Ob German- oder Italian-, Asian- oder African-Americans: In den Vereinigten Staaten ist der Bindestrich, früher ein Schimpfwort, nachgerade zu einem Zeichen der Distinktion geworden – vor allem bei denjenigen Gruppen, bei denen wir heute eher von „symbolischer Ethnizität“, ohne sprachliche und institutionelle Strukturen, sprechen. Hier haben Gesellschaft und Staat Multikulturalismus auf einem flachen Niveau anerkannt, und gleichzeitig haben sich die USA damit von der ehemals überaus starken Betonung des angelsächsischen Erbes etwas fortbewegt.
(aus: »Blätter« 7/2011, Seite 111-120)
Themen: Migration und USA