Es war, als hätten sie telepathische Fähigkeiten: die Atomphysiker und Ingenieure, die an den verschiedenen Standorten das „Manhattan-Projekt“ vorantrieben, aus Sorge, das nationalsozialistische Deutschland könne bald über eine Atombombe verfügen und damit die Weltherrschaft anstreben. Die Entwicklung und der Bau der ersten Atombomben geschah unter strengster Geheimhaltung. Die Zentren wie Los Alamos, Clinton Laboratories, Met Lab und Oak Ridge nahmen sich zeitweilig wie Inseln in der amerikanischen Gesellschaft aus. Ohne Kontakte untereinander. Und ohne normale Beziehungen zur Außenwelt.
(aus: »Blätter« 11/2005, Seite 1381-1388)
Themen: Atom, Krieg und Frieden und Wissenschaft