Im kommenden November sollen in der zentralafrikanischen Demokratischen Republik Kongo Parlaments- und Präsidentschaftswahlen stattfinden. Das Interesse der internationalen Öffentlichkeit daran erweist sich jedoch bislang als erstaunlich gering. Auch für die deutsche Afrika- und Außenpolitik haben sie offenbar kaum Bedeutung – ganz anders als die Wahlen 2006, die großen politischen und medialen Wirbel erzeugten und sogar von einem Einsatz der Bundeswehr im Rahmen der European Forces (EUFOR) begleitet wurden. Dabei wäre es durchaus sinnvoll, einen genauen Blick auf die gegenwärtige kongolesische Sicherheits- und Menschenrechtslage zu werfen. Wie hat sich der Staatsaufbau seit dem Urnengang vor fünf Jahren entwickelt?
(aus: »Blätter« 10/2011, Seite 27-30)
Themen: Afrika, Demokratie und Recht