In den ersten Oktobertagen letzten Jahres erschoss die israelische Polizei zehn israelische Bürger. Die Toten waren Israelis arabischer Herkunft, die Schützen Israelis jüdischer Herkunft. Jüdische Zivilisten brachten drei weitere israelische Araber um. Es war zu Beginn der Al-Aqsa-Intifada, die in nunmehr fünfzehn Wochen mehr als 350 Tote gefordert hat, die übergroße Mehrheit von ihnen Palästinenser. Der Aufstand hatte an der Grenzlinie, die das israelische Kernland von den besetzten Gebieten trennt, nicht Halt gemacht.
(aus: »Blätter« 2/2001, Seite 149-152)
Themen: Naher & Mittlerer Osten, Menschenrechte und Migration