Fernab von gesellschaftlicher Realität und politischer Relevanz, so scheint es oft, fristen die Vertriebenenverbände ihr Dasein. War ihr Einfluss auf innen- und außenpolitische Entwicklungen von der Gründungsphase der Bundesrepublik bis hinein in die Ära Kohl evident, so muten die Verlautbarungen des noch über zwei Mio. Mitglieder zählenden Bundes der Vertriebenen (BdV) und der ihm angegliederten Landsmannschaften heute bisweilen anachronistisch an. Die Vertriebenenverbände haben es jedoch in den letzten Monaten geschickt verstanden, ihre Thesen in der Öffentlichkeit zu platzieren.
(aus: »Blätter« 9/2000, Seite 1088-1095)
Themen: Migration und Geschichte