In den vergangenen Monaten konnte die ungeliebte britische Provinz auf der irischen Insel beinahe so viele internationale Schlagzeilen verbuchen wie zu manchen Zeiten des Bürgerkrieges in den 70er und 80er Jahren. Der Tenor der Kommentatoren schwankt, wie meist seit dem 1998 geschlossenen Belfaster Friedensabkommen, zwischen Euphorie und tiefem Pessimismus. Die Ambivalenzen der nordirischen Realität und ihrer öffentlichen Wahrnehmung scheinen sich auch nach den Wahlen zum britischen Unterhaus vom 5. Mai 2005 fortzusetzen.
(aus: »Blätter« 6/2005, Seite 667-670)
Themen: Krieg und Frieden und Demokratie