Ausgabe März 2009

Kurzgefasst

Norman Birnbaum: Neuer Präsident, neue US-Außenpolitik?

Seit dem Amtsantritt von Barack Obama blickt die ganze Welt gebannt nach Washington: Wird der neue Präsident die Außenpolitik seines Amtsvorgängers im Wesentlichen fortsetzen oder kommt es zu einem grundlegenden Neuanfang? Norman Birnbaum, Professor em. an der Georgetown University in Washington, D.C., und Mitherausgeber der „Blätter“, stellt die neuen Akteure der US-Außenpolitik vor und diskutiert die Herausforderungen, vor denen der Präsident steht – vom Nahen Osten und dem Irak über Russland und China bis nach Afghanistan.

Elmar Altvater: Die kapitalistischen Plagen. Energiekrise und Klimakollaps, Hunger und Finanzchaos

Die biblischen Plagen erleben ihre Wiederauferstehung im realexistierenden Kapitalismus: Unter diesem Leitmotiv diskutiert Elmar Altvater, Professor em. für Politische Ökonomie an der Freien Universität Berlin, die immensen Herausforderungen der Gegenwart. Dabei kritisiert Altvater die aktuellen Krisenstrategien, aber auch – unter ökologischen Vorzeichen – die Fallstricke der keynesianischen Nachfragepolitik. Seine These: Nur wenn man die Krisen im Zusammenhang versteht und bekämpft, kann man ihren verheerenden Folgen politisch wirksam begegnen.

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Aktuelle Ausgabe Juni 2026

In der Juni-Ausgabe deutet Andreas Püttmann den Aufstieg der Rechten als Ausdruck einer tiefgreifenden kulturellen Krise und eines entgrenzten Narzissmus. Meron Mendel plädiert für eine Pluralisierung der Erinnerungskultur, die nicht nur warnt, sondern auch verbindet. Angesichts des gegenwärtigen autoritären Umbruchs entwirft Franziska Brantner einen neuen Liberalismus, der Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zusammendenkt. Nina Kolleck erklärt, warum die Nutzung von Social Media kein Privatproblem ist und die Verantwortung für deren gravierende Folgen zuvorderst bei den Plattformbetreibern liegt. Carola Lentz würdigt die Geschichte des Goethe-Instituts und die demokratische Qualität seiner Kulturarbeit, die heute zunehmend in das Fahrwasser rauer Machtpolitik gerate. Wolfgang Zellner lotet in einer von Ordnungszerfall und Großmachtkonkurrenz geprägten Welt die Handlungsspielräume Europas aus, während Wolfgang Kaleck fragt, wie sich das Völkerrecht gegen Trump verteidigen – und weiterentwickeln – lässt.

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