Ausgabe Januar 2000

Chronik des Zeitgeschehens

Chronik des Monats November 1999

1.-2.11. – N a h e r O s t e n. Der amerikanische Präsident Clinton trifft in Oslo mit dem israelischen Regierungschef Barak und Palästinenserpräsident Arafat zusammen. Bei den als „inoffizell“ bezeichneten Gesprächen, geht es um den Fortgang des Friedensprozesses im Nahen Osten. Clinton, Barak und Arafat nehmen am 2.11.

Kommentare

Kohl-Finsternis

Was für eine Farce! Keine drei Wochen war es her, daß sich der Altbundeskanzler und CDU-Ehrenvorsitzende Helmut Kohl aus Anlaß der zehnjährigen Wiederkehr des 9. November 1989 als nationales Denkmal und Weltenlenker inszeniert hatte. Es jagten sich die Ehrungen im In- und Ausland.

Nordirland wagt den Sprung

Es herrscht eine ganz normale vorweihnachtliche Einkaufsstimmung in der City von Belfast an diesem Wochenende nach dem 1.Dezember 1999, wie in vielen anderen Metropolen auch – etwas entspannter vielleicht.

Lehren aus Seattle

Am Ende gab es keinen Konsens für den Start der neunten multilateralen Verhandlungsrunde. Minister der 135 Mitglieder der Welthandelsorganisation (WTO) rangen Anfang Dezember in Seattle bis zuletzt vergeblich um eine Agenda für Handelsgespräche. Weitere Gespräche sind für das kommende Jahr in Genf angesetzt.

Torgauer Gedenken

"Dem unbekannten Deserteur" widmeten Kriegsdienstverweigerer das Denkmal, das sie 1986 in Bremen aufstellten. Unschwer zu bemerken: Es war die Zeit der Friedensbewegung, und dieses Denkmal war wohl das erste seiner Art in der Bundesrepublik.

Analysen und Alternativen

Holzmann zum Beispiel: Das einträgliche Versagen der Banken

Nach den politischen Debakeln des ersten Kanzlerjahres kam die tiefe Krise des wichtigsten deutschen Baukonzerns gerade recht, um das Image Gerhard Schröders durch einen polit-ökonomischen Husarenritt aufzupolieren. Mit 250 Mio. Mark aus der Staatskasse schlug der flugs nach Frankfurt am Main eilende Bundeskanzler den Widerstand der zögernden Banken nieder.

Panamas Aufbruch

Für Panama ist kein Ende der Geschichte in Sicht. Im Gegenteil: Am 31. Dezember 1999, 12 Uhr mittags Ortszeit, beginnt die eigene Geschichte erst so richtig.

Dauerbrenner Rassismus.

Das DVU-Ergebnis bei der Landtagswahl in Brandenburg vom 5. September 1999 rief, wie bereits eingeübt, zeitweilige öffentliche Bestürzung über das rechtsextreme Potential hervor, das einmal mehr insbesondere bei jungen Wählerinnen und Wählern in Ostdeutschland zutage getreten war.

Wirtschaftsinformation

Dokumente zum Zeitgeschehen