Das Kuba Fidel Castros zu besuchen bedeutet, vor allem für einen Yankee, einen bezaubernden Hort der Widersprüchlichkeiten zu betreten: Renovierte architektonische Schätze des 18. und 19. Jahrhunderts glänzen gold, grün, rosa neben zerbröckelnden Klötzen derselben Epoche. Über den Küstenboulevard, den Malecón, drängen sich nagelneue Importwagen inmitten kaum fahrtüchtiger Blechkisten, unglaublich gutaussehende Jugendliche in modischem Outfit schlendern neben in Lumpen gekleideten, runzeligen Alten.
(aus: »Blätter« 5/2003, Seite 537-540)
Themen: Lateinamerika