Holocaust transnational | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Holocaust transnational

Zur Institutionalisierung des Holocaust-Gedenkens

von Jens Kroh

Moskau, 9. Mai 2005: Wladimir Putin, George W. Bush, Jacques Chirac, Junichiro Koizumi und Gerhard Schröder sind nur einige der rund 50 anwesenden Staats- und Regierungschefs. Zum ersten Mal begehen Sieger und Besiegte von 1945 den Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus gemeinsam. Doch die Feierlichkeiten in Moskau stellen nur den Höhepunkt einer andauernden Beschäftigung mit der Vergangenheit dar. Bereits zu Beginn des aktuellen Gedenkjahres, am 27. Januar, trafen sich hochrangige Staatsrepräsentanten, um der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zu gedenken. Dabei wurde deutlich, dass Auschwitz zusehends die negative Referenz europäischer, ja globaler Politik ist: "Die Welt blickt nach Auschwitz", lautet der Tenor zahlreicher Berichte.

(aus: »Blätter« 6/2005, Seite 741-750)
Themen: Europa, Krieg und Frieden und Nationalsozialismus

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