Ausgabe April 2000

Front gegen die Armut?

Neue Strategien der Bretton-Woods-Institutionen

Die Weltbank, im Kern bestehend aus der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD) und der Internationalen Entwicklungsorganisation (IDA), ist spätestens seit dem Ausbruch der Schuldenkrise am Beginn der 80er Jahre zur führenden entwicklungspolitischen Institution geworden. Ihre etwa zehntausend Experten haben bestimmenden Einfluss nicht nur auf die Verwendung der beträchtlichen eigenen Mittel der Weltbank 1), sondern beeinflussen darüber hinaus auch indirekt die Entscheidungen der übrigen bi- und multilateralen Geber. Die Strategiedebatten in Washington DC können daher internationaler Aufmerksamkeit sicher sein. In Vorbereitung des neuen, wiederum der Armut gewidmeten Weltentwicklungsberichts 2000/2001 möchte die Weltbank wichtige neue Akzente in ihrer Gesamtpolitik setzen.

Schwächen der bisherigen Praxis: Demokratiedefizite, Inkohärenz und fehlende Geberabstimmung

Die Regierungen vor allem der am wenigsten entwickelten Länder, die Zugang zu den verbilligten IDA-Krediten haben, hängen in hohem Maße von den Entscheidungen in Washington ab.

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