Anhänger der Dependenztheorie wurden in der jüngeren Vergangenheit zunehmend durch Berichte aus der Welt des Big Bussiness irritiert. Die letzte Forbes-Liste der 476 internationalen Dollar-Milliardäre enthielt beispielsweise zehn Personen aus Indien, acht aus China, 21 aus Lateinamerika, von 33 Russen ganz zu schweigen. Dass es sich dabei nicht bloß um einige neureiche Einzelpersonen handelt, die sich als „Kompradoren“ an die weltweite Ausbreitung des Kapitalismus hängen, zeigt ein Blick auf die Unternehmenslandschaft von Schwellenländern aus dem Süden: Chinesische Konzerne haben allein in den beiden letzten Jahren mehr als 30 Mrd. US-Dollar in internationale Übernahmen investiert.
(aus: »Blätter« 7/2006, Seite 879-881)
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