Ausgabe Juli 2010

Vom Klassenkampf zum Korporatismus

Gewerkschaften im Rheinischen Kapitalismus a. D.

Mit Kurswechsel aus der Krise“ überschrieb der gewerkschaftliche Info-Service „Einblick“ einen Bericht über die gesellschaftspolitische Diskussion auf dem DGB-Bundeskongress, der Mitte Mai in Berlin stattfand. Als Aufhänger diente ein programmatischer Beitrag des IG-Metall-Vorsitzenden Berthold Huber, den er kurz zuvor unter dem Titel „Kurswechsel für Deutschland“ als Buch veröffentlicht hatte. In ihm geht es um die Regulierung der Finanzmärkte und die Stärkung des Sozialstaats, in Hubers Worten: um eine Wirtschaftsordnung, die „demokratisch, fair, sozial und ökologisch nachhaltig ist“.[1] Huber spricht vom Kurswechsel, nicht vom Systemwechsel. Sein nachdrückliches Plädoyer für eine Abkehr von den Doktrinen neoliberaler und finanzmarktgetriebener Wirtschaft verbindet sich mit einem gewerkschaftlichen Pragmatismus, der durch Reformen eine „demokratische, ökologische und nachhaltige Wirtschaftsordnung“ anstrebt. Damit formuliert der IGM-Vorsitzende ein Desiderat, das die Diskussion über die Neudefinition der sozialen Marktwirtschaft durchaus bereichern kann.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

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