(Kommentare und Berichte, in »Blätter« 4/2005, Seite 398-400)
Stanley Kowalsky ist verbittert. In dem von Frank Castorf vor einigen Jahren an der Berliner Volksbühne inszenierten Stück "Endstation Amerika" muss er sich als polnischer Emigrant und ehemaliger Solidarnoу-Kämpfer durchschlagen, indem er als Gorilla verkleidet in den USA Werbung für Kaugummi macht. […]
(Kommentare und Berichte, in »Blätter« 4/2003, Seite 398-400)
Pressefreiheit gibt es in Polen seit fast 14 Jahren. Doch die alten Reflexe der Konspiration funktionieren unter unbestechlichen Journalisten immer noch. […]
(Kommentare und Berichte, in »Blätter« 12/2002, Seite 1427-1429)
Der 21. Oktober dieses Jahres war einer jener Tage, an denen wir Europa als politische Realität erleben: Die Iren hatten über den Nizza-Vertrag abgestimmt, und in jedem europäischen Land vermeldete mindestens eine große Zeitung das Ja von der Insel auf Seite Eins. Dabei machten es die Iren auf der Zielgeraden noch einmal richtig spannend. […]
(Kommentare und Berichte, in »Blätter« 7/2002, Seite 795-798)
Wer in der Breslauer Altstadt auf dem Markt spaziert, wundert sich zunächst über das Denkmal des polnischen Dramatikers Aleksander Fredro, das vor dem historischen Rathaus steht. Der Romantiker hatte mit der Stadt an der Oder nie etwas zu tun. […]
(Kommentare und Berichte, in »Blätter« 3/2002, Seite 275-277)
Der Wissenschaftler und Publizist Jaroslav Sonka war perplex, als er im Info-Radio Berlin die Ankündigung des Moderators hörte, 1860 München werde im Fußball-UEFA-Cup gegen die tschechische Mannschaft Petra Drnovice oder so spielen. Es war das "Oder so", das ihn aufhorchen ließ. […]
(Kommentare und Berichte, in »Blätter« 9/2001, Seite 1042-1044)
Wenn am 23. September in Polen ein neues Parlament gewählt wird, bleibt alles beim Alten. In Polen bedeutet das, dass die Regierung die Wahlen nicht übersteht. Noch nie seit dem Umbruch von 1989 wurde eine polnische Regierung im Amt bestätigt. […]
Vor 40 Jahren, am 28. Januar 1972, wurden die "Grundsätze zur Frage der verfassungsfeindlichen Kräfte im öffentlichen Dienst" erlassen, die sehr bald nur noch unter dem Namen Radikalenerlass firmierten und vor allem gegen Mitglieder der neugegründeten Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) gerichtet waren. "Blätter"-Mitherausgeber Gerhard Stuby, Professor em. für Rechtswissenschaften an der Universität Bremen, setzte sich damit in seinem ersten Aufsatz für die "Blätter" auseinander.