Integration oder Desintegration?
Die hochgradig aufgeladene Integrationsdebatte dreht sich nicht nur um die Frage des Zusammenlebens unterschiedlicher Kulturen oder das Verhältnis von Kirche und Staat. In der Diskussion geht es vor allem um die Infragestellung bundesdeutscher Gewissheiten.
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Eine Lektion in Multi-Kulti aus der Geschichte der USA
Ob German- oder Italian-, Asian- oder African-Americans: In den Vereinigten Staaten ist der Bindestrich, früher ein Schimpfwort, nachgerade zu einem Zeichen der Distinktion geworden – vor allem bei denjenigen Gruppen, bei denen wir heute eher von „symbolischer Ethnizität“, ohne sprachliche und institutionelle Strukturen, sprechen.
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Parallel zu den Ereignissen in der arabischen Welt fand am 21. Januar d. J. im Berliner „Haus der Kulturen der Welt“ eine Konferenz zum Thema „Deutschlands Muslime und europäischer Islam“ statt. Auf dem Podium diskutierten, nach dem einleitenden Vortrag des bekannten Islamwissenschaftlers Tariq Ramadan (vgl.
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Parallel zu den Ereignissen in der arabischen Welt fand am 21. Januar d. J. im Berliner „Haus der Kulturen der Welt“ eine Konferenz zum Thema „Deutschlands Muslime und europäischer Islam“ statt. Auf dem Podium diskutierten, nach dem einleitenden Vortrag des bekannten Islamwissenschaftlers Tariq Ramadan (vgl.
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Angela Merkels Worte finden Gehör in der Welt: Anfang November 2010 wurde in einem kleinen Kulturzentrum in Mexiko-Stadt die Aussage der deutschen Bundeskanzlerin „Der Ansatz für Multikulti ist gescheitert, absolut gescheitert!“ von einem philippinischen Delegierten der International Assembly of Migrants and Refugees (IAMR) als Beleg für eine zunehmende Migrant
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Aus ist aus. Das gilt im Fußball wie im richtigen Leben, meint aber nicht immer dasselbe.
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Im Sommer dieses Jahres kam es in Hannovers Problembezirk Sahlkamp zu einem Vorfall, der zwar in den hiesigen Medien kaum Beachtung fand, aber von den in Deutschland lebenden Juden mit großer Bestürzung aufgenommen wurde.
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Wenn es um die Freiheit der Religion geht, sind sich die bundesrepublikanischen Vertreterinnen und Vertreter der Religionsgemeinschaften in aller Regel einig: Christen und Juden verteidigen vehement die Religionsfreiheit der Muslime (meist auch in der Frage des Kopftuches), und der Vertreter einer Religionsgemeinschaft des Islam, der auf den Gedanken käme, in Deutschland (nicht in Saudi-Ar
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Man stelle sich vor, Sarrazin hätte bei seinem Bestseller auf die brisante Melange aus provokanter Wortwahl und Biologismus verzichtet. In Deutschland gäbe es dann lediglich ein „Sachbuch“ mehr zum leidigen Thema Bildungspolitik und den trüben Aussichten für die nächsten Generationen.
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Geert Wilders ganz global und auf allen Kanälen: Eben noch agierte der niederländische Rechtspopulist als Stargast auf den New Yorker Gedenkfeiern für die Opfer von 9/11, dann zog er im Hintergrund die Strippen bei der Duldungsvereinbarung der neuen holländischen Mitte-Rechts-Koalition und schließlich präsentierte er sich am 2.
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Anerkennung und Fremdheit in paradoxen Gemeinschaften
Vor nun fast 20 Jahren beendete Julia Kristeva ihr Buch über das „Problem des Fremden“ mit den Worten: Wir sind „das erste Mal in der Geschichte gezwungen, mit Anderen, von uns gänzlich Verschiedenen, zu leben [...].
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Wie die Marktlogik Migranten aussortiert
Die Debatte um das aktuelle Buch von Thilo Sarrazin, die die deutsche Medienlandschaft seit Wochen in Atem hält, lässt den Beobachter perplex zurück.[1] Dies gilt weniger für die kruden, mit rassistischen Untertönen durchsetzen Thesen selbst, als vielmehr für die beträchtliche Resonanz, auf die sie gesto&
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Seit gut einem Monat hat dieses Land nicht nur einen neuen „Helden“ im Kampf für die Meinungsfreiheit (so die neueste Kampagne der „Bild”-Zeitung), sondern auch einen neuen Islam-Experten. Sein Name: Thilo Sarrazin. Einige mögen sich über ihn und sein neues Buch ärgern.
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Geschichte wiederholt sich, aber nicht nur als Farce. Mit „Wir sind das Volk“ macht eine große Antiparteienbewegung wie vor 20 Jahren Front gegen die Regierenden.
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Zur Kritik der Islamkritik
Ayaan Hirsi Ali hat vor vier Jahren im Interview mit einer deutschen Zeitung erklärt: Es „steht für mich fest, dass der Islam mit der liberalen Gesellschaft, wie sie sich im Gefolge der Aufklärung herausgebildet hat, nicht vereinbar ist.“ Dasselbe Bekenntnis, in kaum anderen Worten, findet sich im Schlusskapitel des jüngsten Buchs von Necla Kelek, „Himmelsr
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Die vergebliche Suche nach der deutschen Leitkultur - Eine Replik auf Josef Isensee
In der März-Ausgabe der „Blätter“ warnte Josef Isensee vor der „Integrationsresistenz des Islam“ und der „Selbstpreisgabe deutscher Identität“. Dagegen gelte es, die „kulturellen Grundlagen der nationalen Einheit” zu schützen.
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In der letzten Ausgabe der „Blätter“ vertrat Josef Isensee die These einer prinzipiellen „Integrationsresistenz des Islam“.[1] Dieser These liegt die – von „Islamkritikern“ wie Henryk M.
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Mit der Schweizer Minarettentscheidung hat die Islamdebatte auch in der Bundesrepublikwieder neuen Auftrieb erfahren. Die Grenzen der Integrationsfähigkeit des Islam und die Frage des Schutzes der westlichen Kultur sind prägende Stichworte dieser Debatte.
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Mit der Schweizer Minarettentscheidung und dem versuchten Anschlag auf den dänischen Zeichner der Mohammed-Karikaturen erreichte die Integrationsdebatte zu Beginn dieses Jahres eine neue Schärfe.
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Der Bischof von Canterbury empfiehlt dem britischen Gesetzgeber, für die einheimischen Muslime Teile des Familienrechts der Scharia zu übernehmen; Präsident Sarkozy schickt 4000 zusätzliche Polizisten in die berüchtigten, von Krawallen algerischer Jugendlicher heimgesuchten Banlieues von Paris; ein Brand in Ludwigshafen, bei dem neun Türken, darunter vier Kinder, u
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Zur Paradoxie der Parallelgesellschaften
Intellektuelle Debatten haben erstaunliche Halbwertszeiten. Seitdem die Bundesrepublik ihr „abgehängtes Prekariat“ entdeckt hat, ist von der vorangegangenen Entdeckung, den „Parallelgesellschaften“, kaum mehr die Rede. Sehr zu Unrecht, da die bisherige Perspektive als, gelinde gesagt, verengt bezeichnet werden muss.
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Das Toleranzgebot des Grundgesetzes
Mit den 60er Jahren beginnt das Zeitalter weltweiter Migration. Menschen finden sich in einer anderen lokalen Umwelt wieder, in der sie sich von den Einheimischen nicht nur in Kleidung, Speise und Trank, sondern auch in ihrer Sprache, in ihrem Denken und Glauben unterscheiden.
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