hochaktuell: Staatsschutz im Rechtsstaat, in: »Blätter«, 1/1964

Werner Maihofer
Staatsschutz im Rechtsstaat
in: »Blätter«, 1/1964, S. 123-132

1/2014: Apartheid am Ende

Vor 20 Jahren, kurz vor Beginn der Präsidentschaft Nelson Mandelas, bilanzierte der Verfassungsrechtler Norman Paech die schwierige Übergangsperiode in Südafrika.

Norman Paech
Apartheid am Ende. Die Kempton-Park-Verfassung für Südafrika
in: „Blätter“, 1/1994, S. 77-83

12/2013: Der versagende Hegemon

Am 2. Dezember feiert Karl D. Bredthauer, langjähriger Redakteur und Chefredakteur der »Blätter« seinen 70. Geburtstag, zu dem wir ganz herzlich gratulieren. Aus gegebenem Anlass, dem anhaltenden NSA-Skandal, erinnern wir an seine Warnung zu Hochzeiten des Irakkrieges vor zehn Jahren.

Karl D. Bredthauer
Der versagende Hegemon
in: »Blätter«, 9/2003, S. 1031-1034

11/2013: Erweiterte Sicherheit und militärische Entgrenzung

Im November feiert die Vorsitzende des »Blätter«-Fördervereins, die Friedensforscherin Corinna Hauswedell, ihren 60. Geburtstag, zu dem wir ganz herzlich gratulieren. Bald ein Vierteljahrhundert nach Ende des Kalten Krieges erinnern wir an ihre Bilanzierung des außenpolitischen Paradigmenwechsels seit dem 9. November 1989.

Corinna Hauswedell
Erweiterte Sicherheit und militärische Entgrenzung
in: „Blätter“, 6/2006, S. 723-732

10/2013: »Europa braucht einen magnetischen Kern«

Vor zehn Jahren, nach dem Beginn des Irakkriegs, befand sich das transatlantische Verhältnis in einer hoch angespannten Lage. Karl Lamers, MdB der CDU und Erfinder der Kerneuropa-Idee, entwickelte im Gespräch mit den »Blättern« hellsichtige Gedanken über die Zukunft Europas und der US-amerikanischen Hegemonialmacht.

Karl Lamers
»Europa braucht einen magnetischen Kern«
in: „Blätter“, 10/2003, S. 1197-1208

9/2013: Wozu noch Gewerkschaften?

Am 13. September begeht unser langjähriger Herausgeber Detlef Hensche seinen 75. Geburtstag. Wir bedanken uns ganz herzlich für seinen großen Einsatz für das gemeinsame Projekt und dokumentieren einen von vielen starken Texten aus seiner Feder. Vor exakt zehn Jahren, auf dem Höhepunkt der Agenda-Agitation, fragte der damalige Vorsitzende der IG Medien: Wozu noch Gewerkschaften?

Detlef Hensche
Wozu noch Gewerkschaften?
in: „Blätter“, 8/2003, S. 903-906

8/2013: Der Streit um die Beutekunst

Mitte Juni eröffnete Angela Merkel mit Wladimir Putin in St. Petersburg die Ausstellung »Bronzezeit – Europa ohne Grenzen«. Zuvor traten die divergierenden Rechtsverständnisse um die »Beutkunst« beider Seiten wieder einmal offen zutage. Den Streit darüber analysierte bereits vor fast 20 Jahren der »Blätter«-Mitherausgeber Gerhard Stuby (, in: »Blätter«, 5/1995, S. 528-532).

Gerhard Stuby
Lucas Cranach und der 8. Mai
in: „Blätter“, 5/1995, S. 528-532

7/2013: Nach Kennedys Besuch

Fast auf den Tag 50 Jahre vor dem Besuch Barack Obamas unternahm sein Vorgänger John F. Kennedy seine legendäre Deutschland-Reise. Seine dort propagierte neue Idee einer „atlantischen Partnerschaft“ analysierte „Blätter“-Redakteur Johannes Weidenfeld.

Johannes Weidenheim
Nach Kennedys Besuch
in: „Blätter“, 7/1963, S. 503-512

6/2013: Katholische Kirche und Nationalsozialismus

Vor 50 Jahre ereignete sich der größte Theaterskandal der Bundesrepublik, die Urauf- führung des »Stellvertreters« von Rolf Hochhuth. Dessen Kernthese, die Verstrickung des Papstes in den Nationalsozialismus, analysierte hintergründig der Soziologe und Politikwissenschaftler Arno Klönne.

Arno Klönne
Katholische Kirche und Nationalsozialismus 

Teil I, in: „Blätter“, 6/1963, S. 442-446 
Teil II, in: „Blätter“, 8/1963, S. 618-623

5/2013: Die neue Weltkarte des Pentagon

Die ganze Hybris der neokonservativen Weltmachtsphantasien zeigte »Die neue Weltkarte des Pentagon. Mit einer Liste künftiger Konfliktherde und Interventionspunkte« von Thomas Barnett, Professor am U.S. Naval War College und Berater von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld

Thomas Barnett
Die neue Weltkarte des Pentagon. Mit einer Liste künftiger Konfliktherde und Interventionspunkte

in: „Blätter“, 5/2003, S. 554-564

4/2013: Ursachen, Charakter, Wirkungen des Nationalsozialismus

Während die Medien zwei Generationen nach Ende des Zweiten Weltkrieges ein TV-Epos wie »Unsere Mütter, unsere Väter« zum historischen Ereignis hochjubeln, war die Debatte vor 50 Jahren schon erheblich weiter: In den »Blättern« analysierte der bekannte Politikwissenschaftler Ossip K. Flechtheim »Ursachen, Charakter, Wirkungen des Nationalsozialismus«.

Ossip K. Flechtheim
Ursachen, Charakter, Wirkungen des Nationalsozialismus

in: „Blätter“, 4/1963, S. 282-287 und 5/1963, S. 276-283

3/2013: Dr. Achim von Borries

Am 14. Januar 2013 starb im Alter von 85 Jahren Dr. Achim von Borries. Er war von 1959 bis 1965 Mitglied der „Blätter“-Redaktion und wird uns stets als sensibler Humanist und kluger, skeptischer Beobachter der Zeitläufte in Erinnerung bleiben. Aus Anlass seines Todes dokumentieren wir seine Bilanz der Ära Adenauer.

Achim von Borries
Konkurs in Raten 

in: „Blätter“, 5/1963, S. 343-350

2/2013: Die Fiktion des Fundamentalismus

Bereits vor 20 Jahren analysierte Volker Perthes, damals wissenschaftlicher Mitarbeiter der „Stiftung Wissenschaft und Politik“ und heute deren Direktor, die Ursachen der islamistischen Erfolgsgeschichte wie ihre konservative wirtschaftspolitische Orientierung und prophezeite die notwendige Konfrontation mit den demokratischen Bewegungen

Volker Perthes
Die Fiktion des Fundamentalismus
Von der Normalität islamistischer Bewegungen
in: „Blätter“, 2/1993, S. 188-200

1/2013: Pressefreiheit und Landesverrat

In der Januar- und Februar-Ausgabe 1963 analysierte der Rechtsprofessor und spätere Bundesinnenminister Werner Maihofer (FDP) die „Spiegel“- Affäre vor dem Hintergrund des langen Kampfes um die Pressefreiheit und ihrer immer wiederkehrenden Gefährdungen

Werner Maihofer
Pressefreiheit und Landesverrat 

Teil I, „Blätter“, 1/1953, S. 26-34 
Teil II, „Blätter“, 2/1953, S. 107-112

12/2012: Die »Spiegel«-Affäre als große Zäsur

Mit der »Spiegel«-Affäre als der großen Zäsur der frühen Bundesrepublik in Richtung »Mehr Demokratie« und mit ihren Auswirkungen auf die Bonner Politik beschäftigten sich die »Blätter«-Redakteure

Johannes Weidenheim
»Spiegel«-Diskussion – erst am Anfang

in: »Blätter« 12/1962, S. 884f.

und Achim von Borries
Koalition – Konzeption – Generaldebatte 

ebd., S. 889-899

11/2012: Der Sieg völkisch-nationales Denkens

Vor dem Hintergrund der NSU-Mordserie und dem eklatanten Versagen der Verfassungsschützer erinnert der Beitrag des langjährigen »Blätter«- Redakteurs Arthur Heinrich daran, wie vor 20 Jahren völkisch-nationales Denken mit der faktischen Abschaffung des liberalen Asylrechts einen Sieg errang.

Arthur Heinrich
Wieder in Deutschland

in: »Blätter«, 11/1992, S. 1287-1290

10/2012: Geistiger Wegbereiter

Im Oktober 2002 spitzte sich die US-amerikanische Vorbereitung des Irak-Krieges immer mehr zu. Geistiger Wegbereiter war der Neokonservative Robert Kagan. Dessen provokativer Aufsatz „Macht und Schwäche. Was die Vereinigten Staaten und Europa auseinandertreibt“ löste eine breite Debatte aus.

Robert Kagan
Macht und Schwäche
Was die Vereinigten Staaten und Europa auseinandertreibt“

in: „Blätter“, 10/2002, S. 1194-1206

9/2012: Europa hat schon begonnen

Schon vor 50 Jahren, kurz nach dem Mauerbau und der Teilung des Kontinents, setzte eine intensive Debatte um Ziel und Zukunft der europäischen Gemeinschaft ein. Mit dieser Frage beschäftigt sich der Beitrag des Historikers, Publizisten und Friedensaktivisten Klaus Ehrler.

Klaus Ehrler
Europa hat schon begonnen
in: „Blätter“, 9/1962, S. 660-670

8/2012: Ein unermüdlicher Kritiker

Am 20. Juni starb im Alter von 69 Jahren der Journalist und „Blätter“-Autor Rolf Uesseler. Er wird uns stets als ausgezeichneter Kenner seiner Wahlheimat Italien (zuletzt: Berlusconi – Einer wie alle, in: „Blätter“, 4/2011), wie als unermüdlicher Kritiker zunehmender Entdemokratisierung und Militarisierung der Gesellschaft in Erinnerung bleiben.

Rolf Uesseler
Weißbuch 2006: Interessenpolitik weißgewaschen
in: „Blätter“, 12/2006, S. 1423-1426

7/2012: Unerwartete Gegenmacht

Dass man schon vor zehn Jahren genau wissen konnte, dass der real existierende Finanzkapitalismus auf betrügerische Exzesse wie den Facebook-Börsengang hinausläuft, belegt der Beitrag von William Pfaff aus dem Jahr 2002.

William Pfaff
Unerwartete Gegenmacht
In: „Blätter“, 7/2002, S. 799f.

6/2012: Im Zeichen des Nihilismus

Vor 50 Jahren analysierte der NS-Widerstandskämpfer und Schriftsteller Heinz Abosch (1918-1997) die Forderung der Konservativen nach pragmatischem, ideologiefreiem Denken und legte das dahinter steckende tief ideologische, restaurative Bedürfnis nach einem Ende des Rationalismus frei.

Heinz Abosch
Im Zeichen des Nihilismus
In: „Blätter“, 6/1962, S. 455-462

5/2012: Zur Wiederbeatmung der SPD

Am 21. April starb im Alter von 68 Jahren der bundesweit bekannte Kölner Kabarettist Heinrich Pachl. Weit weniger bekannt ist, dass er auch als Kolumnist der „Blätter“ tätig war. Wir erinnern an Heinrich Pachl mit seinem literarischen Schmankerl „Genosse Amtswalter“ – zur Wiederbeatmung der SPD – und sprechen allen Hinterbliebenen unser aufrichtiges Beileid aus.

Heinrich Pachl
Genosse Amtswalter

In: „Blätter“, 7/1993, S. 791

4/2012: Volk ohne Traum

Vor zwanzig Jahren analysierte der damalige Präsident des westdeut- schen PEN-Clubs, der Schriftsteller Gert Heidenreich, den Versuch der Konservativen, mit Hilfe der Stasi-Akten die kritische westdeutsche Intelligenz der 60er und 70er Jahre systematisch zu diskreditieren.

Gert Heidenreich
Volk ohne Traum

In: "Blätter" 4/1992, S. 436-443

3/2012: „Es ist an der Zeit, dass einer aufsteht und nein sagt“

Passend zur Wahl Joachim Gaucks erinnern wir an die Dresdner Rede von Günter Gaus aus dem Jahre 1992, in der der „Blätter“-Mitherausgeber für kritische Zeitgenossenschaft gegenüber Vergangenheit und vor allem Gegenwart plädiert: „Es ist an der Zeit, dass einer aufsteht und nein sagt“.

Günter Gaus
„Es ist an der Zeit, daß einer aufsteht und nein sagt"

In: "Blätter" 3/1992, S. 289-301

2/2012: 40 Jahre Radikalenerlass

Vor 40 Jahren, am 28. Januar 1972, wurden die "Grundsätze zur Frage der verfassungsfeindlichen Kräfte im öffentlichen Dienst" erlassen, die sehr bald nur noch unter dem Namen Radikalenerlass firmierten und vor allem gegen Mitglieder der neugegründeten Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) gerichtet waren. "Blätter"-Mitherausgeber Gerhard Stuby, Professor em. für Rechtswissenschaften an der Universität Bremen, setzte sich damit in seinem ersten Aufsatz  für die "Blätter" auseinander.

Gerhard Stuby
Stehen wir vor einem neuen Sozialistengesetz?

In: "Blätter" 1/1972, S. 59-76

1/2012: Die Entdeckung der "Neuen Welt"

Vor 20 Jahren setzten sich die „Blätter“ in ihrer Januarausgabe anlässlich der 500. Wiederkehr der Entdeckung der „Neuen Welt“ mit der Zukunft des globalen Südens auseinander, u.a. mit Beiträgen von Eduardo Galeano, Noam Chomsky, Heinz Dieterich, Dorothee Sölle und William Reuben Soto.

Eduardo Galeano, Noam Chomsky, Heinz Dieterich, Dorothee Sölle und William Reuben Soto
Die Entdeckung der "Neuen Welt" (zip-Datei)
„Blätter“, 1/1992

12/2011: Die formierte Gesellschaft

Angesichts der Merkelschen Neuformierung der CDU erinnern wir an die großen Texte zur „Formierten Gesellschaft“ des bekannten Linksintellektuellen Reinhard Opitz, der 1986 im Alter von nur 51 Jahren gestorben ist.

Reinhard Opitz
Der große Plan der CDU

„Blätter“, 9/1965

und: Elf Feststellungen zur Formierten Gesellschaft
„Blätter“, 3/1966

top