Der Vertrag, den der südkoreanische Konzern Daewoo Logistics im Juli 2008 mit der Regierung von Madagaskar abschloss, machte weltweit Schlagzeilen: Das Unternehmen wollte 1,3 Mio. Hektar Land, die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Insel, für 99 Jahre pachten und dort unter anderem Futtermais anbauen, um Südkorea, den viertgrößten Maisimporteur der Welt, unabhängiger vom Weltmarkt zu machen. Als Gegenleistung versprach das Unternehmen, in Straßen, Bewässerung und Vorratsspeicher zu investieren.
(aus: »Blätter« 9/2009, Seite 103-112)
Themen: Entwicklungspolitik, Afrika, Armut und Reichtum und Globalisierung