Der 9. November scheint ein deutsches Verlangen zu stören, das sich gegenwärtig mit wachsender Lautstärke zu Wort meldet.1 Ich meine das Verlangen nach einem – wie man sagt – unbefangenen Nationalgefühl, nach einem deutschen Identitätsbewusstsein, das sich nicht auf Auschwitz fixiert noch fixieren lässt, nach einem deutschen Patriotismus, der gern seine Flagge zeigt. Der 9.
(aus: »Blätter« 1/2007, Seite 65-75)
Themen: Krieg und Frieden, Recht und Religion