Der von George W. Bush entfachte Irakkrieg, der zum Sturz des Regimes führte, wird weithin als ein Ölkrieg betrachtet – als Griff nach den zweitgrößten Erdölreserven der Welt. Diese Auslegung bestätigte sich für viele, als die Vereinigten Staaten eine UN-Resolution durchsetzten, die der amerikanischbritischen Besatzungsmacht die Kontrolle über die Verwendung der irakischen Öleinnahmen zuspricht. Zweifelsohne geht Washington davon aus, dass ausländische Konzerne beim Ausbau des irakischen Ölsektors eine wichtige Rolle spielen werden – eine Vorstellung, die es mit ranghohen Funktionären des Irakischen Ölministeriums teilt.
(aus: »Blätter« 9/2003, Seite 1070-1080)
Themen: Naher & Mittlerer Osten, USA und Wirtschaft