Ausgabe Dezember 2013

Rettet die Dosen!

Das Wissenschaftsblatt „Nature“ macht sich Sorgen – nur weil die Müllberge wachsen und wachsen. Anstatt sich zu freuen, dass die durch die Gletscherschmelze kleiner werdenden Alpen einen Ausgleich durch Müll erfahren, jammern die Wissenschaftler darüber, dass die Müllproduktion von einst weltweit etwa 300 000 Tonnen Müll pro Tag (1900) auf sechs Millionen Tonnen täglich im Jahr 2025 ansteigen wird. Zudem lamentieren sie noch über die Zusammensetzung des Mülls: „Den Wohlstand eines Landes“, ist in „Nature“ zu lesen, „kann man auch an der Zahl der weggeworfenen Handys ablesen.“ Um dann den modernen Müll als „toxisch“ zu verunglimpfen, statt ihn als neue Rohstoffquelle zu begreifen.

Viel vernünftiger verhalten sich dagegen Discounter und Getränke-Hersteller. Diese haben sich jüngst zum „Bund Getränkeverpackungen der Zukunft (BGVZ)“ zusammengeschlossen. Sie wollen die Dose retten, jenes kleine runde Ding, das uns allen ein täglicher Begleiter sein kann: handlich für Camping und Reise, bequem mitzuführen und schnell wegzuwerfen.

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In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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