Zurückgeblättert | Blätter für deutsche und internationale Politik

LoginWarenkorb

Zurückgeblättert

7/2010: Die Brandtsche Entspannungspolitik

Zehn Jahre nach der Wiedervereinigung führte „Blätter“-Mitherausgeber Günter Gaus ein großes Gespräch mit Egon Bahr über die Brandtsche Entspannungspolitik und ihre Folgen – sowie ihre unabgegoltenen Forderungen, bis in die Gegenwart der „pax americana“ („Blätter“, 7/2000, S. 791-802).

„Laßt uns so tun, als seien wir souverän“
Über die Politik der Ostverträge
Egon Bahr und Günter Gaus im Gespräch

Ausgabe 7/2000 – Seite 791-802

6/2010: Lafontaine: Der Herausforderer

Exakt vor 20 Jahren, in den Juni-„Blättern“ 1990, erschien ebenfalls ein pointiertes Portrait von Oskar Lafontaine auf seinem Weg zur Bundestagswahl: Heinz Thüer, Der Herausforderer. Ein Portrait des Kandidaten Lafontaine, S. 687-692.

Der Herausforderer
Ein Portrait des Kandidaten Lafontaine
Heinz Thuer

Ausgabe 6/1990 – Seite 687-692

5/2010: Das Ende der DDR

Am 3. Oktober 1990 endete die DDR; bereits in der Mai-Ausgabe desselben Jahres fragten die „Blätter“, was von ihr bleiben werde. Darauf gaben bis heute beeindruckende Antworten Bärbel Bohley, Gerd und Ulrike Poppe, Jens Reich, Wolfgang Ullmann, Konrad Weiß und Rosemarie Will (siehe „Blätter“ 5/1990).

Was von der DDR bleiben wird
Beiträge von Bärbel Bohley, Gerd Poppe, Ulrike Poppe, Jens Reich, Wolfgang Ulimann, Konrad Weiß und Rosemarie Will

Ausgabe 5/1990 – Seite 541-561

4/2010: "Die Grünen" nach Saarbrücken

Angesichts der grassierenden schwarz-grünen Spekulationen empfehlen wir den Blick zurück auf die heiß umkämpfte Gründungsphase der Grünen vor und nach ihrem ersten Parteitag: Reinhold Billstein, „Die Grünen“ nach Saarbrücken, in: „Blätter“ 4/1980.

"Die Grünen" nach Saarbrücken
Reinhold Billstein

Ausgabe 4/1980 – Seite 391-396

3/2010: Brief von Hermann Hesse

Ausnahmsweise in „Zurückgeblättert“ diesmal keinen Hinweis auf einen Artikel, sondern auf einen Brief an die „Blätter“, geschrieben im März 1960 von dem 82jährigen Dichter und Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse.

Brief von Hermann Hesse
Hermann Hesse

Ausgabe 3/1960 – Seite 319

2/2010: Der Schriftsteller, Ökologe und Friedenskämpfer Hans Henny Jahn

Aus Anlass des unlängst begangenen Todestages des weit vorausschauenden Schriftstellers, Ökologen und Friedenskämpfers Hans Henny Jahn erinnern wir an dessen große Beiträge in den „Blättern“: Der Mensch im veränderten Weltbild (12/1957); Zwölf  Jahre Warnungen vor der Atombombe (5/1958); Haben wir das neue Weltbild im Geiste bewältigt? (9/1958) und der Mensch im Atomzeitalter (12/1959).

Der Mensch im veränderten Weltbild
Hans Henny Jahn

Ausgabe 12/1957  - Seite 475 bis 479

Zwölf  Jahre Warnungen vor der Atombombe
Hans Henny Jahn

Ausgabe 5/1958 – Seite 353 bis 357

Haben wir das neue Weltbild im Geiste bewältigt?
Hans Henny Jahn

Ausgabe 9/1958 – Seite 699 bis 708

Der Mensch im Atomzeitalter
Hans Henny Jahn

Ausgabe 12/1959 – Seite 1046 bis 1048

1/2010: Unser Mitherausgeber Jörg Huffschmid

Anlässlich des Todes unseres langjährigen Mitherausgebers Jörg Huffschmid erinnern wir – stellvertretend für seine zahlreichen „Blätter“-Analysen – an den Aufsatz über „Die neoliberale Deformation Europas“ („Blätter“, 3/2007) und den Finanzcrash-Kommentar über „Die Rückkehr des Staates“ („Blätter“, 11/2008).

Die neoliberale Deformation Europas
Zum 50. Jahrestag der Verträge von Rom
Jörg Huffschmid

Ausgabe 3/2007 – Seite 307 bis 319

Die Rückkehr des Staates
Jörg Huffschmid

Ausgabe 11/2008 – Seite 8 bis 12

12/2009: Abkehr vom Kalten Krieg

Vor 50 Jahren forderte Robert Scholl, der Vater der Geschwister Scholl und langjährige Mitherausgeber der „Blätter“, eine „Abkehr vom Kalten Krieg“ – ein Gedanke, der später durch die Brandtsche Ostpolitik verwirklicht werden sollte („Blätter“, 12/1959, S. 1011-1015).

Abkehr vom Kalten Krieg
Robert Scholl

Ausgabe 12/1959 – Seite 1011 bis 1015

11/2009: Ein Deutschland, das Nein sagen kann

Aus Anlass des 80. Geburtstags von Günter Gaus, des 2004 verstorbenen großen Publizisten, Politikers und langjährigen Herausgebers der „Blätter“, erinnern wir dieses Mal an das „Blätter“-Gespräch mit Egon Bahr vom November 1999 über „Ein Deutschland, das Nein sagen kann“, welches Günter Gaus zu dessen 70. Geburtstag gewidmet war.

Ein Deutschland, das Nein sagen kann
„Blätter“-Gespräch mit Egon Bahr

Ausgabe 9/1999 – Seite 1311 bis 1323

10/2009: Fünf Möglichkeiten, die Geschichte der Bundesrepublik zu erzählen

Bereits vor zehn Jahren analysierte der Historiker Axel Schildt „Fünf Möglichkeiten, die Geschichte der Bundesrepublik zu erzählen“: als Erfolgs-, Misserfolgs-, Modernisierungs-, Belastungs- und Verwestlichungsgeschichte (in: „Blätter“ 10/1999, S. 1234-1244).

Fünf Möglichkeiten, die Geschichte der Bundesrepublik zu erzählen
Axel Schildt

Ausgabe 10/1999 – Seite 1234 bis 1244

9/2009: Die Krisenanfälligkeit des westdeutschen Konsumkapitalismus

Dieses Mal verweisen wir auf den hellsichtigen Artikel von Achim von Borries, „Zehn Jahre Provisorium und sein Preis“, aus dem Septmeber-Heft 1959, der die Krisenanfälligkeit des westdeutschen Konsumkapitalismus (das „eigentliche Grundgesetz der Bundesrepublik“) diagnostiziert – und eine neue Entspannungspolitik gegenüber DDR und Sowjetunion fordert, die zehn Jahre später Wirklichkeit werden sollte.

Zehn Jahre Provisorium und sein Preis
Achim von Borries

Ausgabe 9/1959 – Seite 725 bis 730

8/2009: Vierzig Jahre Politische Wissenschaft

Intellektuelles Studentenfutter für den Bildungsstreik: Vor zehn Jahren verfasste Ekkehart Krippendorff vor dem Hintergrund seiner vierzigjährigen Erfahrung eine Bilanz der deutschen Politikwissenschaft – und diagnostiziert die „Mitverantwortung der Wissenschaft für die fatale Zuschauermentalität in Studium und Lehre“.

Unzufrieden
Vierzig Jahre Politische Wissenschaft
Ekkehart Krippendorff

Ausgabe 8/1999 – Seite 991 bis 1001

7/2009: Viel bewegt – auch viel erreicht?

Zweimal „zurück“ ins Juli-Heft des Jahres 1989 aus aktuell gebliebenem Anlass: Unter dem Pseudonym Guan Jian analysiert ein chinesischer Dissident die Lage in China angesichts der brutal niedergeschlagenen Protestbewegung. Und im vierzigsten Jahr des Bestehens der Bundesrepublik macht sich Birgit Meyer kritische Gedanken zur Lage der Frauen: Viel bewegt – auch viel erreicht?
Ausgabe: 07/1989

Das Scheitern einer Reform ohne Demokratie
Hintergründe der chinesischen Protestbewegung
Guan Jian

Ausgabe 7/1989 – Seite 812 bis 824

Viel bewegt - auch viel erreicht?
Frauengeschichte und Frauenbewegung in der Bundesrepublik
Birgit Meyer

Ausgabe 7/1989 – Seite 832 bis 842

6/2009: Europäische Identität und universalistisches Handeln

Anlässlich der Europawahlen am 6. Juni und des 80. Geburtstags von Jürgen Habermas weisen wir auf dessen große Europa-Artikel in den „Blättern“ hin: Der europäische Nationalstaat unter dem Druck der Globalisierung (4/1999), Europäische Identität und universalistisches Handeln (7/2003), die Bewährung Europas (12/2006) sowie Europa: Vision und Votum (5/2007).

Der europäische Nationalstaat unter dem Druck der Globalisierung
Jürgen Habermas

Ausgabe 4/1999 – Seite 425 bis 436

Europäische Identität und universalistisches Handeln
Jürgen Habermas

Ausgabe 7/2003 – Seite 801 bis 806

Die Bewährung Europas
Jürgen Habermas

Ausgabe 12/2006 – Seite 1453 bis 1456

Europa: Vision und Votum
Jürgen Habermas

Ausgabe 5/2007 – Seite 517 bis 520

5/2009: Dreißig Jahre Bundesrepublik

Vor 30 Jahren zog Martin Niemöller in den „Blättern“ eine friedenspolitische und mit Blick auf die frühen Jahre der Naziherrschaft zugleich aufwühlend selbstkritische Bilanz der ersten „Dreißig Jahre Bundesrepublik“.
(„Blätter“, 1/1979, S. 13-26.)

Dreißig Jahre Bundesrepublik
Martin Niemöller

Ausgabe 1/1979 – Seite 13 bis 26

4/2009: Zehn Jahre Nato – zehn Jahre Unsicherheit

Eine kritische Bilanz des damals noch jungen westlichen Militärbündnisses zogen die „Blätter“ vor 50 Jahren: Zehn Jahr Nato, zehn Jahre Unsicherheit, von Major a.D. Hans-Moritz von Frankenberg und Proschlitz, in: „Blätter“, 4/1959, S.318-324.

Zehn Jahre Nato - zehn Jahre Unsicherheit
Major a.D. Hans-Moritz von Frankenberg und Proschlitz

Ausgabe 4/1959 – Seite 318 bis 324

3/2009: Das Land der Sieger

Sowohl angesichts der kommenden Jubiläumsfeiern als auch aufgrund des infamen „literarischen Vatermords“ (Die Welt, 17.2.2009) an unserem Mitherausgeber Walter Jens, erinnern wir an dessen großen Beitrag zum 40. Jubiläum der Bundesrepublik „Das Land der Sieger“, in „Blätter“, 2/89, S. 156-170.

Das Land der Sieger
Walter Jens

Ausgabe 2/1989 – Seite 156 bis 170

1/2009: Europa gegen die Bombe

Die atomare Abrüstung der 80er Jahre hatte einen langen Vorlauf: Vor 50 Jahren bilanzierte Hans Magnus Enzensberger in den „Blättern“ den Stand der Abrüstungsbemühungen europäischer Intellektueller, von Günter Anders bis Lord Russell, auf dem Ersten Europäischen Kongress gegen Atomrüstung (vgl. Europa gegen die Bombe, in: „Blätter“, 1/1959).

Europa gegen die Bombe
Hans Magnus Enzensberger

Ausgabe 1/1959 – Seite 119 bis 121

1/2009: Der Studentenkongreß gegen Atomrüstung in Berlin

In der Januar-Ausgabe 1959 findet sich ein Bericht der 24jährigen Ulrike Meinhof über den Anti-Atomkongress in Berlin, bei dem die angehende Journalistin und spätere RAF-Terroristin durch ihren rhetorischen Schlagabtausch mit dem damaligen Bundestagsabgeordneten und SPD-Hoffnungsträger Helmut Schmidt („Schnauze“) erstmals bundesweit in Erscheinung trat.

Der Studentenkongreß gegen Atomrüstung in Berlin
Ulrike Meinhof

Ausgabe 1/1959 – Seite 57 bis 61

12/2008: Der Publizist Peter Bender

Am 11. Oktober starb der große Publizist und maßgebliche Vordenker der Brandtschen Entspannungspolitik, Peter Bender, im Alter von 85 Jahren. Die „Blätter“ verdanken ihm einige seiner wichtigsten Texte der letzten Jahre. Erinnert sei an dieser Stelle nur an „Imperium als Mission“ („Blätter“, 7/2005) und seine Analysen des Kalten Krieges (10/2005, 4 und 9/2007). Noch wenige Tage vor seinem plötzlichen Tode bat Peter Bender – bis zum Ende unermüdlich politisch denkend – darum, seinen letzten Artikel zum Georgienkrieg („Schildknappe Europa“, 10/2008), zu verbreiten. Sein politischer Scharfsinn wird uns fehlen.

Imperium als Mission
Rom und Amerika im Vergleich
Peter Bender

Ausgabe 7/2005 – Seite 851 bis 863

Die Aufsicht
Die beiden deutschen Staaten und der Kalte Krieg
Peter Bender

Ausgabe 10/2005 – Seite 1213 bis 1220

Die Lektion des Kalten Krieges
Peter Bender

Ausgabe 4/2007 – Seite 452 bis 462

Nähe und Ferne
Das deutsch-amerikanische Verhältnis und die Zukunft des Westens
Peter Bender

Ausgabe 9/2007 – Seite 1072 bis 1078

Schildknappe Europa
Peter Bender

Ausgabe 10/2008 – Seite 64 bis 67

11/2008: Intensive Geschichtsdebatten

Intensive Geschichtsdebatten gab es auch in den „November“-Blättern 1988: Hitler-Biograph Ian Kershaw beschäftigte sich 50 Jahre nach den Judenpogromen vom 9.11.1938 mit der Haltung der deutschen Bevölkerung, und der bekannte Soziologe Todd Gitlin blickt am Ende der Reagan-Ära zurück auf die amerikanischen 68er und ihre Wirkung.

Indifferenz des Gewissens Die deutsche Bevölkerung und die „Reichskristallnacht"
Ian Kershaw

Ausgabe 11/1988 – Seite 1319 bis 1330

Die Gegenreformation ist steckengeblieben
Ein Rückblick auf die amerikanische 68er Revolution am Ende der Reagan-Ära
Todd Gitlin

Ausgabe 11/1988 – Seite 1341 bis 1347

10/2008: Wie aus Mitläufern freie Menschen werden können

Am 26. August 2008 starb, fast 80jährig, der Schriftsteller und Publizist Christian Geissler. Aus diesem Anlass erinnern wir an seinen bemerkenswerten Artikel "Wie aus Mitläufern freie Menschen werden können" ("Blätter", 5/1965, S. 417-426). Darin beschreibt er, wie nach 1945 aus einer "geschlagenen Generation" eine gebrochene wurde - und wie diesem Zustand durch deren Kinder Abhilfe zu schaffen wäre.

Wie aus Mitläufern freie Menschen werden können
von Christian Geißler

Ausgabe 5/1965 - Seite 417 bis 426

9/2008: CSSR-Intervention und die Linke

Die militärische Niederschlagung des "Prager Frühlings" fand auch in den "Blättern" umgehend ihren Niederschlag. Insbesondere drei junge Studenten der FU Berlin (Hartmut Häußermann sowie Niels und Ulf Kadritzke) widersprechen in ihrem Beitrag der Annahme einer tschechoslowakischen "Konterrevolution" (vgl "Blätter", 9/1968; siehe auch den klugen Beitrag von Arno Klönne, CSSR-Intervention und die Linke).

Wer ist hier eigentlich konterrevolutionär?
Hartmut Häußermann, Niels Kadritzke und Ulf Kadritzke

Ausgabe 9/1968 – Seite 897 bis 905

CSSR-Intervention und die Linke
Dr. Arno Klönne

Ausgabe 9/1968 – Seite 906 bis 914

8/2008: Nach 40 Jahren Bundesrepublik

Parallelen allerorten: Auch im Jubliäumsjahr 1988 (20 Jahre '68) eilte der Blick voraus. Klaus Naumann, damals "Blätter"- Redakteur und heute Mitherausgeber, nahm die kommenden Feiern zu "40 Jahren Bundesrepublik" zum Anlass einer Ortsbestimmung - unter dem Leitmotiv der "Selbstanerkennung" (8/1988, S. 915-927, und 9/1988, S. 1046-1060).

Rückblick auf die Zukunft
Nach 40 Jahren Bundesrepublik: Anstöße zur Bewältigung einer ,,Erfolgsgeschichte"
Klaus Naumann

Ausgabe 8/1988 – Seite 915 bis 927

Selbstanerkennung Nach 40 Jahren Bundesrepublik: Anstöße zur
Bewältigung einer ,,Erfolgsgeschichte" (II)
Klaus Naumann

Ausgabe 9/1988 – Seite 1046 bis 1060

7/2008: Der Reaganismus ist ausgereizt

Plötzlich und unerwartet starb am 19. Mai im Alter von 63 Jahren der Amerikanist, Politikwissenschaftler und langjährige Freund und Autor der "Blätter" Frank Unger. Ihm zu Ehren - und aus gegebenem politischen Anlass - dokumentieren wir "Der Reaganismus ist ausgereizt", geschrieben zur US-Präsidentschaftswahl 1988 (4/1988, S. 438-450), sowie einen seiner letzten großen "Blätter"-Artikel: "Freihandelsimperialismus. Von der Pax Britannica zur Pax Americana" (10/2004, S. 1186-1196).

Der Reaganismus ist ausgereizt
Präsidentschaftswahlen '88 und politisches System der USA
Frank Unger

Ausgabe 4/1988 – Seite 438 bis 450

Freihandels-Imperialismus
Von der Pax Britannica zur Pax Americana
Frank Unger

Ausgabe 10/2004 – Seite 1186 bis 1196

6/2008: Der Kampf gegen die atomare Aufrüstung

Während im Jahr 1968 der Kampf gegen die Notstandsgesetze mit deren Verabschiedung am 30. Mai jäh endete, wurde 1958 der Kampf gegen den „Atomtod“ über den Sommer hinweg fortgesetzt – und in den „Blättern“ unterbreitete Hans Magnus Enzensberger „Einige Vorschläge zur Methode des Kampfes gegen die atomare Aufrüstung“ (vgl. 6/1958, S. 410-414).

Einige Vorschläge zur Methode des Kampfes gegen die atomare Aufrüstung
Dr. Hans Magnus Enzensberger

Ausgabe 6/1958 – Seite 410 bis 414

5/2008: Aufbruch in die andere Republik?

Auch im Jahr 1988 diskutierte die Republik unter dem Motto „Was bleibt von 68?“ Das Mai-Heft der „Blätter“ fragte nach dem „Aufbruch in die andere Republik?“ – mit Beiträgen u.a. von Detlev Albers, Frank Deppe, Mechtild Jansen, Hubert Kleinert, Arno Klönne, Klaus Vack, Wolfgang Kraushaar, Claus Leggewie, Anke Martiny, Jürgen Holtmann und Jürgen Seifert.
Aufbruch in die andere Republik?

Kurzschlüsse und Langzeitwirkungen der 68er Bewegung
Ausgabe 5/1988 - Seite 557 bis 593

4/2008: Wahlalternative 1969?

Wie sich die Zeiten ähneln – und doch unterscheiden: Im April 1968 diskutierte die Republik über die Einführung des Mehrheitswahlrechts und die Zukunft der SPD. „Nach guter sozialdemokratischer Tradition folgt auf die Vielfalt der Diskussion die Einheit der Aktion“, postulierte der damalige stellvertretende Parteivorsitzende Helmut Schmidt – mehr dazu in den Artikeln von Wolfgang Abendroth, Horst Heiden und Dietrich Kittner in der April-Ausgabe der "Blätter" von 1968.

Wahlalternative 1969?
Wolfgang Abendroth

Ausgabe 4/1968 – Seite 339 bis 344

Die SPD nach Nürnberg
Horst Heiden

Ausgabe 4/1968 – Seite 322 bis 326
 
Die politische Satire
Genosse Trend (Berlin) spricht
Dietrich Kittner

Ausgabe 4/1968 – Seite 417

3/2008: Die Stunde des nationalen Notstandes

Im März 1958 schlägt die Geburtsstunde der Ostermarschbewegung. Die Bundesrepublik steht im Bann der Debatte um die atomare Bewaffnung der Bundeswehr. Professorin Renate Riemeck, Mitgründerin der Deutschen Friedensunion (DFU) und Mentorin von Ulrike Meinhof, hält „Die Stunde des nationalen Notstands“ für gekommen; und der berühmte Theologie-Professor Hans Iwand analysiert den Protest der evangelischen Kirche (vgl. „Blätter“ 3/1958, S. 149-158 sowie S. 185-187).

Die Stunde des nationalen Notstandes
Prof. Dr. Renate Riemeck
Ausgabe 3/1958 – Seite 149 bis 158

Die evangelische Kirche und der Protest gegen die atomare Bewaffnung
Prof. D. Hans Iwand
Ausgabe 3/1958 – Seite 185 bis 187

2/2008: Romane über die Studentenbewegung

Derweil sich dieser Tage die nostalgischen Rückblicke auf 1968 häufen, erinnern wir an die Anfänge literarischer Aufarbeitung des annus mirabilis. Zum ersten runden Jubiläum im Jahr 1978 diskutierte Jutta Menschik zeitgenössische „Romane über die Studentenbewegung“ – verfasst von Autoren wie Uwe Timm, Gerd Fuchs oder Bernd Gäbler („Blätter“, 3/1978, S. 362-368).

Nach-Lese
Romane über die Studentenbewegung
Jutta Menschik

Ausgabe 3/1978 Seite 362 bis 368

1/2008: Der Entwurf des "Berliner Programms" der CDU

Das turbulente Jahr 1968 beginnt furios – und anhaltend aktuell – in der „Blätter“-Januarnummer: mit Beiträgen zu den Programmdebatten in CDU (Friedhelm Baukloh) und der damals noch jungen NPD (Reinhard Kühnl) sowie zu „Axel Springer als Erzieher der Jugend“ (Ulrich Sander).

Der Entwurf des ,,Berliner Programms" der CDU
Friedhelm Baukloh
Ausgabe 1/1968 – Seite 27 bis 39

Das neue Parteiprogramm der NPD
Einladung zum Verbot

Dr. Reinhard Kühnl
Ausgabe 1/1968 – Seite 18 bis 26

Axel Springer als Erzieher der Jugend
Ulrich Sander
Ausgabe 1/1968 – Seite 61 bis 68

12/2007: Vietnam - immer wieder Vietnam

Im Dezember 1967 näherte sich der Vietnamkrieg der entscheidenden Wende und der Philosoph Günther Anders schrieb in seiner Vietnam-Reihe in den „Blättern“ „Neue Vietnam Glossen“ (12/1967, die Fortsetzung folgte in Heft 7/1968) – sein dritter Beitrag nach seinen „Bemerkungen zu Vietnam“ (6/1967) und nach „Vietnam – immer wieder Vietnam“ (8/1967).

Neue Vietnam-Glossen
Günther Anders

Ausgabe 12/1967 – Seite 1288 bis 1296

Neue Vietnam-Glossen (II)
Günther Anders

Ausgabe 7/1968 – Seite 755 bis 760

Bemerkungen zu Vietnam
Günther Anders

Ausgabe 6/1967 – Seite 593 bis 597

Vietnam - immer wieder Vietnam
Günther Anders

Ausgabe 8/1967 – Seite 794 bis 797

11/2007: Notstand '67 – Neue Perspektiven?

Das Jahr '68 naht – und schon in der November-Ausgabe ‘67 analysiert der Jurist Helmut Ridder, Professor in Gießen und Mitherausgeber der „Blätter“, den Stand der Bewegung gegen die Notstandsgesetze.

Bereits in der Oktober-Ausgabe hatte der junge Jörg Huffschmid, heute selbst „Blätter“-Herausgeber, die Ökonomie des Springer-Konzerns unter die Lupe genommen, der nach den Schüssen auf Rudi Dutschke im Zentrum wütender Proteste der Studenten stehen sollte.

Notstand '67 - Neue Perspektiven?
Prof. Dr. Helmut Ridder

Ausgabe 11/1967 – Seite 1139 bis 1146

Springer - ökonomische Macht und publizistische Gleichschaltung
Zum Problem der Demokratisierung der Presse in der Bundesrepublik
Jörg Huffschmid

Ausgabe 10/1967 – Seite 1019 bis 1035

10/2007: Terroristen, Pharisäer und Nutznießer

Das hochgradig aufgeheizte politische Klima im „Deutschen Herbst“ 1977 vergegenwärtigen die Beiträge von Wolfgang Abendroth, Terroristen, Pharisäer und Nutznießer (10/77, S. 1173-1181), Gerhard Stuby, Abschied vom Bürgertum? (11/77, S. 1309-1335) und Karl D. Bredthauer, Antideutsche Welle? Wie das Ausland die Bundesrepublik sieht (11/77, S. 1294-1302).

Terroristen, Pharisäer und Nutznießer
Überlegungen zur Entführung des BDIIBDA-Präsidenten Hanns-Martin Schleyer
Wolfgang Abendroth

Ausgabe 10/1977 – Seite 1173 bis 1181

Abschied vom Bürgertum
Ist der Rechtstrend in der Bundesrepublik noch reversibel?
Gerhard Stuby

Ausgabe 11/1977 – Seite 1309 bis 1335

Antideutsche Welle?
Wie das Ausland die Bundesrepublik sieht
Karl D. Bredthauer

Ausgabe 11/1977 – Seite 1294 bis 1302

9/2007: Die Welt von morgen

Diesmal ein in vielerlei Hinsicht verblüffendes Fundstück aus Heft 9/1967: Igor Bestushew-Lada, der renommierteste Futurologe der UdSSR, entwirft darin seine Vision der "Welt von morgen". Man kann schon staunen, wie viel davon Wirklichkeit geworden ist.

Die Welt von morgen
Wie stellt sie sich der sowjetische Wissenschaftler vor?
Prof. Dr. Igor Bestushew

Ausgabe 9/1967 - Seite 901 bis 908

8/2007: Scientology Gewerbebetrieb oder Verfassungsfeind?

Passend zur aktuellen "Cruise-Stauffenberg-Debatte" empfehlen wir diesmal einen Blick in die August-"Blätter" vor zehn Jahren, nämlich den erhellenden Beitrag von "Blätter"-Mitherausgeber Claus Leggewie und Alexandra Lagalée: Scientology -- Gewerbebetrieb oder Verfassungsfeind? („Blätter“ 8/1997, S. 979-989).

Scientology Gewerbebetrieb oder Verfassungsfeind?
Claus Leggewie und Alexandra Lagalée

Ausgabe 8/1997 - Seite 979 bis 989

7/2007: Wenn Wohl-Täter stiften gehen

Anlässlich des soeben feierlich begangenen „Zahlungsendes“ der Zwangsarbeiterentschädigung empfehlen wir den Beitrag von Karl D. Bredthauer „Wenn Wohltäter stiften gehen“ ( „Blätter“ 6/2000, S.674-686) sowie die Dokumentation des „Blätter-Demokratiepreises“ des Jahres 2000, der an den „Bundesverband Information und Beratung für NS-Verfolgte“ ging (vgl. „Blätter“ 7/2000).

Wenn Wohl-Täter stiften gehen
Die beiden Wahrheiten über die Bundesstiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft
Karl D. Bredthauer

Ausgabe 6/2000 - Seite 674 bis 686

Dem zynisch werdenden Politikbetrieb zum Trotz
»Blätter«-Demokratiepreis

Ausgabe 7/2000 - Seite 813 bis 814

6/ 2007: Sicherheitspolitik im Entspannungsprozeß

In der Juniausgabe 1977 (S. 697-701) analysiert Wolf Graf Baudissin (1907-1994), mit seinen Konzepten der „Inneren Führung“ und des „Staatsbürgers in Uniform“ die eigentliche schöpferische gestalt beim Aufbau der Bundeswehr, die Sicherheitspolitik im Ost-West-Entspannungsprozess. In heute wieder brandaktueller Weise plädiert er für Koexistenz und Kriegsverhütung statt Eskalation.

Sicherheitspolitik im Entspannungsprozeß
Partnerschaft trotz Antagonismus
Wolf Graf v. Baudissin

Ausgabe 6/1977 - Seite 697 bis 701

4/2007: Bürgerliche Mitte oder konservative Rechtspartei?

Nachdem am 1. Dezember 1966 die erste Große Koalition zustande gekommen war, beschäftigten sich die „Blätter“ im Frühjahr 1967 in einer Reihe von Artikeln mit der neuen Lage. Im Märzheft analysierte der Professor für Geschichte Karl Otmar Freiherr von Aretin Tradition und gegenwärtigen Zustand der Union. Er zeichnet nach, wie ihr langjähriges Erfolgskonzept, das Aufsaugen der rechten Splitterparteien mit Hilfe eines aggressiven Antikommunismus, durch den Aufstieg der NPD ein Ende fand. Was folgte, war die Konkurrenz mit der SPD um die Wähler der Mitte und schließlich die Große Koalition.

Bürgerliche Mitte oder konservative Rechtspartei?
Der Strukturwandel innerhalb der Christlich-Demokratischen Union
Prof. Dr. Karl Otmar Frhr. V. Aretin

Ausgabe 3/1967 - Seite 252 bis 258

3/2007: Zum Atomwaffen-Sperrvertrag

Die Fundsache des Monats stammt aus dem März 1967 und wirkt noch immer hochaktuell: Die beiden Beiträge von Eckart Heimendahl (Zum Atomwaffen-Sperrvertrag, S. 219-225) und von Horst Heiden (Was stört Bonn am Sperrvertrag? S. 226-233) beschäftigen sich mit der Atomdebatte der 60er-Jahre. Sie zeigen auf, wie sich die Bundesregierung mit Händen und Füßen gegen den Atomwaffensperrvertrag zur Whe setzte – eine erstaunliche Parallele zur aktuellen globalen Auseinandersetzung um die nukleare Nichtweiterverbreitung, die Motive der politischen Akteure und um ihre Legitimität.
 
Zum Atomwaffen-Sperrvertrag
Eckart Heimendahl

Ausgabe 3/1967 - Seite 219 bis 225

Was stört Bonn am Sperrvertrag?
Horst Heiden

Ausgabe 3/1967 - Seite 226 bis 233

11/2006: Probleme des Atomzeitalters

Die Fundsache des Jubiläumsmonats ist, dem Anlass entsprechend, unsere erste Ausgabe vom 25. November 1956. Jeder Leser mit Internetzugang kann sich die einzelnen Seiten als pdf oder die komplette Ausgabe in einer komprimierten zip-Datei herunterladen.
In seinem Artikel „Probleme des Atomzeitalters“ zitiert Dr. Hanfried Lenz „Politiker von Rang und Namen“ wie folgt: „Man sollte endlich und mindestens erst einmal die Fortsetzung der Versuche mit Kernwaffen einstellen“ (S. 22). Das Beispiel Nordkorea und die Nichtabrüstung des „Clubs der Etablierten“ belegen die Aktualität dieser Forderung – und dass sich die nukleare Weltordnung in den vergangenen 50 Jahren keineswegs grundlegend verbessert hat.

Probleme des Atomzeitalters
Dr. Hanfried Lenz

Ausgabe 1/1956 - Seite 21 bis 23

top