Fälle von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung, Schulverweigerung und die durch die Rütli-Schule ausgelöste Debatte um den Zustand der Hauptschulen – seit geraumer Zeit ist der Streit um den richtigen Umgang mit „Problemkindern“ und ihren Eltern in vollem Gange. Ohne dass bisher ein Konsens über erforderliche Maßnahmen erzielt werden konnte, werden zunehmend größere Eingriffsmöglichkeiten des Staates gefordert. Um einen Vorgeschmack auf eine mögliche Entwicklung zu bekommen, könnte ein Blick nach England helfen. Denn dort befindet sich die Debatte bereits in einem anderen Stadium – nämlich dem der administriellen Umsetzung.
(aus: »Blätter« 7/2006, Seite 845-853)
Themen: Datenschutz und Bildungspolitik