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Eine Supermacht ist vielleicht keine

von Joscha Schmierer

Auf der Titelseite einer der jüngsten Ausgaben von „The Weekly Standard“, einem einflussreichen neokonservativem Blatt in den USA, prangte der Slogan "We are the world". Das ist ernst gemeint. In Deutschland fühlt man sich da schnell an wilhelminische Sprüche vom „Platz an der Sonne“ erinnert. Die Assoziation ist falsch. Im einen Fall wirft eine Nation sich im Anspruch ihrer Ideologen zum verwirklichten Utopia der Weltgesellschaft auf, im anderen forderte ein nachwachsender Kraftprotz von seinen kolonialen Konkurrenten einen größeren Anteil ein. Neokonservatismus bedeutet in den USA etwas anderes als in Europa.

(aus: »Blätter« 11/2002, Seite 1358-1359)
Themen: Außenpolitik, Europa und USA

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