Ausgabe Februar 2001

Afrika in Schubladen

Afrika ist an den Rand des weltpolitischen Interesses gerückt. Nach dem formalen Ende der Apartheid lassen sich die Skandale leichter verdrängen. Stellvertreterkriege sind von kaum durchschaubaren Kämpfen diverser Kriegsherren um Diamantenfelder abgelöst worden. In dieser Situation versucht ein "Memorandum zur Neubegründung der deutschen Afrikapolitik" eine zweifellos überfällige Debatte zu initiieren. Die sechs Verfasser, die Wert darauf legen, in dem Papier ausschließlich ihre persönliche Meinung wiederzugeben, sind alle an etablierten Institutionen mit der Wissensproduktion zu Afrika beschäftigt. 1) Die positionelle Verortung der Autoren sowie deren erklärte Absicht, politikberatende Wirkung zu erzielen, lassen allerdings vermuten, dass das ohnehin breit gestreute Memorandum im Adressatenkreis nicht unbemerkt bleiben wird.

Erste Reaktionen liegen bereits vor. So widmeten die in einschlägigen Kreisen verbreiteten "entwicklungspolitischen informationen" (12/2000) dem Memorandum eine mit dem Untertitel "Experten schlagen Alarm" versehene ausführliche Zusammenfassung. Einen Überblick zu Kernthesen der Denkschrift präsentierte dessen Mitverfasser Robert Kappel in "E+Z" (12/2000).

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Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europas. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

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