(Kommentare und Berichte, in »Blätter« 2/2012, Seite 11-14)
Sozialpolitisch ist das Ganze ein Skandal, volkswirtschaftlich nutzlos, konjunkturpolitisch Gift, versicherungsmathematisch grenzt es an legalen Betrug, und nun stimmen nicht einmal die demographischen Grundannahmen: Die Rede ist von den Riester-Renten. Stetig sinkende Geburtenraten, langlebige Alte – der demograpische Stress eben. […]
Auf über 2000 Milliarden US-Dollar schätzt man weltweit die Schäden der Krise. Verzweifelt wird gefragt, wohin dieses Geld entschwunden ist. Doch wo sind diese gigantischen Summen eigentlich hergekommen, die da rund um den Globus vagabundiert und in den Sand gesetzt worden sind? […]
(Analysen und Alternativen, in »Blätter« 3/2008, Seite 85-94)
Empfang des Instituts der deutschen Wirtschaft in Berlin, der Chefposten im Hauptstadtbüro wird neu besetzt. Doch nach Feiern ist den Rednern kaum zumute. Empörung, schrille Warnrufe, Bestürzung dominieren. Unheil dräut. […]
(Kommentare und Berichte, in »Blätter« 2/2008, Seite 13-15)
Lange Zeit war das Studium in der Bundesrepublik gebührenfrei, manchenorts ist es das noch immer. Für Krippen und Kindergärten werden dagegen weithin noch immer Beiträge kassiert. Die Reaktion der Politik besteht bekanntlich nicht in der überfälligen Kostenbefreiung von Kitas, sondern in der Durchsetzung von Studiengebühren. […]
(Analysen und Alternativen, in »Blätter« 6/2006, Seite 707-721)
Die Alterskatastrophe? Es gibt sie nicht. Das ist die gute Nachricht. Nun die schlechte Nachricht: Man kann sie künstlich erzeugen. Und genau das geschieht. Die folgenden Thesen werden hier entwickelt und belegt. Erstens: Die demographische Perspektive ist keineswegs extrem bedrohlich. […]
(Kommentare und Berichte, in »Blätter« 5/2006, Seite 521-524)
Wer hierzulande über hohe Wohnkosten klagt, der hat meist die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Denn die Mieten sind ziemlich niedrig in Deutschland – so zumindest befinden bestimmte Experten. Manche Mieter in München, Düsseldorf oder Köln mögen das wohl anders sehen. Doch Deutsche geben einen deutlich kleineren Teil ihres Einkommens fürs Wohnen aus als Franzosen oder Amerikaner. […]
(Analysen und Alternativen, in »Blätter« 11/2005, Seite 1336-1337)
Der Pulverdampf des Wahlkampfs hat sich verzogen, die Koalitionsverhandlungen haben begonnen. Die schrillen Töne und gegenseitigen Herabwürdigungen sind vorbei, so ist zu hoffen. Doch wer geglaubt haben sollte, nach der Wahl würden die neoliberalen Forderungen etwas leiser klingen, sieht sich getäuscht. […]
(Kommentare und Berichte, in »Blätter« 7/2005, Seite 790-793)
Kaum eine Zunft versteht sich besser auf die einfühlsame Pflege der politischen Landschaft als die Spielautomatenbranche. Dergleichen ist auch bitterlich vonnöten, denn schließlich handelt es sich um eines der umstrittensten Gewerbe im Lande. Fast 200000 Geldspielgeräte stehen in deutschen Kneipen und Spielhallen. Jedes bringt pro Jahr an die 20 000 Euro. […]
(Kommentare und Berichte, in »Blätter« 1/2005, Seite 15-17)
Absehbarer Weise werden die nächsten Bundestagswahlen für ein Novum in der bundesdeutschen Parlamentsgeschichte sorgen - und wohl für einen Schock bei etwa der Hälfte der deutschen Wählerschaft. Erstmals werden nämlich die Anteile der großen Parteien an den Wahlstimmenprozenten und an den Bundestagsmandaten signifikant auseinander klaffen. […]
»Eine Zeitschrift, die monatlich viele der besten Geister versammelt, die derzeit in Deutschland denken und schreiben.«
Deutschlandfunk
Medienpartnerschaft
Am 22. Juni findet in Hamburg der 3. Grüne Polizeikongress statt. Die »Blätter« unterstützen den Kongress als Medienpartner. Weitere Informationen unter www.alternativer-polizeikongress.de.
Blätter International
In Kooperation mit Eurozine bieten wir ausgewählte »Blätter«-Beiträge auch in englischer Sprache an.
Resolution des Europäischen Parlaments zum repressiven Vorgehen der türkischen Regierung gegen die Proteste zum Erhalt des Gezi-Parks in Istanbul, 13.6.2013
Vor 50 Jahre ereignete sich der größte Theaterskandal der Bundesrepublik, die Urauf- führung des »Stellvertreters« von Rolf Hochhuth. Dessen Kernthese, die Verstrickung des Papstes in den Nationalsozialismus, analysierte hintergründig der Soziologe und Politikwissenschaftler Arno Klönne.