Am Nachmittag des 6. Mai 2004 war Antonio M. Taguba, Generalmajor der U.S. Army, erstmals zu Verteidigungsminister Donald Rumsfeld bestellt, zu einem Treffen in dessen Besprechungszimmer. Rumsfeld und seine leitenden Mitarbeiter sollten tags darauf vor den Streitkräfteausschüssen von Senat und Repräsentantenhaus über Misshandlungen im Gefängnis von Abu Ghraib, Irak, aussagen, und die Hearings würden vom Fernsehen übertragen werden. In der Vorwoche hatten CBS und der „New Yorker“ Enthüllungen über Abu Ghraib gebracht, darunter Fotos entkleideter, misshandelter und sexuell erniedrigter Häftlinge.
(aus: »Blätter« 8/2007, Seite 937-956)
Themen: USA, Krieg und Frieden, Menschenrechte und Naher & Mittlerer Osten