Ausgabe Dezember 2017

Assads Syrien: Zerteilt und zerstört

Mit seinen schweren Niederlagen zum Ende dieses Jahres ist der selbsternannte „Islamische Staat“ (IS) in Syrien militärisch geschlagen. Derweil sitzt Syriens Präsident Baschar al-Assad fester im Sattel denn je. Der Übermacht seiner Widersacher hatte der IS letztlich wenig entgegenzusetzen. Anfang November sind die Verteidigungslinien der Dschihadisten in Zentral- und Ostsyrien endgültig zusammengebrochen. Frieden liegt jedoch noch immer in weiter Ferne in diesem Krieg, der seit nunmehr sechs Jahren in Syrien tobt. Und hier beginnt bereits das eigentliche Problem: Denn von lediglich einem Krieg zu sprechen, wird dem Konflikt nicht gerecht: Syrien hat gezeigt, dass ein Bürgerkrieg, eine Revolution und ein Stellvertreterkrieg parallel und ineinandergreifend bestehen können – und dass mit dem militärischen Ende des IS die das ganze Land durchziehenden Spaltungen noch in keiner Weise beendet sind.

Der gespaltene Osten

Mit Rakka und Deir ez-Zor sind zwar die letzten größeren, vom IS kontrollierten Städte gefallen. Doch Rakka befindet sich nun unter der Kontrolle der mit den Vereinigten Staaten verbündeten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF). Deir ez-Zor hingegen konnten sich das Assad-Regime und seine Verbündeten sichern.

Sie haben etwa 9% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 91% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1.00€)
Digitalausgabe kaufen (10.00€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

Zur Ausgabe Probeabo

Weitere Artikel zum Thema