Auf der UN-Generalversammlung des vergangenen Jahres stellte George W. Bush die Vereinten Nationen in Sachen Irak vor die Wahl: Handelt, oder ihr seid irrelevant. Trotz zahlreicher Versuche, die Weltgemeinschaft von der Notwendigkeit eines militärischen Eingreifens im Irak zu überzeugen, fand sich im Sicherheitsrat zu Beginn des Jahres dafür keine Mehrheit. Der eigenmächtige Krieg einer "Koalition der Willigen" fand zwar mit der Besetzung Bagdads auf dem Papier ein relativ schnelles Ende, doch fordern tagtäglich Anschläge neue Opfer und der Wiederaufbau schreitet nur langsam voran. Angesichts der Schwierigkeiten, denen sich die Besatzungstruppen gegenüber sehen, erinnerte sich die US-Administration der Vereinten Nationen.
(aus: »Blätter« 11/2003, Seite 1397-1397)
Themen: Vereinte Nationen, Krieg und Frieden und Naher & Mittlerer Osten