Ausgabe März 2018

Hebammen in die Kreißsäle!

Bild: CC0 License

»Blätter«-Redakteurin Annett Mängel kritisierte in der Januar-Ausgabe die prekäre Situation der Hebammen und eine mangelnde Versorgung von Schwangeren. Der Gesundheitsexperte der Berliner Linkspartei, Wolfgang Albers, hält das für alarmistisch und sieht eine erfolgreiche Klientelpolitik der Hebammenverbände am Werk. 

Die aktuelle Debatte über den angeblichen Untergang der Hebammen, die unhaltbaren Zustände für Schwangere und die eingeschränkte „Wahlfreiheit des Geburtsortes“ wird von Halbwahrheiten und Mythenbildungen durchzogen. Leider folgt auch der Artikel von Annett Mängel diesem Muster.[1] Tatsächlich vorhandene Probleme bei der geburtshilflichen Versorgung in der Fläche werden mit den ständisch geprägten Interessen eines einzelnen Berufsverbandes vermengt. Einer seriösen politischen Aufarbeitung der eigentlichen Problemlage ist eine solche Skandalisierung allerdings wenig dienlich.

Ein Beispiel: Die Reiselust einer Hochschwangeren dürfte in den Wochen unmittelbar vor ihrer Niederkunft eher begrenzt sein und jeder verantwortliche Geburtshelfer würde ihr für diese Zeit schon aus grundsätzlichen Erwägungen zur Zurückhaltung raten.

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In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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