Lateinamerika wandert aus | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Lateinamerika wandert aus

von Gerhard Drekonja-Kornat

Während Portugals Expansion in Asien scheiterte und die englisch-holländisch- französischen Kolonialinitiativen in der Regel bis zum frühen 19. Jahrhundert über Handelsniederlassungen kaum hinauskamen, war Spaniens Conquista in Amerika ein durchschlagender Erfolg. Damit begannen Bevölkerungsverschiebungen größten Ausmaßes, die im geographischen Dreieck Europa-Amerika-Afrika einen "atlantischen Raum" konturierten. 1 Das Territorium, welches heute als Lateinamerika gilt, erwarb sich damit im allgemeinen Sprachgebrauch den Ruf, Einwanderungskontinent zu sein.

(aus: »Blätter« 9/2004, Seite 1051-1054)
Themen: Lateinamerika und Migration

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