Auf der Berliner Großkundgebung "für Menschlichkeit und Toleranz" und gegen Rechtsextremismus am 9. November 2000, an der sich alle im Bundestag vertretenen Parteien beteiligten, vermochte die vielbeschworene "Gemeinsamkeit der Demokraten" nicht zu überzeugen. Vielmehr sprangen tief greifende politische Kontraste beim Umgang mit der radikalen Rechten ins Auge. Paul Spiegel, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, betonte in seiner Rede, die "demokratisch gewählten Politiker [seien] mitverantwortlich" für die Besorgnis erregende Virulenz des Rechtsextremismus.
(aus: »Blätter« 12/2000, Seite 1451-1462)
Themen: Rechtsradikalismus, Konservatismus und Wissenschaft