Um den zweiten Castortransport nach Gorleben in diesem Jahr durchzusetzen, wurden 15 000 Polizisten zwischen dem 10. und 14. November im Wendland eingesetzt. Die Bilanz dieses Großeinsatzes: Es kamen weniger Demonstranten zur Auftaktkundgebung nach Lüneburg als im Frühjahr, die Veranstalter rechneten mit 10 000 statt mit 14 000 Menschen wie im Frühjahr, letztlich zählte man gut 8 000 bei Demonstration und Kundgebung. Ins Wendland verirrten sich anschließend nur wenige Auswärtige, statt der prognostizierten 6 000 Castorgegner/ innen widersetzten sich auf den letzten Streckenkilometern des Transports 3 000 bis 4 000 Menschen dem Atommülltourismus.
(aus: »Blätter« 1/2002, Seite 29-33)
Themen: Atom und Soziale Bewegungen