(Kommentare und Berichte, in »Blätter« 12/2011, Seite 13-16)
Nach dem dramatischen Scheitern von Kopenhagen 2009, als ein international verbindliches Abkommen zur Reduktion der CO2-Emissionen nicht zustande kam, und dem Minimalkompromiss von Cancún, wo nur eine freiwillige Reduktionszusage auf den Weg gebracht wurde,[1] blickt die ganze Klimaschutz-Communit […]
Both the European Union and the "idea of Europe" are facing their sternest test since 1945: this is the pessimistic tenor of many of the comments on the euro crisis and the unpopular cuts being made in national budgets. Members of the wartime generation refer warningly to Europe's self−destruction and division in the twentieth century. […]
Die „Idee Europa“ und die Europäische Union stünden vor ihrer schwersten Bewährungsprobe seit 1945, lautet der pessimistische Tenor vieler Kommentare zur Euro-Krise und zur unpopulären Sanierung der Staatshaushalte. […]
It has long been a cliché that Europe is in crisis. First it was a crisis of "widening", then it was a crisis of "deepening", now it is a constitutional crisis. […]
(Kommentare und Berichte, in »Blätter« 5/2011, Seite 15-18)
Auch wenn es fatal ist und zynisch klingt: Der atomare GAU in Fukushima hat das berühmte Gelegenheitsfenster aufgestoßen, der Welt, wie wir sie kannten, ein Ende zu bereiten. Die Chance für einen neuen politischen und wirtschaftlichen Unternehmergeist ist da. Oder muss man bereits sagen, die Chance, sie war da? […]
Für die Revolutionierung des Alltags wider die Klimakrise
(Analysen und Alternativen, in »Blätter« 12/2009, Seite 33-44)
Wie umweltfreundlich ist Demokratie, und wie demokratiefreundlich ist der Klimawandel? Lange schien sich diese Frage von selbst zu beantworten: Die Regierungspraxis, aber auch die Forschung zur Umweltpolitik ließen zu dem beruhigenden Schluss kommen, „dass Demokratie die besseren Voraussetzungen für Umweltpolitik bietet als Autoritarismus […]. […]
Transnationale Erinnerung und europäische Identität
(Analysen und Alternativen, in »Blätter« 2/2009, Seite 81-93)
Dass Europa sich in einer Krise befindet, ist längst ein Gemeinplatz. Erst war es eine Krise der Erweiterung, dann eine Vertiefungs- und schließlich auch eine Verfassungskrise. […]
(Analysen und Alternativen, in »Blätter« 10/2006, Seite 1244-1254)
* Verwestlichung scheint die alternativlose Tendenz der politischen Kultur der Bundesrepublik zu sein. Der lange Weg nach Westen gilt als Telos, die vorbehaltlose Westbindung als ihre politisch-kulturelle Leistung. Am 3. […]
Plädoyer für ein Selbstauflösungsrecht des Bundestages
(Analysen und Alternativen, in »Blätter« 10/2005, Seite 1207-1212)
Bis vier Wochen vor der vorgezogenen Bundestagswahl stand nicht fest, ob diese überhaupt stattfinden würde. Dabei lief der Wahlkampf längst auf vollen Touren. Erst das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) mit seinem Urteil vom 25. August beseitigte die Zweifel – und löste umgehend neue, nämlich an der eigenen Entscheidung aus. […]
(Kommentare und Berichte, in »Blätter« 5/2004, Seite 536-538)
Bill Clinton war gerade im Amt, da vollbrachte er bereits seinen ersten kapitalen Fehler: Bevor er eine Politik auf den Weg brachte, die das Mainstream- Amerika zufrieden stellte (und dazu zählten damals wie heute soziale Fragen wie eine "Krankenversicherung für alle"), setzte er sich für die offene Anerkennung von Homosexuellen in der US-Armee ein. […]
Europäische und transatlantische Bruchlinien (Blätter-Gespräch)
(Analysen und Alternativen, in »Blätter« 4/2003, Seite 423-432)
Knapp sechs Monate nach der Bundestagswahl 2002 führten die „Blätter“ ein bilanzierendes Gespräch mit Micha Brumlik und Claus Leggewie über die innere und äußere Situation, in der das Land sich heute befindet. […]
(Analysen und Alternativen, in »Blätter« 11/2002, Seite 1352-1353)
Robert Kagan hat mit seiner Kritik an der europäischen Sicherheitspolitik Recht, doch mit seiner Einschätzung der US-amerikanischen Hegemonie in Zukunft dürfte er falsch liegen. Dafür sprechen die historische Erfahrung, zwei aktuelle Meldungen und ein neuer Film. […]
(Analysen und Alternativen, in »Blätter« 9/2002, Seite 1055-1064)
Reibungen zwischen "Partei" und "Bewegung" sind so alt, wie es Kader- und vor allem Massenparteien der Linken gibt; sie zeigen sich auch bei der Rechten, sobald etwa neokonservative Strömungen sich einen Bewegungsunterbau zulegen (wie die christliche Rechte in den USA). […]
(Analysen und Alternativen, in »Blätter« 7/2002, Seite 812-821)
Religiöse Stätten werden in Deutschland und im restlichen Europa nur noch selten gebaut. Vor allem in Ostdeutschland schließt man Gotteshäuser auf Grund von Kirchenaustritten und Priestermangel oder widmet sie in profane Konzerthallen, Wohnhäuser und Hotels um. […]
(Analysen und Alternativen, in »Blätter« 4/2002, Seite 431-439)
Es ist ja auch nicht so, dass auf dieser Welt die vernünftigen Menschen auf zwei Beinen laufen und die religiösen auf dem Kopfe. Abdolkarim Sorusch […]
(Analysen und Alternativen, in »Blätter« 2/2001, Seite 189-196)
Amerikanische Politik wirkt auf viele Beobachter als "permanenter Wahlkampf": Kaum ist ein Präsident der Vereinigten Staaten gewählt, startet das nächste Rennen ums Weiße Haus. […]
(Analysen und Alternativen, in »Blätter« 3/2000, Seite 303-288)
"Tangentopoli" - von tangenti, Schmiergelder - hieß in der italienischen Öffentlichkeit schon früh die Affäre, die in der ersten Hälfte der 90er Jahre im Gefolge staatsanwaltlicher Korruptionsaufklärung das Parteiensystem des Landes durcheinanderwirbelte und zum Untergang der Democrazia Cristiana ebenso wie der von ihr dominierten Ersten Republik führte. […]
Vor 40 Jahren, am 28. Januar 1972, wurden die "Grundsätze zur Frage der verfassungsfeindlichen Kräfte im öffentlichen Dienst" erlassen, die sehr bald nur noch unter dem Namen Radikalenerlass firmierten und vor allem gegen Mitglieder der neugegründeten Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) gerichtet waren. "Blätter"-Mitherausgeber Gerhard Stuby, Professor em. für Rechtswissenschaften an der Universität Bremen, setzte sich damit in seinem ersten Aufsatz für die "Blätter" auseinander.