Ausgabe Juni 2011

Kurzgefasst

Bernd Greiner: Die Dekade der Angst 

Die Tötung Osama bin Ladens hat schlagartig die Bilder des 11. September 2001ins Gedächtnis gerufen und damit auch die Tatsache, welch globalen Einschnitt der 11. September 2001 bedeutete. Der Amerikaexperte Bernd Greiner zeigt, wie die Bush-Regierung 9/11 für ihre Politik der Angst nutzte – von Afghanistan über Guantánamo bis zum Irakkrieg. Als größte Gefahr erweist sich dabei der Paradigmenwechsel im Umgang mit dem Recht.

Die arabische Revolution IV: Beiträge von Reinhard Mutz und Heiko Flottau 

Spätestens die Tötung eines Sohnes und dreier Enkel von Muammar al-Gaddafi durch NATO-Kampfjets hat gezeigt, dass der Westen die strikten Grenzen der UN-Resolution 1973 systematisch verletzt, kritisiert Reinhard Mutz vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg. Der Nahostexperte Heiko Flottau hingegen analysiert, wie in der lange von Despoten regierten Region das Volk die Bühne der Geschichte zurückerobert – von Ägypten über Syrien bis Palästina – und fragt nach den Auswirkungen auf die internationale Politik.

Michael Zürn: Die Rückkehr der Demokratiefrage.

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Aktuelle Ausgabe Juni 2026

In der Juni-Ausgabe deutet Andreas Püttmann den Aufstieg der Rechten als Ausdruck einer tiefgreifenden kulturellen Krise und eines entgrenzten Narzissmus. Meron Mendel plädiert für eine Pluralisierung der Erinnerungskultur, die nicht nur warnt, sondern auch verbindet. Angesichts des gegenwärtigen autoritären Umbruchs entwirft Franziska Brantner einen neuen Liberalismus, der Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zusammendenkt. Nina Kolleck erklärt, warum die Nutzung von Social Media kein Privatproblem ist und die Verantwortung für deren gravierende Folgen zuvorderst bei den Plattformbetreibern liegt. Carola Lentz würdigt die Geschichte des Goethe-Instituts und die demokratische Qualität seiner Kulturarbeit, die heute zunehmend in das Fahrwasser rauer Machtpolitik gerate. Wolfgang Zellner lotet in einer von Ordnungszerfall und Großmachtkonkurrenz geprägten Welt die Handlungsspielräume Europas aus, während Wolfgang Kaleck fragt, wie sich das Völkerrecht gegen Trump verteidigen – und weiterentwickeln – lässt.

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