Artikel zum Thema Geschichte | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Geschichte

Ende eines Jahrhundertmythos?

Ketzerische Gedanken über Vergangenheit und Zukunft des Sozialismus

von Michael Schneider (3/2010)

Zum 70. Geburtstag von Rudi Dutschke (7. März 1940 – 24. Dezember 1979) […]

Haiti und der Hass auf den Westen

von Jean Ziegler (3/2010)

Im Jahr 1794 gelangten erstaunliche Nachrichten aus Paris in die Karibik: Die Sklaverei sei abgeschafft, die Gleichheit der Menschen verkündet und Sklavenhalter, die sich widerspenstig zeigten, würden guillotiniert. Doch am 20. Mai 1802 richtete Napoleon Bonaparte die Sklaverei wieder ein. Ein weiterer Erlass, vom 5. […]

Hungersnot oder Genozid?

Der Holodomor und die ukrainische Geschichtspolitik

von Anne-Katrin Lang und Lina Klymenko (11/2009)

Ende November jedes Jahres gedenkt die Ukraine der Millionen Menschen, die infolge der Hungerkatastrophe in den Jahren 1932/33 in der damaligen Sowjetrepublik starben. Die Erinnerung an den sogenannten Holodomor 1 wirft einmal mehr die Frage auf, ob es sich hierbei, wie von Kiew behauptet, um einen „Genozid“ gehandelt hat. […]

Aufrichtig lügen

Vom Feudalismus über den Sozialismus zum Kapitalismus

von Wolfgang Engler (11/2009)

Aufrichtigkeit – natürlich war das Thema für die Gesellschaft, in der ich vor 1989 lebte, relevant. In einer Gesellschaft wie der ostdeutschen, die ein umfängliches Spitzelunwesen ertragen musste, zählte aufrichtiges Sprechen und Handeln zu den Kardinaltugenden des anständigen Bürgers. […]

1939 bis 2009: Lügen im Dienste des Krieges

von Wolfram Wette (9/2009)

Am 1. September 1939 eröffnete das im Danziger Hafen liegende deutsche Linienschiff „Schleswig-Holstein“ mit seinen schweren Geschützen das Feuer auf die polnische Westerplatte – ohne jede Kriegserklärung. Gleichzeitig ließ Hitler einen Angriff polnischer Soldaten auf den oberschlesischen Sender Gleiwitz vortäuschen. […]

Wie das Ende der DDR geplant wurde

von Uli Gellermann (8/2009)

„Was wäre wenn?“, ruft das Feuilleton den Gipfeln der Geschichte zu, und das Echo ist ein sachdienlicher Hinweis: „Renn!“ Denn wer die Gipfel anschreit, dem werfen sie die Brocken um die Ohren. Das aber focht unsere tapferen Feuilletonisten bisher nicht an: Kurras, der Mörder des Benno Ohnesorg, war Stasi-Agent? […]

Opfer Springer

von Jan Kursko (7/2009)

Polizeiwachtmeister Karl-Heinz Kurras, der am 2. Juni 1967 den friedlich demonstrierenden Benno Ohnesorg durch einen Schuss in den Hinterkopf tötete, war Mitglied von SED und Stasi. Seit dies bekannt wurde, raunt es im Lande: „Der Gründungsmythos der 68er wackelt“ (Kurt Kister). Und der geneigte Leser fragt sich, was Mythen noch so alles können. […]

Ein afrikanischer Traum

Auf der Suche nach der afrikanischen Renaissance

von Wole Soyinka (7/2009)

Es gab einmal eine Zeit, da war es innerhalb einer Schule des Historizismus durchaus akzeptabel zu behaupten, Afrika sei erst mit der Ankunft der Kolonialmächte in die Geschichte eingetreten und zwar – natürlich – in seiner Rolle als Lieferant von Rohmaterialien, im Verlauf der europäischen industriellen Revolution. […]

Kosmopolitismus und Demokratie: Von Kant zu Habermas

von Seyla Benhabib (6/2009)

Der 80. Geburtstag von Jürgen Habermas bedeutet auch für mich persönlich ein kleines Habermas-Jubiläum. Es ist nämlich genau 30 Jahre her, dass ich als Stipendiatin der Alexander-von-Humboldt-Stiftung im Herbst 1979 nach Deutschland kam, um bei ihm am Max-Planck-Institut in Starnberg zu studieren. […]

Schlachtfeld Europa

Transnationale Erinnerung und europäische Identität

von Claus Leggewie (2/2009)

Dass Europa sich in einer Krise befindet, ist längst ein Gemeinplatz. Erst war es eine Krise der Erweiterung, dann eine Vertiefungs- und schließlich auch eine Verfassungskrise. […]

Kommodes Gedenken

Die Erinnerungskultur des vereinten Deutschlands

von Harald Schmid (11/2008)

Gedenktage sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Sie beginnen immer früher und dauern immer länger. Tatsächlich handelt es sich immer öfter eher um Gedenkwochen. Publikum und Akteure der Erinnerungskultur sind schon lange daran gewöhnt, dass – ich übertreibe nur wenig – einem beim Aufschlagen der Zeitung fast täglich ein NS-Jahrestag begegnet. […]

Von der Waffe der Kritik zur Kritik mit der Waffe

Wie Jorge Semprún zum Kommunisten wurde

von Franziska Augstein (8/2008)

Im Sommer 2005 hat Jorge Semprún mir erklärt, wie er Kommunist geworden ist. Das Gespräch fand in seinem Landhaus im südlich von Paris gelegenen Gâtinais statt. […]

Alte Kameraden, neue Elite

von Eberhard Rondholz (8/2008)

Das bayrische Mittenwald war auch dieses Jahr wieder Mittelpunkt revisionistischer Traditionspflege bei der Bundeswehr. An diesem Standort der schon kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs wieder aufgebauten 1. Gebirgsdivision wird alljährlich zu Pfingsten eine Art Heldengedenktag der alten Kameraden zelebriert. […]

Der lange Marsch in ein gerechteres Amerika

Rede von Barack Obama, US-Senator und Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur der Demokratischen Partei, gehalten am 18.März 2008 im Constitution Center, Philadelphia (Wortlaut)

von Barack Obama (5/2008)

Der Wahlkampf um die Präsidentschaftskandidatur der Demokratischen Partei zwischen Senator Barack Obama aus Chicago und der New Yorker Senatorin Hillary Clinton hat in den vergangenen Wochen an Schärfe zugenommen. […]

Schlafen mit offenem Auge

60 Jahre Israel

von Scott Copeland (5/2008)

Für gewöhnlich schlafe ich gut. In unserer ruhigen Vorstadtstraße am Stadtrand von Jerusalem, wo die Lichter von Ramot und Beit Iqsa sich argwöhnisch beäugen, durchbricht nur gelegentlich der Lärm zwischen den Mülltonnen umherjagender Hunde das Schweigen der Nacht. […]

Klimakriege

von Harald Welzer (5/2008)

Ein leises Klirren hinter mir ließ mich den Kopf drehen. Sechs Schwarze gingen hintereinander und quälten sich den Pfad hinauf. Sie schritten aufrecht und langsam, balancierten kleine Körbe mit Erde auf dem Kopf, und das Klirren begleitete jeden Schritt. […]

Die Kunst des Aufstands

von Rudi Dutschke (4/2008)

Im Mittelpunkt der gegenwärtigen Debatte über Absichten und Ziele, Erfolg oder Scheitern der 68er steht einmal mehr der wohl bekannteste Protagonist der damaligen Außerparlamentarischen Opposition, Rudi Dutschke. […]

Lob der Uneindeutigkeit

Zeitzeugenschaft und Deutungskonflikte nach dem Ende der DDR

von Dorothee Wierling (3/2008)

Als ich im April 1987 mit Lutz Niethammer und Alexander von Plato in die DDR ging, um dort lebensgeschichtliche Interviews mit der Aufbaugeneration des sozialistischen Staates durchzuführen, kamen wir in ein Land, dessen Kultur uns einerseits unheimlich vertraut, andererseits aber auch verwirrend unverständlich war. […]

My Lai oder Die Stunde des Außenseiters

Warum Historiker in der Schuld von Seymour M. Hersh stehen

von Bernd Greiner (3/2008)

Was sich vor 40 Jahren, am 16. März 1968, im südvietnamesischen My Lai abspielte, ist weitgehend bekannt. Gegen 7.30 Uhr wurden die „Charlie“- und die „Bravo“-Kompanie der US-Sondereinheit Task Force Barker in der Nähe dreier Dörfer von Transporthubschraubern abgesetzt. […]

Die vielen Gesichter der Geschichte

Erinnerung und Geschichtspolitik in Polen

von Jan M. Piskorski (1/2008)

Maria, die russische Ehefrau des polnischen Dichters Jan Kasprowicz, war sich schon bald nach ihrer Trauung 1911 darüber im Klaren, dass man die Polen nur verstehen könne, wenn man ihre schmerzhafteste Wunde und zugleich ihren größten Komplex berücksichtigt: nämlich den Untergang des Staates am Ende des 18. Jahrhunderts. […]

Die Zukunft der Geschichtspolitik

von Ulrich Herbert (1/2008)

Das neue Jahr 2008 ist gespickt mit historischer Erinnerung. Nicht nur jährt sich das bereits im vergangenen Jahr reichlich strapazierte „1968“ zum vierzigsten Mal, sondern auch – weit weniger beachtet – zum fünfundsiebzigsten Mal die Machtübertragung an die Nationalsozialisten vom 30. […]

Die Brüchigkeit der Demokratie

von Seymour M. Hersh (11/2007)

Lassen Sie mich, meine Damen und Herren, mit dem Allerwichtigsten anfangen. Die schlechte Nachricht lautet heute: King George Bush dem Zweiten verbleiben noch 481 Tage an der Regierung. Und die gute Nachricht? Morgen früh, wenn wir aufwachen, wird es ein Tag weniger sein. Hoffnungsträchtigeres hat die gute Nachricht, fürchte ich, nicht zu bieten. […]

Sisyphos der Demokratie

Laudatio auf Seymour Hersh

von Hans Leyendecker (11/2007)

„Wir haben es hier mit einem Gegner zu tun, der schlimmer ist als die Kommunisten. [...] Die wollen uns drankriegen. [...] Was ich, ehrlich gesagt, nie bedacht habe, war, wie weit diese Bastarde gehen würden. [...] Es ist mir wurscht, wie es gemacht wird. Tut nur, was getan werden muss, um diese undichten Stellen zu stopfen. Ich will nicht hören, warum es nicht möglich ist. […]

Politik mit Akten

Die Stasi-Debatte in Polen und Tschechien

von Helmut Fehr (10/2007)

Die Debatte über das Erbe der Staatssicherheitsdienste aus der Zeit des Kommunismus reißt hierzulande nicht ab, wie die jüngsten Kontroversen über die „Birthler-Behörde“ zeigen. Doch auch die ostmitteleuropäischen Länder sehen sich mit anhaltenden gesellschaftlichen Auseinandersetzungen über den „richtigen“ Umgang mit dieser Geschichte konfrontiert. […]

Die Ikonisierung Stauffenbergs

Stefan George, Karl Wolfskehl und das Geheime Deutschland

von Micha Brumlik (10/2007)

In Thomas Manns Roman „Doktor Faustus“ berichtet der Erzähler, Serenus Zeitblom, über einen Zirkel völkischer Dunkelmänner, Professoren und Künstler, die sich im München der 20er Jahre treffen, um beifällig den Fortschrittsideen des späten 19. Jahrhunderts den Abschied zu geben. […]

40 Jahre 2. Juni

Die Geburt der 68er-Generation aus der Gewalt-Debatte

von Albrecht von Lucke (6/2007)

Offensichtlich wird die Republik in diesem Jahr von ihren Untoten heimgesucht. Das belegt nicht nur der Fall Filbinger/Oettinger. Nein, auch die RAF schien eigentlich schon lange mausetot. Bald zehn Jahre nach der schriftlichen Verkündung ihrer Selbstauflösung am 20. […]

Wer waren die Nazis?

Günther Oettinger und die gefühlte Geschichte

von Harald Welzer (5/2007)

Wenn Politiker sich über Geschichte äußern, betreiben sie unweigerlich Geschichtspolitik. […]

Die politischen Mythen der Deutschen

von Herfried Münkler (2/2007)

Wer Mythen erzählt, will betrügen. So jedenfalls lautet die landläufige Meinung, wonach im Falle des Mythos das Berichtete nicht der Wahrheit entspricht – zumeist jedenfalls. Seit den alten Griechen stehen Wahrheit und Mythos in einem Spannungsverhältnis zueinander. Im 5. und 4. […]

Pressestimmen zu 50 Jahren Blätter (taz, FR, Freitag, Neues Deutschland, Jungle World)

Dokumente zum Zeitgeschehen (1/2007)

Mehr als 500 Gäste waren ins Palais der Berliner Kulturbrauerei gekommen, um am 24. November den 50. Geburtstag der „Blätter“ zu begehen. Nach den Redebeiträgen von Bettina Gaus, Karl D. Bredthauer, Micha Brumlik und Rudolf Hickel (vgl. „Blätter“ 12/2006) wurde dort u.a. […]

50 Jahre Blätter: Aus Sorge um Deutschland: West-östliche Wegstrecken

von Karl D. Bredthauer (12/2006)

„Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ – so heißt ein Bestseller über die Verhunzung der deutschen Sprache. Keine Angst, ich verkneife mir heute Abend jeden Kommentar, auch zur Recht-Schreibe, wie zu anderen Reformwundern unserer Tage. […]

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