Ausgabe August 2001

Regionalkonflikt unter Atommächten

Der Streit um Kaschmir

Der Kosovo-Konflikt scheint im Sinne der "internationalen Staatengemeinschaft" vorläufig beigelegt zu sein. Um eine politische Lösung des Nahost-Konflikts wird nach wie vor gerungen; zwar gibt es gewaltsame Auseinandersetzungen, die nahezu täglich Opfer fordern, aber die Parteien reden wenigstens ab und an miteinander, wenn auch auf internationalen Druck hin. Die Konflikte in Transkaukasien und in Südasien sind von einem solchen Stadium noch weit entfernt. Hier liegen, das läßt sich wohl ohne Übetreibung sagen, die Hauptkonflikffelder des 21. Jahrhunderts. Und insbesondere Kaschmir, um das die Atommächte Indien und Pakistan streiten, wird die Welt noch eine geraume Weile beschäftigen. Was macht eigentlich das Großfürstentum Kaschmir, vor fast 400 Jahren vom Mogulkaiser Jahangir als "Paradies auf Erden" gepriesen, in unserer Zeit so begehrenswert? Neben dem Hinweis auf bedeutende Bodenschätze (Steinkohle, Erdöl, Eisenerze, Nickel, Blei, Kupfer, Gold) genügt ein Blick auf die Landkarte, um die herausragende geostrategische Bedeutung Kaschmirs zu erkennen. Das Land grenzt an die VR China, Indien, Afghanistan und Pakistan und ist nur durch einen schmalen Streifen von Kasachstan, einer früheren Sowjetrepublik, getrennt.

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Aktuelle Ausgabe Januar 2020

In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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Ich fühle mich sehr geehrt, die diesjährige „Arthur Miller Freedom to Write Lecture“ des PEN America halten zu dürfen. Hätten Arthur Miller und ich derselben Generation angehört und wäre ich US-Bürgerin gewesen, so wären wir uns wohl bei einer Vorladung vor das Komitee für unamerikanische Umtriebe in die Arme gelaufen.