Artikel zum Thema Antisemitismus | Blätter für deutsche und internationale Politik

Login

Artikel zum Thema Antisemitismus

Islamophobie und Antisemitismus

von Achim Bühl (3/2010)

Ist es legitim, Islamfeindlichkeit mit Antisemitismus zu vergleichen? Darüber ist eine heftige Debatte zwischen dem Publizisten Henryk M. Broder und dem Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, Wolfgang Benz, entbrannt. […]

Die politische Krise des Zionismus

von Susanna Böhme-Kuby (3/2009)

Der 60. Geburtstag des Staates Israel wurde im letzten Jahr in großem Rahmen begangen – vor allem apologetisch, teilweise auch kritisch. Doch das ideologiekritisch aufschlussreichste Buch zur Geschichte Israels und speziell des Zionismus erscheint erst jetzt. […]

Täter als Marionetten

Die strafrechtliche Umdeutung der NS-Verbrechen

von Joachim Perels (1/2009)

Als die Zentrale Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen am 1. Dezember 2008 ihren 50. Geburtstag beging, wurde ihr noch einmal jene Aufmerksamkeit zuteil, die sie verdient. Dabei ist es um ihre Arbeit in den letzten Jahren erheblich leiser geworden. Der Grund dafür ist biologischer Natur: Die letzten Nazi-Täter sterben aus. […]

Juden im Iran: Heimat in der Diaspora?

von Katajun Amirpur (12/2008)

Der Staat Israel gilt als die nationale Heimstätte des jüdischen Volkes. Das zionistische Selbstverständnis, exklusiv das Weltjudentum zu vertreten, wird jedoch nicht nur durch die große Zahl der in den Vereinigten Staaten lebenden Juden fundamental in Frage gestellt. […]

Kommodes Gedenken

Die Erinnerungskultur des vereinten Deutschlands

von Harald Schmid (11/2008)

Gedenktage sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Sie beginnen immer früher und dauern immer länger. Tatsächlich handelt es sich immer öfter eher um Gedenkwochen. Publikum und Akteure der Erinnerungskultur sind schon lange daran gewöhnt, dass – ich übertreibe nur wenig – einem beim Aufschlagen der Zeitung fast täglich ein NS-Jahrestag begegnet. […]

Antisemitische Erblast

Vom Nationalsozialismus zum Nahost-Konflikt

von Gert Krell (11/2008)

Vor 70 Jahren trat, mit den Pogromen vom 9. November 1938, die nationalsozialistische Politik gegenüber den Juden in ihre eliminatorische Phase. […]

Universalismus, Selbsthass oder jüdischer Antisemitismus

Der Streit um die richtige Solidarität mit Israel

von Micha Brumlik (4/2007)

Mehr als einhundert Jahre nach den ersten jüdischen Siedlungsversuchen im osmanischen Millyet Falestin, bald sechzig Jahre nach der Gründung des Staates Israel und nun bald vierzig Jahre nach der Eroberung der Westbank durch Israel scheint der Palästinakonflikt einer Lösung ferner zu sein denn je. […]

Auf der Suche nach einer europäischen jüdischen Identität

von Irene Runge (6/2006)

Als ich zum ersten Mal den Begriff "europäische jüdische Identität" hörte, war ich verblüfft, dann begeistert. Es war kurz nach dem Mauerfall 1989. […]

Russlands antisemitische Patrioten

von Martin Malek (9/2005)

Anlässlich des Prozesses gegen Michail Chodorkowski, den ehemaligen Chef des Ölkonzerns Jukos, wurde massive Kritik an der russischen Justiz geübt.1 Kaum Beachtung fand demgegenüber, dass auch die anderen beim Kreml in Ungnade gefallenen Großunternehmer – vor Chodorkowski bereits Wladimir Gusinski und Boris Beresowski – jüdischer Abstammung sind. […]

Katholischer Antisemitismus

von Samuel Salzborn (8/2005)

"Herr Spiegel, jetzt reicht’s!!!" So beginnt einer der zahlreichen Briefe, die infolge der Dreikönigspredigt des Erzbischofs von Köln, Joachim Kardinal Meisner, beim Zentralrat der Juden eingegangen sind. […]

Das Denkmal entzieht sich der Frage nach dem Warum

Rede von Paul Spiegel anlässlich der Einweihung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas vom 10. Mai 2005 (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (6/2005)

Als die Alliierten 1945 die Konzentrations- und Vernichtungslager befreiten, glaubten viele Überlebende, mit dem Ende des Holocaust sei die Geißel des Antisemitismus überwunden. Heute, 60 Jahre später, bekennt sich der Nobelpreisträger und Buchenwald-Überlebende Elie Wiesel voller Sorge zu seiner damaligen Naivität: […]

Feindbildwechsel in Serbien

von Boris Kanzleiter (6/2005)

Die ethnonationalen Weltbilder, die während der Kriege im zerfallenen Jugoslawien mobilisiert wurden, umfassten neben der Konstruktion eigener Identitäten stets auch die Zuschreibung von äußeren Freund- und Feindbildern. So gab in Kroatien am Anfang der 90er Jahre ein populärer Schlager mit dem Titel "Danke Deutschland" dem Glauben der Kroaten an eine innige Verbindung mit den Deutschen Ausdruck. […]

Ungarn 1945: Befreiung oder Eroberung?

von Matthias Eickhoff (6/2005)

Sechzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges wird die historische Bedeutung des Jahres 1945 in der ungarischen Gesellschaft äußerst unterschiedlich eingeschätzt. Für die einen bedeutet 1945 zunächst einmal die Befreiung vom Faschismus und die Rettung vor der "Endlösung" der Nazis, für die anderen ist es vor allem der Beginn der sowjetischen Besatzung und kommunistischen Diktatur. […]

Rückkehr der Führer?

Rechtsparteien in Europa

von Albert Scharenberg (5/2005)

Wer sich vor zwei Jahrzehnten mit dem organisierten europäischen Rechtsextremismus befasste, war entweder Historiker oder Sektologe. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: In der Gegenwart gab es keine rechten Massenparteien. Wer solche studieren wollte, erforschte die geschichtlichen Formationen. […]

Holocaust und Vertreibung

Das ambivalente Gedenken der Kriegskindergeneration

von Micha Brumlik (5/2005)

Der dem Rechtsradikalismus zuneigende Historiker Ernst Nolte beklagte vor gut 20 Jahren, dass die nationalsozialistische Vergangenheit nicht vergehen wolle. Daran war so viel richtig, als historische Vergangenheiten nur so weit präsent und lebendig sind, wie es Menschen gibt, die sich ihrer erinnern wollen. […]

Bunt statt Braun

Zivilgesellschaft ist vitaler Verfassungsschutz

von Heribert Prantl (2/2005)

Im November vergangenen Jahres wurde die Bürgerinitiative "Bunt statt Braun" aus Anklam mit der Hermann-Kesten-Medaille 2004 der Schriftstellervereinigung P.E.N. ausgezeichnet. Die Mitglieder von "Bunt statt Braun" engagieren sich seit fünf Jahren gegen den zunehmenden Rechtsextremismus in Ostvorpommern – oft allein auf weiter Flur. […]

Der Auschwitz-Prozess und seine Lehren

von Georg Groeninger (1/2005)

Mit allzu großer Verzögerung sind die Prozesse zur Aburteilung der NS-Verbrechen in Gang gekommen. […]

Antisemitismus in der islamischen Welt

Externe und interne Ursachen in historischer Perspektive

von Armin Pfahl-Traughber (10/2004)

In der islamisch geprägten Welt kursieren seit Jahrzehnten Behauptungen über "jüdische Ritualmorde" oder "jüdische Verschwörungen", die ansonsten mit nationalsozialistischer und völkischer Ideologie in Verbindung gebracht werden. Selbst die längst als Fälschung entlarvten "Protokolle der Weisen von Zion", die bedeutendste Hetzschrift des europäischen Antisemitismus, erreichen dort hohe Auflagen. […]

Der Nationalsozialismus in transnationaler Perspektive

von Kiran Klaus Patel (9/2004)

2004 hat sich in Deutschland und in Europa eine Tendenz fortgesetzt, die bereits seit einiger Zeit zu beobachten war: der Trend zur Europäisierung des öffentlichen Gedenkens an die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts und damit an eine Vergangenheit, für die radikale Ideologien, zwei Weltkriege, Massenmord und Vertreibung die Leitmotive bilden. […]

Berliner Erklärung

Beschluss der OSZE-Antisemitismus-Konferenz vom 29. April 2004 (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (6/2004)

Vor dem Hintergrund der eskalierenden Auseinandersetzung im Nahen und Mittleren Osten aber auch der EU-Osterweiterung wird verstärkt vor einer Zunahme des Antisemitismus in Europa gewarnt. Am 28. und 29. […]

Im Hause des Henkers

Fritz Bauer und die Selbstaufklärung der Republik

von Micha Brumlik (4/2004)

Vor vierzig Jahren, von der Eröffnung am 20. Dezember 1963 bis zur Verkündung der Urteile am 19. und 20. August 1965, fand in Frankfurt am Main der erste Auschwitzprozess statt. Treibende Kraft hinter dem Verfahren war der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer. Das nach ihm benannte Fritz Bauer Institut eröffnete am 27. März d.J. […]

Antisemitismus: Kehrt das Monster zurück?

von Brian Klug (4/2004)

Kürzlich aß ich zu Mittag mit einem Freund, der in London eine Menschenrechtsorganisation leitet. Seine Organisation arbeitet in der ganzen Welt, der Nahe Osten eingeschlossen. In der Vergangenheit hat sie die israelische Politik insbesondere in Bezug auf die freie Meinungsäußerung in den besetzten palästinensischen Gebieten öffentlich scharf kritisiert. […]

Ungeschminkter Antisemitismus. Presse-Erklärung des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen vom 6. November 2003 (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (1/2004)

An die Orts- und Kreisvorsitzenden, die Landes- und Bezirksvorsitzenden, die Mitglieder des Bundesvorstandes, die Generalsekretäre, Landes- und Kreisgeschäftsführer, die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Vereinigungen Den Mitgliedern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zur Kenntnis Liebe Freunde, aus vielen Zuschriften, Telefonaten und Gesprächen weiß ich, dass […]

Unvereinbarkeit mit den Grundüberzeugungen der Union. Brief der CDU-Bundesvorsitzenden Angela Merkel an Partei und Bundestagsfraktion vom 14. November 2003 (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (1/2004)

Der Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen hat heute Strafanzeige gegen den CDU-Bundestagsabgeordeneten Martin Hohman wegen dessen antisemitischer Ausfälle in einer Rede zum Nationalfeiertag vom 3. Oktober erstattet. […]

Mutmaßungen über Tätervölker -- Der Fall Martin Hohmann

Gerechtigkeit für Deutschland. Rede des CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 2003 (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (1/2004)

Die Rede des CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann, gehalten am 3. Oktober 2003 vor 160 Zuhörern in Neuhof bei Fulda, anschließend auf der Internet-Seite der CDU Neuhof präsentiert und nur zufällig an die breite Öffentlichkeit gelangt, führte über Wochen zu heftigen Kontroversen (vgl. Albrecht von Lucke, Deutsches Lehrstück, S. 9-12). […]

Deutsches Lehrstück

von Albrecht von Lucke (1/2004)

Die Rede Martin Hohmanns, für den Antisemitismusforscher Wolfgang Benz die erste "geschlossene judenfeindliche Argumentation von einem Politiker einer demokratischen Partei" in der Geschichte der Bundesrepublik, ist noch weit mehr als das. […]

Degussa: Werben mit Auschwitz

von Otto Köhler (1/2004)

Wer auf die rettende Idee kam, lässt sich wohl kaum noch ermitteln. Aber alles sieht so aus, als wäre es unser höchster Volksvertreter Wolfgang Thierse selbst gewesen, der am 29. Oktober im Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Degussa AG, Professor Utz-Hellmuth Felcht, das erlösende Wort fand. "Konstruktives Gespräch zwischen Wolfgang Thierse und Prof. […]

top