Italien wählt am 13. Mai nicht einfach die eine oder die andere Regierungskoalition für die nächste Legislaturperiode, sondern entscheidet sich für oder gegen presidente Berlusconi. Auf diese "Schicksalsfrage" zielt dessen seit langem praktizierte Propagandastrategie, die prophezeit, jetzt komme der Tag der Abrechnung mit dem "Regime" der Linken, die Italien, nach seinen Worten, zugrunde gerichtet hat. Wie konnte es zu einem solchen Wiederaufstieg des politisch bereits einmal gescheiterten Forza Italia-Führers kommen? Das ist eine durchaus heikle Frage.
(aus: »Blätter« 5/2001, Seite 574-580)
Themen: Demokratie, Medien und Wirtschaft