Neue Technologien der Erschließung von tief verborgenen Ölvorkommen haben einigen Staaten der „Dritten Welt“ in den letzten Jahren einen unerwarteten Geldsegen beschert. Von hohen Wachstumsraten wie im westafrikanischen Äquatorialguinea von 34 Prozent oder im Tschad von 31 Prozent können die rezessionsgeplagten Industrienationen und selbst Petrodollar- verwöhnte OPEC-Staaten nur träumen.1 Dass die Ölbonanza in den meisten Ländern jedoch weder einen wirtschaftlichen noch demokratischen Aufschwung mit sich bringt und oft destabilisierend wirkt, ist ein allgemein als „Ressourcenfluch“ bekanntes Phänomen.
(aus: »Blätter« 2/2006, Seite 220-227)
Themen: Entwicklungspolitik, Afrika, Asien, Globalisierung und Soziale Bewegungen