Ausgabe März 2019

Wirtschaftskrieg um Hightech

Im Welthandel weht ein rauer Wind. Standen die Zeichen lange Zeit auf Freihandel und die Liberalisierung des Kapitalverkehrs, werden heute handfeste Konflikte über Marktzugang und Übernahmen ausgefochten. Im Zentrum der Auseinandersetzungen stehen die USA und China. Denn die Regierung Trump hat einen radikalen politischen Kurswechsel vollzogen: Versuchte die Vorgängerregierung noch, ihre Verbündeten mit Freihandels- und Investitionsabkommen an sich zu binden und China auf diese Weise einzukreisen, setzt die Trump-Administration auf Konfrontation. Durch Zolldrohungen und Sanktionsmaßnahmen sollen die Märkte in China geöffnet werden.

Dabei geht es jedoch um mehr, nämlich um die zukünftige Vorherrschaft in der Weltwirtschaft. China hat wirtschaftlich rasant aufgeholt und sich in atemberaubendem Tempo zu einem Hightech-Standort gewandelt. Das Land ist heute die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und trägt rund ein Drittel zum Weltwirtschaftswachstum bei. Netzwerkausrüster wie Huawei stehen an der Weltspitze, Digitalkonzerne wie der Internethändler Alibaba dominieren den Binnenmarkt.[1]

Die Angst, in Zukunftsbranchen die Führungsrolle zu verlieren, verunsichert nicht nur US-Strategieplaner. In Berlin und Brüssel gibt es ähnliche Befürchtungen.

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Aktuelle Ausgabe Mai 2020

In der Mai-Ausgabe analysiert der Historiker Adam Tooze das radikal Neue der Coronakrise, deren ökonomische Folgen uns noch auf Jahrzehnte beschäftigen werden. Die Politikwissenschaftler Kurt M. Campbell und Rush Doshi zeigen, wie sich China im Kampf gegen die Pandemie als neue globale Führungsmacht positioniert – vor allem gegen die USA. Der Historiker Yuval Noah Harari mahnt, dass wir Herausforderungen wie Covid-19 nur in globaler Kooperation bewältigen können. „Blätter“-Redakteur Albrecht von Lucke erörtert, wie sich die Demokratie gegen den Ausnahmezustand bewähren kann – und muss. Und Simone Schlindwein, Ellen Ehmke, Jessé Souza sowie Franziska Fluhr widmen sich den Folgen der Coronakrise für den globalen Süden.

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