Ausgabe August 2007

Global Player Bertelsmann

Der Name Bertelsmann steht zugleich für Big Business und Philanthropie, nämlich sowohl für den Konzern Bertelsmann AG als auch für die Bertelsmann- Stiftung. Obwohl beide, die Aktiengesellschaft und die Stiftung mit Stammsitz in der westfälischen Kreisstadt Gütersloh, international agieren, ist nur sehr wenig über diejenigen Aktivitäten der Stiftung bekannt, die die Globalisierung des deutschen Medienunternehmens flankieren.

Zusammen mit der Stiftung gleichen Namens bildet der Bertelsmann- Konzern eine weltweit einflussreiche Agentur der Bewusstseinsindustrie, der Wissens- und Informationsvermittlung, der Meinungsproduktion sowie der Unterhaltungsbranche. Zu den Unternehmenszweigen der AG gehören Buchund Musikclubs, Musikfirmen, Verlage, Fernseh- und Radiosender, TV-Produktionsfirmen, Druckereien, inzwischen aber auch Internet-Angebote sowie Adresshandel, Medien-, Industrie- und Verwaltungsdienstleistungen.

Die Bertelsmann AG ist das größte Medienunternehmen Europas und sechstgrößter Medienkonzern der Welt. Die AG und ihre Tochterunternehmen beschäftigten im Jahre 2005 in 63 Ländern und mehr als 260 Einzelfirmen rund 88 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen 36 Prozent in Deutschland angestellt waren. Der Konzern verzeichnete 2005 einen Gesamtumsatz von rund 18 Mrd. Euro, von denen 30 Prozent im Inland erwirtschaftet wurden.

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In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

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