Weitgehend unbeachtet von der internationalen Öffentlichkeit kämpfen seit nunmehr zehn Jahren maoistische Aufständische gegen Nepals Monarchie. Anfangs auf vereinzelte Kommandoaktionen im Hinterland beschränkt, hat sich der Konflikt zu einer der größten Menschenrechtskatastrophen in Asien entwickelt: 13000 Menschen wurden getötet, nirgendwo auf der Welt „verschwinden“ derzeit mehr Menschen als in dem Himalayaland. Die Aufständischen kontrollieren inzwischen weite Teile der ländlichen Regionen; in vielen Distrikten befinden sich nur noch die Kasernen in Regierungshand.
(aus: »Blätter« 4/2006, Seite 411-414)
Themen: Asien und Demokratie