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Mehr geht nicht!

Erst die Krise der Finanzmärkte, dann die des Euro und nun die globalen Flüchtlingsbewegungen: Seit bald einem Jahrzehnt kommt die Welt aus dem Krisenmodus nicht mehr heraus. Und ein Ende scheint nicht in Sicht.

Gleichzeitig droht die wohl größte Krise immer mehr verdrängt zu werden, nämlich die der „Grenzen des Wachstums“ – und ihrer Überschreitung. Obwohl der globale Klimawandel immer bedrohlichere Ausmaße annimmt, was immer mehr Menschen zum Verlassen ihrer Heimat zwingen wird, scheinen wir unfähig, diesem Menschheitsproblem wirksam zu begegnen. Die Konsequenz ist zunehmender Zynismus: „Nach uns die Sintflut“ lautet die Devise.

Doch eine wachsende Bewegung will sich mit diesem Fatalismus nicht abfinden. Die Befürworter der Décroissance, des Postwachstums, hinterfragen das westliche Wachstumsmodell radikal – in Theorie und Praxis.

Was heißt heute Wohlstand und wie wäre ein Ausstieg aus der Wachstumslogik möglich? Die „Blätter für deutsche und internationale Politik“ haben sich dieser Fragestellung von Beginn an gewidmet. Dieser Reader versammelt die zentralen Aufsätze der vergangenen Jahre.

Der erste Teil „Wir konsumieren uns zu Tode“ spürt der Ideologie des Kapitalismus nach: Wie kam das Wachstum in die Köpfe?
Mit den konkreten Auswirkungen dieser Ideologie befasst sich der zweite Teil. Unter dem Titel „Der Krieg gegen die Erde“ beleuchtet er verschiedene Ausbeutungsverhältnisse: vom Kampf ums Wasser über den Krieg gegen die Tiere bis zum globalen Freihandel und Rohstoffboom.

Als Antwort auf diese Probleme setzen nicht wenige auf eine „Green Economy“, die wirtschaftliches Wachstum mit dem Schutz des Planeten verbinden soll. Die Verheißungen dieses Modells untersucht der dritte Teil „Grünes Wachstum, des Rätsels Lösung?“ Denn was verbirgt sich hinter dieser Vision – die grüne Revolution oder der Ausverkauf der Natur?

Ohnehin kennt das ökologische Denken nicht nur einen möglichen Ausweg aus der Klimakrise. Der vierte Teil „Raus aus der Wachstumsmühle“ diskutiert daher grundsätzliche Alternativen zum Wachstumsdenken und fragt, was die linke Umweltbewegung von den rechten Think Tanks lernen kann.
Konkrete Utopien präsentiert schließlich der fünfte und letzte Teil „Her mit dem guten Leben“. Er findet sie unter anderem im Urban Gardening, in Genossenschaften und in der Sharing Economy.

Was heißt gutes Leben? Das ist bei alledem die entscheidende, die das ganze Buch durchziehende Frage. Denn am Ende gilt: Die mögliche Gegengeschichte – gegen die Wachstumsideologie – schreiben wir alle.

 

Mit Beiträgen von: Alberto Acosta, Elmar Altvater, Maude Barlow, Christine Bauhardt, Ulrich Brand, Jayati Ghosh, David Harvey, Tim Jackson, Naomi Klein, Serge Latouche, Barbara Muraca, Christa Müller, Niko Paech, Wolfgang Sachs, Vandana Shiva, Edward und Robert Skidelsky, Barbara Unmüßig, Harald Welzer – und vielen anderen.

 

Das Inhaltsverzeichnis können Sie hier herunterladen.

Blätter für deutsche und internationale Politik
Mehr geht nicht!
Der Postwachstums-Reader
Blätter Verlagges. mbH, 2015
336 Seiten, Preis: 18,00 €
ISBN-Nr.: 978-3980492591
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