Artikel zum Thema Gewerkschaften | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Gewerkschaften

Strohfeuer oder Wendepunkt?

Gewerkschaftliches Comeback in Zeiten der Krise

von Hans-Jürgen Urban (5/2013)

Die erste Hälfte des Jahres 2013 ist eine Zeit wichtiger Tarifauseinandersetzungen. Im öffentlichen Dienst, der Metall- und Elektroindustrie sowie der chemischen Industrie wird erneut über die Verteilung der ökonomischen Wertschöpfung zwischen Kapital und Arbeit gestritten. […]

»Ein Blick in die Ausbildungsstatistik zeigt höchst problematische Entwicklungen«

Analyse des Deutschen Gewerkschaftsbundes zur offiziellen Ausbildungsstatistik 2012, 4.2.2013

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt erscheint paradox: Die Partner des Ausbildungspaktes – die Spitzenverbände der Wirtschaft und die Bundesregierung – sprechen in ihrer Bilanz des Ausbildungsjahres 2012 von einer „insgesamt guten Situation“ für die Jugendlichen, die es dank einer „stabilen konjunkturellen Lage“ gebe. […]

Vom Klassenkampf zum Wettbewerbskorporatismus

Die Große Transformation der Gewerkschaften

von Frank Deppe (2/2013)

Die politischen Klassenorganisationen, also die proletarischen Parteien, sind im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts entweder in eine tiefe Krise geraten oder haben sich faktisch aufgelöst (so die einst großen kommunistischen Parteien in Frankreich und Italien). […]

Mehr Europa, aber anders

von Dierk Hirschel und Klaus Busch (6/2012)

Nicht nur die EU steckt in der tiefsten Krise ihrer Geschichte, sondern auch der Protest gegen die Aushöhlung der nationalen Demokratien (siehe den Beitrag von Florian Rödl in der April-Ausgabe). Worauf es heute ankommt, ist daher zweierlei: die Verteidigung nationaler Schutzrechte und eine neue Europäisierung des Protests für ein anderes Europa. […]

Europa von unten

von Alexis Passadakis (5/2012)

Vor genau einem Jahr, am 15. Mai 2011, besetzte die spanische Bewegung Democracia Real Ya! den Platz Puerta del Sol in Madrid. Sie verlieh damit den Protesten gegen die Krisenpolitik der europäischen Regierungen eine neue Dynamik. […]

»Wenn Arbeit krank macht«

Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes zu Stress am Arbeitsplatz, 27.3.2012

52 Prozent der Beschäftigten müssen sehr häufig oder oft gehetzt arbeiten. 63 Prozent geben an, dass sie seit Jahren immer mehr in der gleichen Zeit leisten müssen. Dabei gilt generell: Je stärker die Arbeit intensiviert wird, desto mehr muss gehetzt werden. Und je länger die wöchentliche Arbeitszeit, desto größer ist die Arbeitshetze. […]

»Vier-Punkte-Programm für einen Kurswechsel in Europa«

DGB-Programmpapier zur Überwindung der Euro-Krise, 14.2.2012

Freiheit weiter denken

Wofür stehen die Gewerkschaften?

von Alex Demirovic, Lothar Wenzel und Martin Allespach (10/2011)

Die Arbeiterbewegung – und mit ihr die Gewerkschaften – verstanden sich von Beginn ihrer Existenz an ganz selbstverständlich als Freiheitsbewegung: Die Befreiung der Arbeit und die vom halbfeudalen politischen System des wilhelminischen Reichs sollten Hand in Hand gehen. […]

»Regeln zur Bestimmung des Hartz-IV-Satzes verstoßen gegen verfassungsrechtliche Vorgaben«

Rechtsgutachten der Hans-Böckler-Stiftung, 5.9.2011

Das Gesetz "zur Ermittlung von Regelbedarfen" vom März 2011 justiert das Verfahren neu, mit dem der Hartz-IV-Regelsatz ermittelt wird. Das Prinzip dabei: Die Höhe richtet sich nach den Durchschnittsausgaben einkommensschwacher und nicht von Grundsicherung oder Sozialhilfe lebender Haushalte. […]

Die Propaganda vom Fachkräftemangel

von Lars Niggemeyer (5/2011)

„Der Fachkräftemangel wird in den nächsten Jahren zum Schlüsselproblem für den deutschen Arbeitsmarkt und nicht die Arbeitslosigkeit“, erklärt Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle, und Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt fordert unentwegt „wirksame Maßnahmen“ dagegen. […]

Der August Bebel der Kritischen Theorie

Laudatio auf Oskar Negt

von Heribert Prantl (5/2011)

August Bebel gehört zu den großen Unbekannten der deutschen Geschichte. Bei der Lektüre der Biographien über ihn von Theodor Heuss und Brigitte Seebacher-Brandt fand ich viel, was ich nicht gewusst hatte; aber ich fand nicht das, was ich eigentlich suchte. Theodor Heuss beschreibt wunderschön Bebels „prachtvolle Stimme mit dem kupfernen Ton“. […]

»Deutsche Arbeitskosten entwickeln sich weiter unterdurchschnittlich«

Neuer europäischer Arbeitskostenvergleich des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung in der Hans-Böckler-Stiftung, 01.3.2011

Deutschland liegt bei den Arbeitskosten für die Privatwirtschaft weiterhin im Mittelfeld der EU-Staaten - im Jahr 2009 mit 29 Euro pro Arbeitsstunde an siebter Stelle. Auch 2009 sind die Arbeitskosten in der Bundesrepublik mit einem Plus von 2,3 langsamer gestiegen als im Durchschnitt der Eurozone, wo der Zuwachs 2,9 Prozent betrug. […]

100 Jahre internationaler Frauentag am 8.3.2011

Dokumentation des DGB zur Geschichte des Weltfrauentages

Der Internationale Frauentag hat eine lange Tradition. Er geht auf die Arbeiterinnenbewegung von Mitte des 19. bis zum 20. Jahrhundert zurück. Erste entscheidende Momente waren Demonstrationen und Streiks von Textilarbeiterinnen in den USA seit 1858. […]

Europa im Arbeitszeitkampf

von Thomas Händel (1/2011)

Ungeachtet des jüngsten Wirtschaftswachstums ist von einer Entlastung in der Debatte um die Verlängerung der Arbeitszeiten nichts zu spüren. […]

Arbeitskampf oder Korporatismus

von Klaus Dörre (12/2010)

Der konjunkturelle Tiefpunkt ist kaum überschritten, noch sind die sozialen Folgen der globalen Finanzkrise nicht annähernd absehbar, da scheint einer der großen Verlierer bereits festzustehen: die Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung. Das jedenfalls ist der Tenor einer internationalen Debatte unter namhaften Forschern im Feld der Arbeitsbeziehungen. […]

Wirtschaftsdemokratie contra Krisenkapitalismus

Über den notwendigen Kurswechsel der Gewerkschaften

von Dierk Hirschel und Thorsten Schulten (11/2010)

Große Krisen waren immer wieder der Auslöser grundlegender sozialer Reformen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden in der Weimarer Republik wesentliche Institutionen des Sozialstaates geschaffen. Die große Weltwirtschaftskrise 1929 leitete in den USA die Politik des New Deal ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden in Westeuropa die entwickelten Wohlfahrtsstaaten. […]

Wider die Tarifeinheitsfront

von Detlef Hensche (8/2010)

So viel Einigkeit kommt selten vor: Kaum hatte das Bundesarbeitsgericht (BAG) entschieden, nicht länger am Grundsatz der Tarifeinheit festhalten zu wollen, erscholl ein vielstimmiger Ruf nach dem Gesetzgeber. […]

Vom Klassenkampf zum Korporatismus

Gewerkschaften im Rheinischen Kapitalismus a. D.

von Walther Müller-Jentsch (7/2010)

Mit Kurswechsel aus der Krise“ überschrieb der gewerkschaftliche Info-Service „Einblick“ einen Bericht über die gesellschaftspolitische Diskussion auf dem DGB-Bundeskongress, der Mitte Mai in Berlin stattfand. […]

Das Mandat der Gewerkschaften

Warum Krisenzeiten nur selten Erkenntniszeiten sind

von Oskar Negt (5/2010)

Es ist ein großer Gedanke des Philosophen Hegel, dass in der Arbeit der Zuspitzung der Verhältnisse eine Kraft steckt, die eine Entscheidung vorbereitet und auf einen Prozess der Veränderung dringt. […]

Halbierte Moderne ?

von Detlef Hensche (4/2010)

In der März-Ausgabe der „Blätter“ dokumentierten wir den Gründungsaufruf des „Instituts solidarische Moderne“. Wo aber liegen dessen Stärken und Schwächen – und seine blinden Flecken? […]

Demokratie wagen!

Gewerkschaftliche Perspektiven in der Wirtschaftskrise

von Alex Demirovic, Lothar Wentzel und Martin Allespach (2/2010)

Die ökonomische Entwicklung und die politischen Entscheidungen haben in den vergangenen Jahren die soziale Ungleichheit und Polarisierung der bundesdeutschen Gesellschaft verstärkt; die Gerechtigkeitslücke wird immer größer.[1] Diese empirisch vielfach belegte Verschlechterung der Lebenslage eines erheblichen Teil […]

Hausgemachtes Defizit

Reallohnverlust und die Misere der Sozialversicherungen

von Camille Logeay und Thomas Weiß (2/2010)

Die aktuelle Weltwirtschaftskrise ging weder vom Arbeitsmarkt noch vom Sozialstaat aus. Trotzdem argumentieren viele deutsche Ökonomen weiterhin, als sei dies der Fall. […]

Arbeit in Würde

von Eva Senghaas-Knobloch (1/2010)

„Decent Work Worldwide“: Das ist der Name einer globalen Agenda, die auf beharrliches Insistieren der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) im Rahmen des UN-Weltgipfels von 2005 den sogenannten Millenniumszielen für Entwicklung hinzugefügt und 2006 auch vom Wirtschafts- und Sozialrat der UNO angenommen wurde. […]

Wie weiter nach der Wahl? Arbeitskampf in Krisenzeiten

von Wolfgang Uellenberg-van Dawen (10/2009)

Deutschland hat gewählt, die Krise bleibt. Während ein denkbar inhaltsleerer Wahlkampf zu Ende gegangen ist, befindet sich die Weltwirtschaft, allen positiven Prognosen zum Trotz, weiterhin in ihrer tiefsten Krise seit 80 Jahren. Daran hat sich durch den 27. […]

Krisenlösung Vollbeschäftigung

von Mohssen Massarrat (6/2009)

Die Finanzkrise kann nicht allein durch Finanzpolitik gelöst werden. Denn sie ist nur ein Symptom. Und das Kurieren am Symptom, also eine Regulierung der Finanzströme, wäre reine Kosmetik, bliebe deren Ursache unberücksichtigt: nämlich der neoliberale Kapitalismus als Ganzer. […]

Die Mosaik-Linke

Vom Aufbruch der Gewerkschaften zur Erneuerung der Bewegung

von Hans-Jürgen Urban (5/2009)

Die Lage ist ernst. Die globale Wirtschaftsleistung befindet sich im freien Fall, erstmalig seit 1945 dürfte sie in diesem Jahr sinken. 1 Was als Krise des amerikanischen Immobiliensektors begann, wuchs sich schnell zur globalen Finanzkrise aus und hat längst die sogenannte Realwirtschaft erfasst. […]

Neuer Gesellschaftsvertrag: Konsens und Konflikt

von Jörg Reitzig (5/2009)

„Wir wollen keine Kosmetik, sondern einen neuen Gesellschaftsvertrag“, so die Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion, Renate Künast, über die notwendigen Maßnahmen zur Bewältigung der aktuellen Wirtschaftskrise. 1 Mit diesem Anspruch steht sie nicht allein. […]

Die Krise der Linksintellektuellen

Leo Koflers Theorie der progressiven Elite und die Neue Linke

von Christoph Jünke (4/2009)

Dass seit einigen Jahren wieder zunehmend über den deutschen Linkssozialismus geforscht und diskutiert wird, ist sicherlich nicht nur, aber eben auch der Tatsache geschuldet, dass in einer Zeit gesellschaftlicher Repolitisierung auch die Geschichte und Theorien des Linkssozialismus wieder auf den Prüfstand der Aktualität gestellt werden. […]

In der Mitte gähnt der Abgrund

Die Krise der SPD

von Oliver Nachtwey (8/2008)

Der Klimawandel ist kein neues Phänomen. Gleichwohl machen uns erst die Wetterextreme, die Stürme und Hitzewellen sein ganzes Ausmaß bewusst. Ähnlich ergeht es der SPD: Sie schmilzt wie ein riesiger Eisberg in der Antarktis. Stück für Stück bricht ein Brocken heraus, die Partei liegt bei Wahlumfragen stetig deutlich unter 30 Prozent, weit jenseits der Marke, die eine Volkspartei ausmacht. […]

Arbeitnehmerrechte im Sinkflug

Wie der Europäische Gerichtshof die Gewerkschaftsmacht aushebelt

von Felix Stumpf und Markus Büchting (6/2008)

Die sogenannte Rüffert-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 3. […]

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