Ausgabe Juli 2013

George W. Obama: Das Ende einer Hoffnung

Man soll es nicht glauben, doch George W. Bush regiert Amerika weiter – und das, obwohl er längst nicht mehr im Weißen Haus, sondern gemütlich auf seiner Farm in Texas residiert. Ob Guantánamo, ob weltweite Drohneneinsätze oder die Allgegenwart der US-Geheimdienste – das Vermächtnis des ehemaligen Präsidenten ist höchst lebendig. Denn sein Amtsnachfolger Barack Obama entpuppt sich mittlerweile als kongenialer Vollstrecker der menschenverachtenden Terrorpolitik. Nur die republikanische Tea Party will noch nicht begreifen, dass sich Amerikas Rechte keinen effizienteren Präsidenten als Obama wünschen kann.

Auf dem internationalen Parkett gibt der Friedensnobelpreisträger gerne den zerknirschten Grübler, der am liebsten so sanft wäre wie Mahatma Gandhi, um die Privatsphäre so besorgt wie George Orwell, und den nur die widrigen Weltgefahren zwingen, in die Rolle des Big Brothers zu schlüpfen, dessen Geheimdiensten nichts verborgen bleibt: kein transatlantisches Skype-Telefonat unter Freunden und keine Videokonferenz deutscher Manager, zumindest dann nicht, wenn US-Telefon- und Internettechnologie im Spiel ist. Jede noch so banale E-Mail und jedes noch so private Foto wird abgefangen und archiviert.

Obama hat sein einstiges Motto inzwischen modifiziert: Statt „Yes we can“ lautet die Devise jetzt „Yes we scan“.

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