KI-Agenten außer Kontrolle
KI verändert zunehmend unsere Kommunikation, die Wirtschaft und die Geopolitik. Die jüngsten Meldungen über ausgebrochene KI-Agenten zeigen: Es wächst das Risiko, dass die KI selbst außer Kontrolle gerät.
KI verändert zunehmend unsere Kommunikation, die Wirtschaft und die Geopolitik. Die jüngsten Meldungen über ausgebrochene KI-Agenten zeigen: Es wächst das Risiko, dass die KI selbst außer Kontrolle gerät.
Angesichts des nationalen wie internationalen Aufstiegs einer Neuen Rechten wird derzeit intensiv über die mögliche Wiederkehr des Faschismus diskutiert. Doch das eigentliche Problem liegt tiefer.
Das Timing hätte nicht besser sein können. Kaum hatten Ende April Delegierte aus 57 Staaten die weltweit erste Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen verlassen, gab es neue Hiobsbotschaften vom Ölmarkt.
Nach langem Ringen hat das Europäische Parlament am 16. Dezember 2025 dem sogenannten Omnibus-I-Paket zugestimmt, das zentrale Regelwerke des European Green Deal »vereinfachen« soll. Tatsächlich hat die Europäische Volkspartei damit allerdings nicht vereinfacht, sondern vielmehr die »Brechstange« (Manfred Weber, CSU) an die EU-Lieferkettenrichtlinie angesetzt.
Sie düsen in Privatjets um die Welt, um Immobilien und Konzernketten an sich zu reißen. Sie kaufen ganze Landschaften und Inseln, um sich dort im größten Luxus abzukapseln. Sie übernehmen Massenmedien, um sich selbst zu verherrlichen und gegen Arme und Geflüchtete zu hetzen.
Der 11. September erinnert nicht nur an den Einsturz des World Trade Centers in New York, sondern auch an eine der schwersten Katastrophen in der Textilindustrie: den Brand in der Fabrik Ali Enterprises in Karatschi, Pakistan.
Unter dem KI-Boom leidet vor allem der Globale Süden: durch Ausbeutung billiger Arbeitskräfte und Ressourcen, als Empfänger von Elektroschrott und durch den beschleunigten Klimawandel. Positive Veränderungen können nur gelingen, wenn die EU gleichberechtigte Partnerschaften mit den betroffenen Ländern schließt.
Etwa eine Milliarde Euro weniger als im vergangenen Jahr steht dem Bundesentwicklungsministerium 2025 zur Verfügung. Doch nicht nur der Spardruck macht der Entwicklungszusammenarbeit zu schaffen, auch die strategische Neuausrichtung gefährdet ihre Zukunftsfähigkeit.
Spätestens mit der Klimarahmenkonvention vor mehr als 30 Jahren waren die Gefahren und Risiken, die aus dem menschengemachten Klimawandel resultieren, allgemein bekannt. Dennoch steigen die weltweiten Emissionen noch immer – trotz unbestrittener Erfolge in Sachen Emissionsreduzierungen in einigen Teilen der Welt, etwa in Europa.
Trotz der jährlichen Weltklimakonferenzen steigen die globalen CO2-Emissionen immer weiter an und es droht ein negativer klimatischer Kipppunkt nach dem nächsten erreicht zu werden. Jürgen Scheffran zeigt dagegen, wie sich das Entstehen positiver Kipppunkte fördern ließe – im Energiesektor wie in der Lebensmittelversorgung.
Corona – war da was? Fünf Jahre nach Beginn der Pandemie und dem ersten Lockdown hierzulande ist das Thema weit weg. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 scheint das Virus vergessen.
Im vergangenen Jahr hat die Weltgemeinschaft kaum eine der vielen Krisen und Konflikte unserer Zeit gelöst. 2024, das kann man guten Gewissens behaupten, war ein multilateraler Totalausfall.
Während seines Wahlkampfs versprach Donald Trump, eine nationalistische Außenpolitik nach dem Motto „America first“ zu liefern. Er brüstete sich damit, dass er in seiner ersten Amtszeit damit gedroht hatte, Nato-Mitglieder im Stich zu lassen.
Eigentlich war das Superwahljahr 2024 dazu prädestiniert, ein globales Fest der Demokratie zu werden: Fast die Hälfte der Weltbevölkerung in mehr als 60 Staaten war dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Doch ausgerechnet die prominentesten Vertreter der westlichen liberalen Demokratien gingen beispiellos geschwächt aus dem Superwahljahr hervor.
Es war mehr als nur ein schlagzeilenträchtiges Ereignis: der 16. Gipfel der BRICS-Staaten im russischen Kasan zwischen dem 22. und dem 24. Oktober. Vielmehr sorgte die Zusammenkunft für breite Diskussionen um die Rolle der Vereinigung als Plattform des Globalen Südens und ihre Attraktivität als Sammelpunkt von nichtwestlichen Staaten.
Im August 2024 hat die Weltgesundheitsorganisation nach dem massiven Ausbruch von Mpox-Viruserkrankungen in mehreren afrikanischen Staaten die höchste Alarmstufe ausgerufen – eine „gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite“.
In wenigen Tagen kommt die Weltgemeinschaft in Baku zur 29. UN-Klimakonferenz zusammen. Zum Ende eines von Rekordtemperaturen, Hitzewellen, Überschwemmungen und Waldbränden geprägten Jahres soll in der Hauptstadt Aserbaidschans vom 11. bis zum 22. November über die Finanzarchitektur der internationalen Klimapolitik verhandelt werden.
„Im goldenen Zeitalter vor dem Krieg konnte der ‚Bewohner Londons […], seinen Morgentee im Bette trinkend, durch den Fernsprecher die verschiedensten Erzeugnisse der ganzen Erde in jeder beliebigen Menge bestellen und mit gutem Grund erwarten, daß man sie alsbald an seiner Tür ablieferte‘“
In Rio will die EU das Mercosur-Abkommen ins Ziel bringen. Dabei könnte sich das geplante Handelsabkommen für Menschenrechtsverletzungen, Klimakrise und Artensterben als veritabler Brandbeschleuniger erweisen.
Im Jahr 2022 sorgte eine Gruppe prominenter Klimaforscher:innen für Aufsehen. Das internationale Team um Luke Kemp von der Cambridge Universität warnte vor der Gefahr eines möglichen climate endgame.
Noch vor zehn Jahren hielten die meisten amerikanischen und europäischen Regierungsvertreter die entstehende Partnerschaft zwischen China und Russland nicht für eine dauerhafte Angelegenheit. In den westlichen Hauptstädten war man der Meinung, dass die ostentative Annäherung des Kremls an China seit 2014 zum Scheitern verurteilt sei.
In Berlin hat sich der Kokainkonsum seit 2015 mehr als verdreifacht. Ein großer Teil des hier konsumierten weißen Pulvers dürfte in Bananencontainern per Schiff aus Ecuador nach Europa gekommen sein.
Die russischen Bemühungen um einen Ausbau der Beziehungen zu Afrika zeigen: Um die Wirtschaftssanktionen des Westens zu umgehen und sich neue Absatzmärkte zu erschließen, braucht der Kreml Afrika derzeit mehr als je zuvor.
Gut eineinhalb Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine geht es längst nicht mehr „nur“ um eine militärische Auseinandersetzung, sondern auch um die Gestaltung – oder das Erleiden – einer neuen politischen wie ökonomischen Welt(un)ordnung.
Die BRICS-Staaten diskutieren über eine eigene Währung. Dahinter steht das Bestreben, die Hegemonie des westlich dominierten Finanzsystems im Allgemeinen und des US-Dollars im Besonderen zu brechen.