Nach dem vielleicht nur vorläufigen Ende des palästinensischen Bürgerkrieges sind die politischen Urteile wie fast immer im Nahen Osten unüberlegt einfach, um nicht zu sagen simpel: in Gaza ein „Hamastan“, die Bevölkerung unterdrückt von der, wie üblich als „radikalislamisch“ titulierten Hamas. Und im Westjordanland ein „Fatahstan“, regiert von der wie immer mit dem Zusatz „gemäßigt“ versehenen Fatah unter ihrem, wie angenehm, „westlich“ orientierten Präsidenten Mahmut Abbas – das ist der Tenor vieler Berichte und Kommentare.
(aus: »Blätter« 8/2007, Seite 923-927)
Themen: Naher & Mittlerer Osten und Krieg und Frieden