Man könnte meinen, ein alter feministischer Traum wird wahr: Ausgerechnet eine schwarz-rote Koalition beschließt die Einführung eines Elterngeldes zur finanziellen Unterstützung junger Eltern im ersten Lebensjahr ihres Kindes. Beruf und Kind sollen auf diese Weise besser und ohne gravierende Einkommenseinbußen miteinander zu vereinbaren sein. So wird die bevorstehende neue Elterngeldregelung denn auch von feministischer und gewerkschaftlicher Seite als ein Fortschritt in die richtige Richtung begrüßt, weil sie unter anderem den Wiedereinstieg für Frauen in den Beruf erleichtern und durch die „Bonusmonate“ bei gemeinsamer Kinderbetreuung die traditionelle Rollenverteilung in der Familie aufweichen soll.1
(aus: »Blätter« 8/2006, Seite 985-994)
Themen: Frauen und Arbeit