Ausgabe Dezember 2002

Transformation des Mittleren Ostens.

Das neue transatlantische Projekt

Das nachstehend erstmals in deutscher Sprache veröffentlichte Plädoyer für ein neues transatlantisches Projekt gilt als Gegenentwurf zu Robert Kagans Essay „Power and Weakness“ über das Machtgefälle zwischen Amerikanern und Europäern. (Vgl. Kagans „Macht und Schwäche“ in den Oktober-„Blättern“, S.1194-1206, die nachfolgende Debatte, 11/2002, S.1345-1364, sowie William Pfaffs Kolumne „Bush braucht eine Vision“, 10/2002, S.1182f.) Robert Asmus und Kenneth Pollack sind ehemalige Mitarbeiter der Clinton-Administration. Ihre gewagte Analogie zwischen dem Neuaufbau Europas nach 1945 und einer prowestlichen Transformation des gesamten Nahen und Mittleren Ostens im Gefolge eines neuen Irakkriegs erschien zuerst in der amerikanischen „Policy Review“, einer Zweimonatszeitschrift der Hoover Institution in Stanford. Wir danken der „Policy Review“ für die freundliche Genehmigung, eine deutsche Fassung des Asmus/Pollack-Artikels aus ihrer Nummer 115 (September/Oktober 2002) zu veröffentlichen. Die Übersetzung und Kürzung besorgte Karl D. Bredthauer. – D. Red.

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Aktuelle Ausgabe Juni 2026

In der Juni-Ausgabe deutet Andreas Püttmann den Aufstieg der Rechten als Ausdruck einer tiefgreifenden kulturellen Krise und eines entgrenzten Narzissmus. Meron Mendel plädiert für eine Pluralisierung der Erinnerungskultur, die nicht nur warnt, sondern auch verbindet. Angesichts des gegenwärtigen autoritären Umbruchs entwirft Franziska Brantner einen neuen Liberalismus, der Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zusammendenkt. Nina Kolleck erklärt, warum die Nutzung von Social Media kein Privatproblem ist und die Verantwortung für deren gravierende Folgen zuvorderst bei den Plattformbetreibern liegt. Carola Lentz würdigt die Geschichte des Goethe-Instituts und die demokratische Qualität seiner Kulturarbeit, die heute zunehmend in das Fahrwasser rauer Machtpolitik gerate. Wolfgang Zellner lotet in einer von Ordnungszerfall und Großmachtkonkurrenz geprägten Welt die Handlungsspielräume Europas aus, während Wolfgang Kaleck fragt, wie sich das Völkerrecht gegen Trump verteidigen – und weiterentwickeln – lässt.

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